Aufklärung zum Thema Drogen

Wie ich zum Cannabis kam

– Ein anonymer Erfahrunsbericht –

Der vorliegende Erlebnisbericht schildert einen vermutlich „normalen“ Weg, wie jemand zum Kiffen kommt. Um den Inhalt verständlicher zu machen, sind einige Dinge vom Psychonauten kommentiert. Hoffentlich verzeiht der Autor dies…

Dieser Erfahrungsbericht ist sehr positiv – ja euphorisch. Dennoch soll dies keine Aufforderung zum unüberlegten Konsum von Cannabis sein.

Ich bin seit ca. 2 Monaten Kiffer {1} . Ich wollte am Anfang nur einmal probieren. Ich habe einen Freund von mir ausgefragt was Cannabis macht und nicht macht. Er erklärte mir, dass Hasch {2} ungefährlich sei und das ich ruhigen Gewissens probieren könnte. S. baute eine Bong {3} aus einer Cola-Flasche und ein paar Strohhalmen. Ich war nicht sehr überzeugt von der komisch aussehenden Konstruktion, aber sagte nichts, da er alle seine Schritte kommentierte. Schließlich war die Bong fertig und wir gingen raus. Er fragte mich ob ich den ersten Kopf {4} möchte, ich sagte nein. Er bot mir dann noch einen an und ich rauchte ihn. Beim ersten Zug musste ich kurz würgen. Ich habe erst kurz zuvor angefangen zu rauchen, deswegen war meine Lunge nicht an den Tabak und/oder das Hasch gewöhnt. Als ich den zweiten Kopf schmökerte wurde mir kurz duselig im Kopf {5}. Ich stand auf weil mir S. das sagte. Er meinte das würde die Wirkung etwas beschleunigen. Als ich stand war mir wie nach fünf Bier. Nach 5 guten Bier. Ich setzte mich wieder hin und das gute Gefühl brach schlagartig ab. S. rauchte fröhlich weiter und lächelte nur. Er beschrieb mir, nachdem er fertig war, die Wirkung. Ich konnte von all dem nichts spüren. {6}

S. kam ein paar Tage später wieder zu mir und fragte ob ich wieder mitmachen wollte. Ich überlegte lang, da mir mein „erstes Mal“ nichts gebracht hatte. Schließlich ließ ich mich überreden, da ich nichts bezahlen müsste, wie beim ersten Mal {7}. Da saßen wir nun, bei mir im Garten auf der Hollywoodschaukel. S. zog den ersten Kopf und fing wieder an zu grinsen. Jetzt zeige er mir wie man richtig kiffte. Er hatte sich ein paar Stunden zuvor in einem Headshop eine Bong gekauft. Er sagte das man das Kickloch {8} zuhalten muss und am Mundstück ziehen. Das machte ich dann auch kräftig und mir wurde wieder so komisch. Ich fand das Gefühl einfach krass und wollte gleich den nächsten Kopf. Wir kifften so eine Stunde und mein Gefühl kann ich am besten mit einem Auszug aus einem anderen Erlebnisbericht beschreiben:

„Als erstes macht sich ein extremes Glücks- und Friedensgefühl breit. Ich fühle mich mit der ganzen Welt vereint und empfinde eine große Harmonie. Auch wenn ich an negative Dinge denke, überwiegt das optimistische Grundgefühl alles und alle Schlechtigkeiten der Welt an die ich denke, kommen mir lediglich wie Jugendtorheit und unreife, kindliche Verblendung vor, die ich zwar negativ bewerten kann, über die ich emotional aber auch verständnisvoll und ohne negative Emotion hinweggehen kann. Würde ich einen Stereotyp für das Gefühl suchen, würde ich sagen: Ich liebe euch alle!“ {9}

Wir legten uns in mein Zimmer und drehten meine Anlage voll auf. Wir hörten „Böhse Onkelz“ und „Die absoluten Beginner“. Ich konnte mich plötzlich total auf die Musik konzentrieren und hörte jeden einzelnen Ton heraus. Ich merkte, was mir vorher noch nie aufgefallen war, dass meine Boxen zu sehr belastet wurden, ich hörte das Rauschen der Membranen {10}. Als meine Eltern schließlich kamen ging er. Das war mein erstes richtiges kiffen!

Seit dem kiffe ich am Wochenende um diesen Zustand zu erreichen. Es ist absolut genial, wenn einen die Zeit im Stich lässt. Ich meine damit, dass man ein absolut anderes Zeitgefühl bekommt. Wenn wir jetzt im Ötzi kiffen (eine abrissreife Bude wo wir immer hingehen, um zu kiffen {11}), bleiben wir so circa eineinhalb Stunden da. Mir kommt diese Zeit vor wie ein Monat. Aber dieser Monat kommt mir nicht langsam und öde vor, nein, es ist vielmehr ein Gefühl völliger Loslösung von der Erde. Ich sitze in einem Sessel der schon gut durchgesessen ist. Wenn ich meinen Kopf in den Nacken lege merke ich wie ich anfange zu kreisen und zu drehen. Ich drehe mich natürlich nicht wirklich, aber das Gefühl was dabei entsteht ist genial, absolut genial! Ich fühle wie mein Körper sich vom Boden löst und ich schwebe. Nur ein paar Millimeter über dem Boden, nicht viel, aber es ist ein geiles Gefühl. Ich verstehe plötzlich alles. Meine Lehrerin hatte einen absolut unkomischen Witz gerissen. Nachdem wir ein dreiviertel Gramm geraucht hatten, verstand ich ihn und fing an zu lachen. Ich lachte einfach nur so. Mir war so, ich fühlte ein sehr, sehr starkes Glücksgefühl durch mich hindurchrauschen.

Man versteht auch wenn andere einen total zusammenhangslosen Satz sagen. Ich zum Beispiel kriege immer Sprachschwierigkeiten aber man versteht mich trotzdem. Wir reden miteinander aber sagen nicht wirklich was. Ein Freund von mir zum Beispiel: „Gehen Bahn?“ Ich verstehe was er meint und sage: „…eich…“ Nur diese vier Buchstaben, aber er versteht mich und wir labern noch rum. Ich denke plötzlich das wir langsam los müssten wenn wir die Bahn noch kriegen wollen. Er schaut auf die Uhr und es sind grade mal zwei Minuten vergangen, es kam mir vor wie zwei Stunden.

Ich kann also jedem nur empfehlen nicht alles zu glauben was aus dem Fernseher kommt. Versucht es einmal mit einem kiffenden Freund oder Freundin. Ihr werdet sehen, Hasch ist kein bisschen schlimm und böse!!!

Probiert bloß keine Chemie!!!!!! {12}

Quelle: anonymer Autor.

{1} Kiffer = jemand, der Cannabis konsumiert (rauchen oder essen)
{2} Hasch = eine konzentrierte Form des Cannabis. Meist wird aber Gras geraucht (die weiblichen Blüten der Cannabis-Pflanze).
{3} Bong = Wasserpfeife. Es geht darum, den Rauch des glühenden Cannabis durch Wasser zu leiten, um den Rauch abzukühlen und damit genießbarer zu machen.
{4} Kopf = Portion. Das Cannabis-Gras wird auf ein kleines Siebchen gelegt und durch ein Feuerzeug zum glühen gebracht. Das Siebchen wird in einem „Kopf“ festgehalten, der ungefähr die Form eines Fingerhutes hat.
{5} Schwindelgefühle tauchen insbesondere dann auf, wenn das Cannabis mit Tabak gemischt wird. Da Nikotin ein starkes Nervengift ist, treten Schwindelgefühle auf.
{6} Es scheint normal zu sein, dass das erste Mal Cannabis nicht signifikant wirkt. Der Grund ist mir nicht bekannt. Aber beim zweiten Mal funktioniert es meist richtig.
{7} Die Kosten von Cannabis sind sehr gering. Nicht, dass hier der Verdacht aufkommt, man könne damit als Dealer viel Geld verdienen. Eine Tüte Cannabis-„Gras“ kostet in Holland 25 DM. Das reicht (je nach Darreichung) für durchschnittlich 10 Portionen.
{8} Kickloch = Eine Öffnung, durch die die restliche Luft eines Zuges frei wird. Damit wird die Wasserpfeife völlig von Rauch entleert.
{9} Dies ist wirklich eine intensive Beschreibung der Verhältnisse. Hier wird klar, wie verschieden die Wirkung zum aggressiven Alkohol ist. Straftaten unter Cannabis sind fast nicht vorstellbar. Auch die Fahrtüchtigkeit wird weniger beeinflusst, als durch Alkohol.
{10} Die Wahrnehmung von Musik wird wirklich außerordentlich geschärft. Selbst eine äußerst mittelmäßige Anlage vermag zauberhafte Musik von sich zu geben.
{11} Es scheint zunächst etwas abstoßend sein, sich die Jugendlichen in einem abbruchreifen Haus kiffend vorzustellen. Aber die Gesellschaft will es ja so. Sicher würden die Kids lieber Zuhause kiffen – so, wie sie dort vielleicht rauchen, Alkohol trinken und Videos glotzen.
{12} Jou, dieser Aufforderung kann ich mich nur anschließen.

 

Image: © Loreanto / Dollar Photo Club

4 Kommentare

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  1. Dein Name says:

    Ich finde es unglaublich das du das als was tolles beschreibst und nur weiter empfehlen kannst, dasselbe ist dann auch zu Koks Heroin meth crack usw. Zu sagen am Ende ist das leben rum und es ging immer nur um den nächsten Rausch. Bei dir wird es genauso, erst nur am Wochenende, dann auch freitags, irgendwann jeden Tag, das wird dann auch nicht reichen du wirst auf stärkere Drogen umsteigen um den Rausch stärker zu spüren, dafür wird dein ganzes hab und gut drauf gehen, deine Familie wirst du auch enttäuschen, Diebstahl Prostitution, drogenverkauf usw. Um deinen Drogenkonsum fortführen zu können, keinerlei Menschlichkeit bleibt dir, du lebst dann nur noch für die Drogen. Du bist anscheinend jung unerfahren und ungebildet was Drogen betreffen, mein Rat erkundige dich ein wenig im internet, schau dir die Menschen an die auch NUR mit Haschisch Oder Gras angefangen und anschließend auf der straße gelandet sind, das sollte dich ein wenig abschrecken.

  2. sebastian says:

    zu deinem kommentar vom 01.2012 um 2:23 du bist kein besonders intelligenter mensch. dein moralisierender kommentar zu dem vorhergehenden erfahrungsbericht lässt schließen, dass dein zeigefinger-wissen nicht auf eigener erfahrung, sondern aus selektiv zusammengeklaubten negativ aussagen aus indoktrinierten mainstream-medien über das in der natur vorkommenden und somit gottgewollten pflänzechen mariuana besteht. deine plumpe verallgemeinerung von cannabis und härteren drogen lässt wieder nur auf dein geringes urteilsvermögen schließen. (ich weiß wovon ich rede:iq über 140) es ist ja nicht so schlimm, wenn man einfach nicht so klug ist, man kann trotzdem eine wertvolle spiritualität entwickeln. aber was mir wirklich die kotze bei dir hochkommen lässt ist deine spießbürgerliche anpassung an vorgekautes, längst überholtes pseudo-wissen das zur begründung eines an sich widersinnigen hanfverbotes unter die massen gebracht wurde.

  3. penz says:

    2. sebastian schrieb TOP!

  4. Dein Name says:

    Auch Du stirbst einmal und dann hast du nicht geleistet ausser DROGEN und dashttp://www.bittere-traenen.de/diary.html

    Weisst Du das viele da lieber Spiessser sind!

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