Aufklärung zum Thema Drogen

„Das Buch des Schamanismus“

Ein Buch von Kenneth Meadows
(zusammengefasst von Psychonaut)

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Der Untertitel lautet „Der sanfte Weg zu Weisheit, Kraft und innerer Harmonie. 33 schamanische Erfahrungswege“.

Der erste Eindruck stimmte mich kritisch: Das Buch hat nur ein oberflächliches Inhaltsverzeichnis, kein Stichwortverzeichnis, kein Quellenverzeichnis. Wenn ich jemals gezielt nach Information in diesem Buch suchen will, wo werde ich es schwer haben.

Inhaltlich war ich doch positiv überrascht. Der Autor K. Meadows versucht auch einem intellektuell orientierten Menschen einen Zugang zum Schamanismus zu verschaffen. Im Gegensatz zu anderen Autoren stellt er die verschiedenen Komponenten des schamanistischen Weltbildes einigermaßen nachvollziehbar dar.

Durch harmlose Parallelen und Analogien zur Physik versucht er, seine Ideen dem Leser nahezulegen. Nicht immer ist das fehlerfrei oder überzeugend. Manchmal scheinen physikalische Worthülsen auch nur ein Lückenfüller zu sein. Zitat: „Die Natur der wahren Liebe ist die schöpferische Energie in Ihnen und dem Universum! Sie ist die Bindekraft, die das Magnetfeld zwischen Elektronen und Protonen bewirkt, damit sie die Materie zusammenhalten.“ {Seite 241} In einem ganz anderen Zusammenhang schreibt er: „Die Abwesenheit des roten Endes des Lichtspektrums läßt den Briefkasten rot erscheinen.“ (Seite 54}.
Nun ist es aber einmal so, daß zwischen Elektronen und Protonen kein Magnetfeld, sondern ein elektrisches Feld besteht. Und die Abwesenheit von rotem Lichtspektrum läßt keinen Gegenstand rot erscheinen… diese falschen Details stören machmal.

Angenehm fällt auf, daß Meadows sich auf viele verschiedene Wissensbereiche stützt (Huna-Magie, Elementen-Lehre, I-Ging, Astrologie, usw.). Viele andere Autoren schaffen es nicht, den Blickwinkel des Lesers zu erweitern.

Leider führen die Ausführungen des Autors zu sehr wortreichen Ausschweifungen, dass man getrost 2 Seiten überblättern kann, ohne es zu merken.

Beispiel: „Der spirituelle Geist ist die ursprüngliche Existenz eines Individuums vor der Gestaltwerdung. Der spirituelle Geist ist eine Essenz, die Form aus ihrer eigenen Substanz aufbaut – aus spirituellem Geist! Das Leben gehört dem spirituellen Geist, nicht der Gestalt. Nur die Gestalt ’stirbt‘ – oder wird vielmehr geändert -, weil der Wandel die Natur der Gestalt ausmacht, da die Materie sich in einem Prozeß der Rückwandlung zur Urenergie befindet. Aus diesem Grund kann der sprituelle Geist auch nicht mit wissenschaftlichen Methoden entdeckt werden.“ {Seite 187}

Wie soll man solchen Ausführungen über dutzende von Seiten folgen? Das schafft meiner Meinung nach kein Mensch. Man fängt an über den Text zu fliegen, um inhaltliche Substanz zu finden.

Den kritischen Leser muss es stören, dass Meadows keinerlei Quellen nennt. Alle seine Schlussfolgerungen scheinen alleine auf seinen Scharfsinn gewachsen zu sein, was extrem unwahrscheinlich ist. Als Leser fühlt man sich seinen Behauptungen schutzlos ausgeliefert.

Fazit

Meine Beurteilung ist gemischt. Wenn man den Mut aufbringt, notfalls über den Text zu fliegen, so kann man so einiges an Information gewinnen. Das Buch bringt mit 33 Übungen einiges an praktischem Bezug. Ich würde es jederzeit wieder kaufen.

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