Aufklärung zum Thema Drogen

Kurznotizen zu Designerdrogen

Regelmäßiger Ecstasy Konsum beeinträchtigt das Gedächtnis

Regelmäßiger Ecstasy Konsum beeinträchtigt das Gedächtnis – immer mehr amerikanische Jugendliche schlucken die Party-Droge Wer regelmäßig die Szene-Droge Ecstasy konsumiert, zerstört seine Konzentration und sein Gedächtnis. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte britische Studie. Tom Heffernan und Andrew Scholey von der University of Northumbria untersuchten die Gedächtnisleistung von 79 Erwachsenen, von denen 40 Personen mindestens zehn mal im Monat Ecstasy zu sich nahmen und 39 keine Drogen konsumierten.

Mithilfe eines Fragebogens ermittelten die Forscher, wie oft die Testpersonen alltägliche Dinge vergaßen, wie morgens den Wecker abzustellen, Nachrichten weiterzugeben oder wie oft sie Räume betraten und sich anschließend nicht mehr erinnern konnten, was sie zu tun oder zu sagen beabsichtigten. Bei den Ecstasy-Konsumenten stellten Heffernan und Scholey eine auffallende Beeinträchtigung des Kurz- und des Langzeitgedächtnisses fest. Sie vermuten, dass regelmäßiger Ecstasy-Konsum möglicherweise die vorderen Gehirnlappen beschädigt, der Teil des Gehirns, der unter anderem für das Planen und Organisieren von Verhalten zuständig ist.

Unterdessen zeigt eine amerikanische Untersuchung, dass sich die Zahl der jugendlichen Ecstasy-Konsumenten in den USA seit 1995 verdoppelt hat. Jeder zehnte amerikanische Jugendliche hat bereits mit der Droge experimentiert. Innerhalb des letzten Jahres hat sich die Zahl der Teenager, die mindestens einmal die Droge konsumiert haben, von sieben auf zehn Prozent erhöht.

[Quelle: BDW-Ticker am 29.11.2000]

Ecstasy besonders für junge Frauen gefährlich

Für junge Frauen durch Ecstasy besonders gefährdet Bei jungen Frauen ist die Todesgefahr durch Ecstacy -Konsum höher als bei jeder anderen demographischen Gruppe. Der Grund dafür sei im Östrogengehalt im Blut der fortpflanzungsfähigen Frauen zu suchen, sagten Wissenschaftler des Kings College in London. Wenn Ecstacy in den Kreislauf gelangt, speichert der Körper übermäßig viel Wasser. Denn durch den Abbau von Ecstasy wird die Körpersubstanz HMMA produziert. Diese führt zur Ausschüttung von Hormonen, die dem Körper mitteilen, dass er Wasser braucht. Diesen Kreislauf aber können insbesondere Frauen mit hohen Östrogenwerten nicht durchbrechen.
Zusätzlich erhöht die Situation und Umgebung, in der Ecstasy eingenommen wird, das Risiko. Die erhöhte Körpertemperatur beim Tanzen führt ebenfalls zu vermehrter Einnahme von Flüssigkeit. Durch die riesigen Wassermengen aber kann der Natriumhaushalt ins Ungleichgewicht geraten. Das kann tödliche Folgen haben.

[Quelle: BDW-Newsletter]

Ketamin als neue Droge aus den USA

Modedroge: Eine neue Modedroge aus den USA mit dem Szene-Kürzel „Special K“, „Ket“ oder „Vitamin K“ bringt schwere Gefahren für die Gesundheit mit sich. Davor warnt die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) in Hamburg.
Die in der Droge enthaltene Substanz Ketamin werde eigentlich als Narkosemittel bei Operationen von Tieren eingesetzt. Bei Menschen hat sie die Nebenwirkung, dass Musik, Geräusche und Lichtwechsel intensiver wahrgenommen werden, was vor allem von Rave- und Diskofans geschätzt werde.
Da Ketamine nur sehr langsam vom Organismus aufgenommen werden, denke der Konsument, er müsse höher dosieren. Ohne ärztliche Hilfe drohen dann Atemaussetzer, Unterkühlung und in der Konsequenz Herz-Kreislauf-Störungen sowie schwere Gehirnschäden. Lebensgefahr drohe zudem, da Ketamin oft als Cocktail im Mix mit anderen Drogen eingenommen werde, ohne dass sich der Konsument über die Wechselwirkung mit anderen Stoffen im Klaren ist.

[Quelle: dpa, 13.10.2000]

Ecstasy-Pillen: Bei älteren Menschen hält die Wirkung viel länger an

[…] Wie wirkt Ecstasy bei älteren Menschen? Drogenexperte Christian Brückmann (42): „Die Wirkung hält viel länger an, weil der Stoffwechsel nicht mehr so schnell arbeitet. Die Entgiftungsphase ist nicht so schnell abgeschlossen. Das ist bei Herrn Fischer, der zudem noch Erstkonsument war, ganz typisch verlaufen.

[Quelle: „grow!“ 05/2000, Seite 48, Zitat einer nicht benannten Zeitung, die darüber Berichtet, dass unverantwortliche Idioten dem Senioren Gotthilf Fischer (72) irgendeine Droge ins Getränk gepanscht haben.]

Synthetisches Ecstasy zerstört das Gehirn

Nach einer Meldung des „Spiegel“ vom 03.07.2000 haben Wissenschaftler festgestellt, dass die im Ecstasy enthaltenen Wirkstoffe bestimmte Gehirnzellen zerstören. Unglücklicherweise ausgerechnet solche, die für die gute Laune verantwortlich sind und durch Ecstasykonsum angeregt werden. Ecstasy wirkt nach Aussage des „Spiegel“ neurotoxisch. Es lässt bestimmte Nervenenden im ’serotonergen Transmittersystem‘ verkümmern und kann auf diese Weise Schäden anrichten, „die selbst Jahre nach dem Konsum bestehen bleiben“. Ecstasy bewirkt demnach genau das Gegenteil vom eigentlich Erwünschtem, nämlich ‚gut drauf‘ zu sein. Je mehr Ecstasy man nimmt, desto größer ist die Schädigung, des ‚Glückszentrums‘ im Gehirn. Ecstasy selbst macht also nicht glücklich. Es verschafft dem Konsumenten lediglich einen Kredit, bei seinem eigenen Körper, der unter Umständen teuer zurückgezahlt werden muss [mit abnehmender Intelligenz und zunehmenden Depressionen].

[Quelle: Zeitschrift „grow!“, Ausgabe 05/2000, Seite 9]

Ecstasy kann Depressionen auslösen

„Die Party-Droge Ecstasy kann nicht nur zu Gedächtnisstörungen und Leistungsabfall führen, sondern auch Depressionen auslösen. US-Neurologen stellten fest, dass Ecstasy die Konzentration von Serotonin im Gehirn stark absenkt. Der Botenstoff ist für die Regulierung von Emotionen und Stimmungen zuständig.“

[Quelle: DIE WOCHE, 28.07.2000]

 

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