Aufklärung zum Thema Drogen

Fakten zu illegalen Drogen

An dieser Stelle werden einfach nur Fakten zu illegalen Drogen und deren Konsum zusammengetragen. Jeder soll sich selbst ein Bild von der Situation machen.

Fakten aus dem “Jahrbuch Sucht 2002” für das Jahr 2000

Steigende Deliktzahlen bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, steigende Zahlen bei den Erstauffälligen Konsumenten harter Drogen und nicht zuletzt eine steigende Anzahl von Rauschgifttoten belegen nach wie vor die Brisanz des Rauschgiftproblems. Rauschgiftdelikte im Zusammenhang mit Cannabisprodukten dominieren die Gesamtstatistik. Der Trend zu synthetischen Drogen und dort vor allem zu Ecstasy setzt sich weiterhin fort. Crack stellt quantitativ im polizeilichen Lagebild keinen Schwerpunkt dar. Bedenklich stimmt der starke Anstieg der Zahl der Aussiedler aus Osteuropa und den ehemaligen Republiken der Sowjetunion unter den Rauschgifttoten. Die Niederlande stellen weiterhin die Drehscheibe für Betäubungsmittel aller Art in Europa dar.

  • Es wurden 246.917 Delikte der Rauschgiftkriminalität polizeilich registriert, davon 244.336 Rauschgiftdelikte im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes und 2.581 Fälle direkter Beschaffungskriminalität. Dies ist eine Zunahme von 7,8% zum Vorjahr.
  • Es wurden 796 Kg Heroin sichergestellt, genauso viel wie im Vorjahr.
  • Es wurden 913 Kg Kokain sichergestellt, das sind fast 1000 Kg weniger als im Vorjahr, was vor allem darauf zurückgeführt wird, dass die ganz großen “Fänge” ausgeblieben sind.
  • Es sind 271 Kg Amphetamin sichergestellt worden. Das sind 25% weniger als im Vorjahr.
  • Es wurden 1,6 Mio. Konsumeinheiten Ecstasy sichergestellt, das sind 11% mehr als im Vorjahr.
  • Es wurden 8,5 Tonnen Cannabis-Harz sichergestellt, das sind 75% mehr als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu sind nur noch 5,8 Tonnen Cannabis-Pflanzen sichergestellt worden, das sind 60% weniger als im Vorjahr. Die Sicherstellungen von Cannabis machen 58% aller Fälle aus.
  • Es wurden 91% mehr Sicherstellungen an LSD erzielt, bleibt aber auf einem vergleichsweise geringen Niveau.

Wie sieht das Konsumverhalten der westdeutschen Bevölkerung im Alter zwiscehn 18 und 39 Jahre aus? 11% haben in den letzten 12 Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert; 1% haben Ecstasy probiert; 0,3% haben LSD probiert; 1% haben Amphetamine probiert; 0,4% haben Opiate probiert und 1,5% haben Kokain probiert. Die Anzahl der Erstauffälligen Konsumenten harter Drogen stieg auf 22.584 Menschen pro Jahr. Damit hat sich der Wert von 1990 mehr als verdoppelt. Es sind 2.030 Menschen an illegalen Drogen gestorben das ist ein Anstieg von 12%. Die häufigste Todesursache waren Überdosierungen von Heroin und Drogenmixturen aller Art. Insgesamt 46.300 Menschen wurden substituiert, davon 70% mit Methadon (80 mg/Tag).
Von allen ambulanten Diagnosen rund um Drogen fielen 70% auf den Alkohol, 15% auf die Opiate, 6% auf Cannabis, 2% auf Kokain, 2% auf Stimulantien, 0,2% auf Halluzinogene, 1% auf Seditativa. Unter www.bka.de sind weitere Zahlen zu erfahren.

Fakten aus “Sucht und Suchtkrankheiten”

“Die Anzahl der Konsumenten in der Bevölkerung, die Erfahrungen mit harten Drogen hat, wird auf 300.000 beziffert, diejenige von Konsumenten harter Drogen mit hoher Konsumfrequenz auf 100.000. Der Schätzwert für Konsumenten von Cannabis liegt um einiges höher und wird auf 2 Mio. Personen beziffert, während Schätzwerte für Konsumenten mit hoher Cannabiskonsumfrequenz bei etwa 300.000 zu liegen kommen.” {Seite 65}

Rund 300.000 Kokain-Konsumenten in Deutschland

In Deutschland gibt es schätzungsweise 330.000 Konsumenten von Kokain. Auf diese Angaben des Instituts für Therapieforschung in München verwies die Bundesregierung in einer am Freitag von der Parlamentspressestelle veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Union. Weiter heißt es, im Rahmen einer Drogenaffinitätsstudie hätten drei Prozent der befragten Jugendlichen erklärt, sie könnten sich vorstellen, Kokain vielleicht einmal zu probieren. Insgesamt zeichnet sich nach diesen Angaben ein leichter, aber stetiger Anstieg bei jedoch noch geringem Vorherrschen der Droge ab. Zu Crack – Kokain, das geraucht wird – heißt es, die Träger der Drogenhilfeeinrichtungen schätzten die Anzahl der Konsumenten in Frankfurt am Main auf insgesamt 800, wovon 200 regelmäßig betreut würden. Zu Drogenkonsumräumen erklärte die Regierung, einer Rechtsverordnung der Stadt Hamburg zufolge könne in diesen Einrichtungen Kokain intravenös, oral, nasal oder inhalativ konsumiert werden. Nach Meinung der Exekutive solle der Crack in Drogenkonsumräumen nicht untersagt werden, da auch hier Notfallhilfe und therapeutische Angebote erforderlich seien.

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Ein Kommentar

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  1. Bud Tran says:

    Von 1993 bis 2002 registrierte das BKA 32.932 erstauffällige Ecstasykonsumenten. Damit waren der Polizei 6,6% der geschätzten 500.000 Ecstasykonsumenten bekannt. Im Jahr 2002 (2001) registrierte die Polizei 4.737 (6.097) Ecstasykonsumenten erstmalig als solche. Das waren 0,9% (1,2%) der aktuell Konsumierenden. Das heißt mit anderen Worten ausgedrückt, daß die Polizei ihr Hellfeld im Bereich der Ecstasykonsumenten im letzten Jahr um 17% (im vorletzten Jahr um 28%) erweitern konnte und das Dunkelfeld nur noch 93,4% ausmacht.

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