Aufklärung zum Thema Drogen

Die Rolle der Angehörigen von Alkoholikern

– Ein Bericht von Lutz –

Die Rolle der Angehörigen von AlkoholikernDieser Artikel kann nicht die Situation von Angehörigen in ihrer ganzen Tragweite erfassen. Darüber wurden schon viele Bücher geschrieben. Aber ich möchte versuchen, für Verständnis für die Situation der Menschen zu werben, die in der scheinbar ausweglosen Situation sind, mit einem Suchtkranken leben zu müssen.

Diese Menschen sind oft über Jahre hinweg in ein Leben hinein geraten, das sie nicht sicherlich nicht gewünscht haben, und das anfangs in ihrer Tragweite gar nicht zu erkennen war. Vielleicht erkennt der eine oder andere Leser seine eigene Situation und bekommt das Gefühl, dass es doch nicht hoffnungslos ist. Oder einer erkennt die Lage einer Nachbarin oder Kollegin, und kann ihr einige Hinweise geben.

Es wird viel geschrieben über den Alkoholiker, über Therapiemöglichkeiten, über die Folgen der Krankheit, über die Situation im Allgemeinen. Dabei wird leicht vergessen, dass auch andere Menschen in das Leben eines Alkoholkranken eingebunden sind, in aller erster Linie die Familie, aber auch andere nahe Verwandte und nicht zuletzt Arbeitskollegen.

Die am stärksten Mitbetroffenen sind die Familienangehörigen. Wer einmal das Leben eines Alkoholikers, vielleicht auch nur auszugsweise, miterleben durfte oder musste, kann sich ein Bild machen von seinen Problemen. Feiern, Verlust des Arbeitsplatzes und/oder des Führerscheins, Krankenhausaufenthalte wegen Entzug sind nur die Spitzen eines Eisberges. Das tägliche Leben spielt sich in Bahnen ab, die oft nur wenig nach außen dringen. Es sind Lügen, weil man mal wieder am Montag nicht zur Arbeit konnte, weil der Magen zu sehr rebellierte, es sind Wutausbrüche, kaum vorstellbare Aggressionen allen Menschen gegenüber, es ist Übergeben, weil der Alkohol doch mal wieder zu viel war. Dazu kommen Zittern, Schmerzen, Selbstmitleid, Krankheit und vieles andere mehr.

Und wenn man sich das einmal innerhalb einer Familie vorstellt, auf wenigen Quadratmetern Wohnfläche, mit vier oder fünf Personen, Ehepartner und Kindern, kann man sich vorstellen, dass alle Familienmitglieder unter diesen Umständen leiden. Ein guter Nährboden für ein harmonisches Familienleben ist das auf gar keinen Fall. zudem dann noch sehr oft akuter Geldmangel hinzukommt, da der Suchtkranke das meiste in den Alkohol investiert.

Der Ehepartner oder die Ehepartnerin

Diesen Ehepartnern kommt fast immer eine entscheidende Rolle zu. Die Krankheit bricht nicht plötzlich mit aller Macht aus, Alkoholismus entwickelt sich schleichend. So fängt der Suchtkranke langsam an, immer mehr zu trinken. Die Krisen durch zu viel Trinken sind anfangs nicht so schlimm, und werden oft leichtfertig übergangen. So wird ein Vollsuff entschuldigt, das peinliche Benehmen wie Übergeben oder stark auffälliges Verhalten werden vergessen. Irgendwann aber wird es zuviel, eigentlich ist es nicht mehr zu ignorieren. Trotzdem macht der Partner oder die Partnerin weiter. Schließlich soll dem anderen ja geholfen werden. Es folgen Ermahnungen, es wird beim Chef gelogen („Rufst Du bitte mal an, ich wäre beim Arzt, mir ist heute so schlecht!“. Und der Partner oder die Partnerin ruft dann an, gegen das eigene schlechte Gewissen. Der Grund, dem geliebten Mann oder der Frau doch nur helfen zu wollen, reicht aus. Ich habe einige Frauen kennengelernt, die das jahrelang gemacht haben. Andere haben ihren Partner aus dem Rinnstein aufgehoben, drei Etagen nach oben geschleppt, gewaschen, den Schlafanzug angezogen und ins Bett gelegt. Die Palette des Helfens ist unendlich. Diese Verhaltensweisen werden als Co-Alkoholismus bezeichnet.

Co-Alkoholismus

Diese Verhaltensmuster sind auf der einen Seite nur zu verständlich, auf der anderen Seite unterstützen sie den Kranken, und können, wenn sie nicht aufgegeben werden, mit zum Tode führen.

Es ist nur natürlich und auch richtig, einem Kranken helfen zu wollen. Wenn der Lebensgefährte eine Grippe hat, steckt man ihn ins Bett, reibt ihm die Brust rein („Liebe und W…WaPu.. J), macht die Wärmflasche heiß und vieles andere mehr. Aus den gleichen Gründen wird man natürlich auch jemanden pflegen, der zu viel Alkohol getrunken hat. Wenn es ein einmaliger Ausrutscher ist, würde ich es übrigens auch genauso machen und lachend verzeihen. Das kann ja mal passieren, wir sind alle nur Menschen.

Aber wenn diese Ausfälle sich häufen, sind dies immer Alarmzeichen. Auch alle Jahre wieder würde meine persönliche Toleranzschwelle überschreiten. In Alkoholikerfamilien geht das aber über viele Jahre, oft regelmäßig treten schlimme Situationen ein. Aus einem einmaligen Ausrutscher wird eine Regel und diese Regel zerstört die Menschen. Der Nicht–Alkoholiker steht seinem Partner, den er ja eigentlich liebt, machtlos gegenüber. Endlose Schwüre und unzählige Versprechungen, die Hände vom Sprit zu lassen, werden immer wieder enttäuscht, oft schneller, als sie ausgesprochen wurden. Das Leiden verstärkt sich durch Streitereien, aus denen Zornausbrüche entstehen, die oft genug zu Gewalt dem anderen gegenüber führen. Aber auch ohne Schläge wird der oder die Angehörige täglich zermürbt durch die unerträgliche Situation mit seinem oder ihren Partner. Aber aus dem fehlenden Wissen um eine andere Art und Weise des Helfens entsteht eine Machtlosigkeit und das Leben geht immer weiter. Oft haben die Frauen, die solches Leben mit ihrem Mann erdulden müssen, das gleiche oder Ähnliches bereits im eigenen Elternhaus miterlebt und die eigene Mutter hat es vielleicht bis zum Tod des Vaters ertragen. Dann weiß die Frau auch nichts anderes, als es gegebenenfalls auch bis zum Tod des Ehemannes auszustehen.

Vielleicht staunt jetzt der Leser, dass so etwas in unserer Zeit überhaupt noch möglich ist. Aber vergessen wir nicht, dass sich das alles hinter geschlossenen Türen abspielt, über Alkoholismus redet man auch heute noch nicht, die Betroffenen schämen sich. Und so sehr unsere Zeit auch aufgeklärt zu sein scheint, sie ist es nicht! Solche Dinge spielen sich tagtäglich hinter unseren Fenstern ab, in allen sozialen Schichten. Auf dieser Site werden Zahlen genannt von 2,5 Mill. bekannten Alkoholkranken. Diese Zahlen stammen meines Wissen nach von vor 20 Jahren. Dann kamen die neuen Bundesländer dazu, und wir haben eine erhebliche Dunkelziffer. Mann kann problemlos von 5 – 7,5 Mill. Alkoholkranken in unseren Ländern sprechen. Das bedeutet mindestens genauso viele Familien. Und wir haben 36 Mill. Haushalte in der Bundesrepublik! Also jeder sechste oder siebte Haushalt ist vom Alkoholismus betroffen!

Eine positive Entwicklung

Die ersten Abstinenzlergruppen kümmerten sich nur um den Kranken selber. Was ja auch richtig ist, denn um ihn geht es ja aus seiner Sicht in erster Linie. Das Trockenwerden und das trockene Leben wird den Betroffenen sehr zum Positiven verändern und er wird vieles, das im Suff zerstört wurde, vielleicht wieder aufbauen können. Aber vielleicht kann sich der Leser ein wenig in die Situation einer Ehefrau hineindenken, die den Zerfall ihres Mannes und der eigenen Familie über viele Jahre miterleben musste. Auch bei diesen Frauen ist vieles zerstört worden und sie benötigen genauso viel Hilfe wie der Alkoholiker selber. Die Ehe und die Familie wurde von beiden gelebt und kann auch nur von beiden wieder aufgebaut werden. Und die Frau kann nur sich selber wiederaufbauen. Denn das Vertrauen in den Partner wurde zerstört, das Vertrauen in sich selber und das Leben im Allgemeinen. Sexuelle Probleme, seelische und psychosomatische Krankheiten sind nicht selten.

Aus diesen und vielen anderen Gründen kümmern sich moderne Selbsthilfegruppen um die Angehörigen, auch um die Kinder, die ich bisher leider völlig außen vor gelassen habe. Mittlerweile sind es oft die Angehörigen, die den Hausarzt ansprechen, was sie tun können und der gibt ihnen Ansprechpartner der Gruppen, die ihm bekannt sind. Und so kommen sie dann in eine neue Welt, die ihnen hoffentlich alternative Wege aufzeigen können, aus diesem Dilemma hinaus zu kommen.

Als erstes wird eine solche Gruppe versuchen, den oder die Angehörige selber zu stärken. Das Selbstbewusstsein wird das Jahre andauernde Chaos sehr angeknackst sein, die Ratlosigkeit ist meistens grenzenlos. Aber der erste Prüfstein kommt in dem Moment, wenn die Frage beantwortet wird: „Wie kann meinem Partner helfen?“.

In Liebe loslassen

Dann nämlich werden die Angehörigen lernen müssen, nicht mehr hinter dem Kranken her zu helfen, ihm nicht immer wieder das Leben, das er selber zerstört, so weit es geht gerade zu rücken. Denn genau dadurch, dass nach außen hin der Alkoholiker keine Verantwortung übernehmen muss, weil der Co – Alkoholiker für ihn lügt, putzt, wäscht und alles andere macht, funktioniert sein Leben im Suff ja so gut es geht. Erst wenn er merkt, dass er selber für den Schaden gerade stehen muss, den er im Suff anrichtet, wird er selber spüren, was er wirklich anrichtet. Aber wie gesagt, das ist ein enormer Schritt, vom zuerst normalen Helfen, das sich zum Co–Alkoholismus weiter entwickelt hat, zum Fallenlassen zu gelangen.

Dazu gehört, dass der Angehörige seinen Schuldgefühle erkennt und ebenfalls lernt, dass diese Schuldgefühle nicht seine eigenen sind, sondern sie vom trinkenden Partner eingeredet bekam. „Ich trinke, weil Du so doof bist“ „Ich trinke, weil Du so hohe Ansprüche stellst“. „Ich trinke, weil Du nicht mit mir ins Bett gehst“ „… weil Du nicht arbeitest“, „…weil wir so viele Schulden haben.“ „… weil Du mich nicht mehr liebst.“ und so weiter und so weiter. Das über Jahre eingetrichtert, zeigt bei vielen Frauen und Männern Wirkung.

Dazu gehört aber auch, dass der Betrunkene eben nicht aus der Gosse geholt wird, dass der Angehörige nicht am Montag morgen beim Chef anruft, dass er nicht zur Bank geht und sich den Anpfiff vom Filialleiter anhört, der eigentlich dem Trinker gilt. Und viele andere Dinge, die der oder die Angehörige macht, um den Schaden zu begrenzen.

Der Tiefpunkt

So ist es eine Regel, dass jeder Alkoholiker so lange trinkt, bis er seinen eigenen Tiefpunkt erreicht hat. So kann der Verlust des Führerscheins oder des Arbeitsplatzes bei dem einen ausreichen, eine Entgiftung anzufangen oder sogar eine Therapie dran zu hängen. Andere müssen die ganze Palette durchmachen, Führerschein weg, Arbeit weg, Familie weg, Haus weg, alles weg und erst dann sind sie bereit, vor dem Alkohol zu kapitulieren und eine Therapie anzufangen. Andere schaffen das nie und sterben am Sprit.

Aber für viele in der Therapie und den Selbsthilfegruppen war die Drohung, dass der Partner sich scheiden lässt, der auslösende Faktor, ein Leben ohne Alkohol zu beginnen.

So ist der Tiefpunkt für den Trinker natürlich auch ein Tiefpunkt für die gesamte Familie. Aber in einer gut funktionierende Gruppe wird den Angehörigen entsprechend geholfen werden, Die Menschen dort kennen ihr Fach, die Leiter sind ausgebildete Suchtkrankenhelfer und haben oft über Jahre hinweg Erfahrungen. Abgesehen von ihrem eigenen Leben, dass irgendwann einmal an dem gleichen Punkt stand und dann später zum Guten gewendet werden konnte. Darin liegt auch der Erfolg dieser Gruppen, dass alle genau wissen, wovon sie reden und gerne bereit sind, ihre Erfahrung mit anderen zu teilen.

Arbeitskollegen

Die „Angehörigen“ sind oft eine ganz eigene Gruppe. Oft können sich Menschen vor den Augen aller tot saufen und alle schauen weg. Keiner sagt was, der trinkt ja nur ein bisschen viel und eigentlich geht es mich ja nichts an. Warum soll ich ihm seinen Beruf kaputt machen? Wenn einer was sagt, fliegt ja der oder die Kollegin und ist dann arbeitslos.

Diese Meinungen sind weit verbreitet, sie zeugen aber nur von Desinteresse, bequemlich und mangelndem Wissen. Erstens: Der Arbeitgeber hat sehr gute Möglichkeiten, einen Mitarbeiter abzumahnen, und sogar zu entlassen, wenn sein Alkoholkonsum auf die Arbeitsleistung und vielleicht sogar auf die Sicherheit im Unternehmen geht.

Aber der Arbeitgeber kann auch eine Wiedereinstellung in Aussicht stellen, für den Fall, dass eine Therapie begonnen und erfolgreich beendet wird. Großunternehmen wie Daimler Benz, Opel, Deutsche Bahn AG und viele andere haben extra soziale Einrichtungen geschaffen, um Kolleginnen und Kollegen mit Alkoholproblemen zu helfen.

Diese Sozialstellen haben Kontakte zu örtlichen Krankenhäusern, Selbsthilfegruppen und Therapieeinrichtungen. Auf diesem Weg wurde schon vielen geholfen, ein Leben Alkohol zu beginnen. Nur muss irgendwann ein Kollege oder eine Kollegin oder ein Vorgesetzter den Mut haben, auf den Betroffenen zu zu gehen und entsprechende Schritte einzuleiten.

Image: © Ambrozinio / Dollar Photo Club

Bild: © J.Bredehorn / PIXELIO Seitenanfang

139 Kommentare

Kommentar schreiben.
  1. Anton Mirabel says:

    Guten Tag

    Dieser Artikel ist leider viel zu einseitig geschrieben und setzt nur und absolut auf Eskalation. Nicht alle Fälle sind gleich, nicht überall sind arme Frauen und Kinder, in vielen Fällen ist Alkoholismus eine ernstzunehmende Krankheit. Man kann doch nicht in der Kirche die „guten und schlechten Zeiten“ absegnen, und dann den Partner – oder auch die PartnerIN (!!!!!) einfach abstürzen lassen. Es sind ja nicht nur Männer, was in diesem Artikel aber so scheint. Hier hört es sich so an, dass alle selbst schuld sind und man sie abstürzen lassen muss, bis sie endlich parieren oder schlussendlich verrecken. Das ist extrem unethisch. Nicht zu sagen, dass es viele Partner und Partnerinnen gibt, die das nicht wollen und ihre(n) Partner(in) wirklich lieben. All das kommt hier nicht vor. Einfach eskalieren lassen ist hier das Allheilmittel. Bis in den Tod. Wer das geschrieben hat, dem oder der ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ich vermute, dass da eine grosse Portion Hass im Spiel ist oder war, und dass der Schreiberling bzw. die Schreibse vermutlich selber psychiatrischer Hilfe bedarf. Bitte nochmals durchdenken und dann lieber nichts mehr schreiben.

  2. icke says:

    ANTON MIRBAL….. ANTWORT:

    SORRY ABER ICH GLAUBE DU SOLLTEST DEN TEXT NOCH EINMAL LESEN!!!

    EINEM/R ALKOHOLIKER/IN ODER SUCHT KRANKEN IST NUR ZU HELFEN WENN DER KRANKE CHECKT DAS ER KRANK IST!!!!

    WIE SOLL DER ALKOHOLKRANKE MENSCH MERKEN DAS ER KRANK IST, WENN SEIN/E PARTNER/IN DAFÜR SORGT DAS ALLES AM NÄCHSTEN TAG IN ORDNUNG IST?
    SCHON MAL BESOFFEN?
    WENN ES WIRKLICH GUT WAR , WEIST DU NIX MEHR … UND SO GEHT ES DEM ALKI…

    MEIN VATER HAT ZB. GESOFFEN , UND UNS NACHTS ANGEKOTZT UND MEINE MUTTER HAT ALLES BIS ZUM FRÜHEN MORGEN BESEITIG!

    ICH FINDE DEN BEITRAG GUT UND ER ZEIGT NICHT EINMAL ALLES…. DA FEHLT NOCH SO VIEL!!!

  3. W.H. says:

    Anton: Ich geb Icke Recht!
    Meine Mutter war ihr Leben lang Alkoholikerin, mein Vater hat es stets versucht zu vertuschen, auch vor mir! Als ich mit 14 durch Zufall erkannt habe, was mit meiner Mutter ist, ist in mir eine Welt zerbrochen! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass sowohl meine erste als auch meine zweite Ehe am Alkohol zerbrochen ist! Als ich mit 29 vor den Scherben meiner zweiten Ehe stand, habe ich immer noch die Schuld bei mir gesucht, habe eine Therapie angefangen, weil ich dachte ich sei *beziehungsunfähig* ! Ich hatte Glück, bin an einen guten Therapeute geraten, der sehr schnell mein Problem erkannt hat! Endlich habe ich die Zusammenhängen begriffen.. Ich habe dann einen Mann kennengelernt, der keinen Alkohol getrunken hat, wir waren eine Zeitlang glücklich – bis ich gemerkt habe, dass er heimlich Kredite gemacht hat und dennoch nie Geld hatte….. Er war spielsüchtig! Ich weiss nicht, was für mich schlimmer war! Heute bin ich 49, Single…. einsam….. Ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten, habe bis heute immer mal wieder Schübe! Es ist ein ewiger Kreislauf – dieser sch*** Alkohol hat mein Leben zerstört! Ich hätte mir gewünscht, mein Vater hätte anders gehandelt, hätte meine Mutter zum Teufel gejagt – es wäre uns viel erspart geblieben, aber er hat eben auch „liebend“ gehandelt – und ist letztendlich an gebrochenem Herzen gestorben!
    Doch, Anton – ALLE Fälle sind gleich!!!! Du hast das richtige Wort benutzt: verrecken lassen – ja, das ist es was man/frau tun sollte! Denn tun wir es nicht, zahlen wir Co-Alkoholiker eine Rechnung, die wir nicht verursacht haben!
    Hast Du denn noch nicht erkannt, dass Du genauso vom Alkohol abhängig bist, wie Deine Partnerin? Der einzige Unterschied ist, dass Du Deine Anhängigkeit bei „klarem Kopf“ durchlebst, was aber durchaus auch die Sinne vernebelt!

    W.H.

  4. amor says:

    Den Alkoholiker verlassen ist die einzige Möglichkeit sich selber zu retten. Man kann einem Alkoholiker nicht helfen. Er muß selber kämpfen. Man erlebt soviel Leid, Enttäuschungen und Verletzungen wenn man bei einem Alkoholiker zu lange bleibt. Alkoholiker lieben auch niemand anderen ausser sich selbst. Manchmal wenn ich solche Kommentare lese wie oben und teilweise im Internet, das ja die Alkoholiker die armen kranken sind und wir Angehörigen die Schuldigen.
    Ich erwarte ein Baby von einem Alkoholiker das natürlich nicht geplant war und nur durch seine Unachtsamkeit im Alkohol entstanden ist. Ich habe ihn trotz der Schwangerschaft verlassen als mir die ganze Tragweite seines Alkoholkonsums klar war.

  5. isor says:

    hallo meine schwägerin ist alkoholikerin, und wen sie besoffen ist benimmt sie sich furchtbar,sie beschimpft meinen Bruder stellt behauptungen auf die nicht stimmen die kinder sind die leidtragenden und das geht schon seit jahren so ich habe meinem bruder geraden sie fallen zu lassen mit den kindern weg zu gehen das sie aufwacht und ihre situation erkennt, ich finde das ist das einzige was ihr hilft den wen sie nüchtern ist ist sie ein liebenswerter mensch und es wäre schade wen sie ganz zu grunde geht

  6. Ramona says:

    Mein Vater ist leider nach dem letzt Delir gestorben.Leider vergeßen viele Menschen
    was für eine schreckliche Krankheit Alkoholismus ist…Ich hoffe ich konnte ein paar von Euch klar machen,das der Alkohol nicht zu unterschätzen ist..

  7. jasmin says:

    ich muss einiegen zustimmen die hier ihre erfahrungen kund getahn haben.mein leben ist stark gezeichnet vom co alkoholismus und diversen co abhängigkeiten….meine mutter ist alkoholkrank und mein jetziger freund auch….es ist sooo tragisch in welche machtlosigkeit man gerrät ohne es zu wollen…ich selbst habe vergeblich versucht die trinksituationen meiner geliebten mutter oder auch die meines freundes zu steuern in dem ich so nett wie möglich war und gebettelt habe das nicht getrunken wird damidt die situationen nicht eskalieren…doch jedesmal umso schlimmer ausgeartet auch schon 2 mal musste die polizei gerufen werden inerhalb eines halben jahres indem ich mit meinem freund zusammen bin ist auch die ausnüchterungszelle ihm nicht erspart geblieben genauso wie geplatzte hochzeit wegem suff führerschein weg doch nein er hat kein problem meint er in seiner verdrehten wahrnehmung noch befinde ich mich in dieser hölle doch wie lange ich aushalte ist eine frage der zeit…man hofft doch im tiefsten inneren weiß man man kann es nicht mehr mittragen alkoholkranke menschen sind egoisten pur denn in ihrem selbstmitleid sulen sie sich und mißbrauchen nicht nur den alkohol sondern die menschen um sie herum….es wird so viel gelogen vor allem sich selbst betrogen vatal wäre das mit zu unterstützen so sehr ich will ich kann das nicht nur meinen weg daraus muss ich noch finden………

  8. simone says:

    Ich lebe jetzt seit 20 Jahren mit meinen Mann zusammen. In der Zeit habe ich selbst gesehen ,was ein Partner der alkohlkrank ist dem anderen antun kann. Er sagt dann Dinge und Sätze die sehr verletzend sind und man denkt ,man ist selbst dran Schuld, aber es ist nicht so. Die kinder bekommen es nach einiger Zeit auch mit und fragen sich warum der Vater oder die Mutter so ist. Mein Mann hat ein entzug gemacht, leider hat es nur ein einhalb Jahre gedauert ,dann fing er an. als Partner gibt man die Hoffung nie auf.Aber meine hoffnung ist bald weg,das er sich je ändert.Die Sätze oben im Text habe ich auch schon oft gehört

  9. claudia says:

    ich finde , das mit dem Alkohol ist eine Einstellungssache. Wie mit dem Rauchen Drogen Essen u.s.w.Wen man natürlich in einer Familie einen Alkoholiker hat sollte man sofort Massnahmen ergreifen vorallem wen Kinder mit im Spiel sind .Den Alkoholkranker Partner verlassen , ohne schuldgefühle und schlechtem Gewissen.Erst wen er allles verloren hat und noch tiefer unten ist wird er es selbst merken was er damit angerichtet hat.

    Meine Meinung !

    Das ist doch kein Leben.

  10. andrea says:

    Mein Exfreund war auch Alkoholiker,bzw ist es wohl noch.
    Er war zudem cholerisch eifersüchtig,seine und meine männlichen Freunde durften uns nicht mehr besuchen,ich hätte ja was von denen wollen können. Erspionierte mich aus, wo es nur ging, unterstellte mir unverschämtes, schrie mich im Suff an, zerstörte viele Handys,damit mich keiner mehr erreichte…
    Bis er vor ein paar jahren sternhagelvoll ausgerastet ist,meine Wohnung demolierte,Messer nach mir warf und mir drohte, mich umzubringen, wenn ich die Polizei rufen würde. Dies taten gottlob meine Nachbarn ! Und als die Beamten auf ihn zu kamen, sprang er von meinem Balkon aus der 3 Etage !! Er überlebte,ist aber nun 2fach gestraft, da er im Rollstuhl sitzt UND er sich an alles erinnern wird, da sein Kopf nicht viel Schaden nahm….

    Was ich hier klarmachen will ist : das ein Alkoholiker einsehen muss, das er allen und sich selbst schadet, wenn er nichts gegen die Sucht tut !

  11. Dunia says:

    Mein Vater war bzw. ist ein Alkoholiker, ich habe eine scheiß Kindheit erlebt und habe mir geschworen nie einem Mann haben zu wollen der Alkoholiker ist.Mein Ex-Mann hat das gleiche in der Kindheit erlebt und somit habe ich mir eingeredet einen Mann gefunden zu haben der mich versteht und nie so sein möchte.Wir haben im Jahr 2002 geheiratet und letztes Jahr war die Scheidung, Grund Alkoholismus.Selbst Kinder von Alkoholikern sehen anscheinend nicht wirklich was alles dadurch kaputt geht.Ich habe leider gesehen das ich davon nicht verschohnt geblieben bin doch so einen Mann zu heiraten.Ich verstehe es nicht das das Unterbewusstsein eines Menschen leider genau diese Personen aussucht die wohl immer indirekt den Eltern gleichen.Ich werde wohl mein Leben lang alleine bleiben müssen da ich mir eh immer die falschen Männer aussuche bzw. lieben kann.Ich bin auch der Meinung Alkoholiker fallen lassen wie eine heiße Kartoffel ansonsten fällt man selbst in den Abgrund.

  12. mona says:

    Hallo, ich bin seid 4 Jahren mit meinen Freund zusammen. Vor ca.5 Jahren hatte er ein Herzinfarkt.Nach seinem Kur Aufenthalt war 1 Jahr ohne Alkohol alles so toll. Leider hat er einen Freund der täglich trinkt und kifft und auch noch gegenüber wohnt. Wir wohnen nicht zusammen. Mein Freund hat angefangen wieder zu seinem Freund den Kontakt zu suchen und das Alkoholproblem ging von vorne los. Es kam auch schon vor das er sich krank schreiben musste, weil er die Arbeit wegen Alkohol nicht antreten konnte. Seine Launen werden immer schlimmer. Er hält nichts mehr ein. Wird beleidigend. Fährt sogar mit seinem Freund in Urlaub. Seine Ehe ist gescheitert, weil er sich für den Alkohol entschieden hat und wohl nichts daraus gelernt hat. Drüber zu sprechen ist zwecklos. ich werde als letzte Chance mich an seinen Arzt wenden. Der Arzt hat Schweigepflicht. Das Gespräch kann vielleicht bewirken, vorsichtig drauf einzugehen. Er muss ja auch Medikamente nehmen. Hat immer öfter Gichtanfälle. Ich werde es einfach mal versuchen beim Arzt. Vielleicht ist es ein Weg für mein Freund, wenn der Arzt mit Ihm darüber redet und Ihm die Augen mal öffnet. Das gute ist wir wohnen nicht zusammen, obwohl wenn er dort weg ziehen würde, wäre das schon mal ein kleiner Schritt. Eigentlich führt er mit seinem Sauf Freund eine Beziehung. Sagen auch schon andere aus seinem Bekanntenkreis. Ist schon schlimm mit anzusehen wie sich ein Mensch so zu Grunde richtet mit dem Alkohol. Solange er es sich nicht eingesteht, dass er Alkoholiker ist, wird der Zustand wohl so bleiben.

  13. schnucki says:

    Hallo,war selbst 10 Jahre süchtig und bin nun im 11 Jahr trocken.Es ist mit Sicherheit nicht einfach aufzuhören,aber wenn man es von sich aus will,kostet es zwar Kraft,aber es ist zu schaffen.Wenn ich heute über meinen Entzug nachdenke kann ich sagen das es garnicht so schlimm war.Was aber viel schlimmer ist ist die Co-Abhängigjeit die ich mit meinem jetzigen Ehemann durchlebe,denn er kann und wird es nie aufgeben zu trinken,sein Spruch ist es „Ein Mann ohne Bier ist kein Mann“.Leider bin ich immer wieder so doof und falle auf seine Versprechen rein,ich kenne schließlich alle ausreden,Lügen usw.aus meiner Zeit.Heute kam er auch wieder volltrunken nachhause und wurde ausfallend und beleidigend,habe ihm auch gesagt das ich ohne ihn besser dran bin,aber morgen weint er wieder und verspricht mir das blaue vom Himmel,hoffe nur das es bald ein Einde hat.Ich kann allen nur sagen ein Alkoholiker liebt nur sich selbst und seine Flasche,alles andere um ihn herum ist ihm egal.

  14. Wolke7 says:

    Hallo, mein Lebensgefährte ist Alkoholiker und Ex Junkie. Er ist der liebenswerteste Mensch, den ich kenne und ich habe bisher nicht bereut, meine 25jährige Ehe für ihn aufgegeben zu haben. Jetzt allerdings wird seine Alkoholsucht immer schlimmer. Er sieht in meinen 3 erwachsenen Kindern und meinem Vater „die Lebensfeinde“ von denen ich mich nicht ausreichend distanziere, um ihm den passenden Stellenwert in meinem Leben einzuräumen. Er fordert Akzeptanz von meiner Familie ein, tut aber selber gar nichts dafür. Im Gegenteil, sobald jemand einen Schritt auf ihn zugeht, schottet er sich noch mehr ab. Bisher habe ich den Spagat zwischen meinem Freund und meiner Familie geschafft, ich frage mich jetzt aber: Mit welchem Recht erwartet er von mir (und das besonders dann, wenn er getrunken hat)dass ich meine Familie vor den Kopf stoße, um das als Liebesbeweis zu ihm zu sehen? Letzten Abend ist er einfach weggegangen, hat wilde SMS an mich geschickt und bis jetzt nicht wieder zu Hause aufgetaucht. Es war die Nacht der Antworten….Was mache ich richtig? ICh will ihn nicht im Stich lassen….aber wo führt das hin?

  15. Ich says:

    Hallo
    Meine Schwester ist seit vielen Jahren starke Alkoholikerin und ist dabei, sich um Kopf und Kragen zu saufen – muss ich einfach so hart ausdrücken. Wie oft haben wir versucht, ihr in´s Gewissen zu reden, haben versucht zu verstehen, warum sie trinkt, versucht sie von der Flasche weg zu kriegen…vergeblich. Sie hat sich stets jegliche Einmischung – egal von wem – verboten! Meine Schwester ist mittlerweile 51 Jahre alt, sieht um Jahre älter aus – aufgedunsen, faltig, von roten Flecken übersät – hat ihren Job verloren, ihren Führerschein verloren und kam im Februar zum zweiten Mal in eine stationäre Entgiftung im örtlichen KH. Auch das nicht zum ersten Mal. Wie es aussieht, trinkt sie weiter, aber wir können es nur erahnen, weil sie den Kontakt zu uns immer mehr meidet! Ich weiß nicht, was ich da tun soll, was ich sagen könnte…fühle mich hilflos, aber auch wütend. Ich glaube auch, dass der Alkoholkranke selbst den Willen haben muss, um sich helfen zu lassen. Solange diese Einsicht fehlt, ist man als Angehöriger machtlos.

  16. julia91 says:

    hallo Hey ! also ich finde deinen beitrag super ,grade im bezug auch co abhängigkeit triffst du genau ins schwarze.Bin grade in so einer situation und garde an dem punkt des „fallen lassens “ angekommen.Man müsste viel mehr über alkohliker sprechen zumindest in der öffentlichkeit.Es ist eine Volkskrankheit und es wird nicht besser ,heute lief im Radio noch ein beitrag das 16 jährige schon regelmäßige alkohol trinken.Ich kann nur vor alkohol warnen man muss wirklich vorsichtig und konseqent damit umgehen ich habe meinen freund jetz 1/2 jahre dabei zu gesehen wie er sich kaputt macht.Ich kqnn nur raten (leider,da auch alkoholiker eine sehr warmherzige seite an sich haben können )asich von „solchen“ leuten fern zu halten ,man kann ihnen nicht helfen ,das müssen sie selber tun um sich zu schützen sollte man sich echt überlegen ob man sich auf so einen menschen einlässt !ich weis aus eigener erfahrung das einer immer auf der strecke bleibt und leidet und das ist in erste linie der co abhängige.

  17. Sonja says:

    Der Beitrag trifft den Nagel auf den kopf. Lass los, was Dich kaputt macht. Dazu gehört auch, einen geliebten Menschen zu verlassen. Es spricht sich immer leichter aus, als es tatsächlich durchzuziehen, aber es scheint die einzige Lösung zu sein. Die Achtung und der Respekt den man vor dem Menschen hatte der trinkt, werden ggf. nie wieder kommen. Aber auch wenn es weh tut, erkennt der Trinker irgendwann, dass ihm nur dadurch geholfen werden konnte. Mansche schaffen es nie, manche nur nach langem Kampf. Kein Mensch sollte sich für einen anderen aufgeben, egal wie groß die Liebe auch sein mag!

  18. pit says:

    bin selbst alkoholikerin und nun ,nachdem ich alles wirklich alles kaputt gemacht habe ,seit 16 monaten abstinent.Mein mann,jetzt geschiedener mann ,haben mich aus dem haus und ihrem leben geschmissen.-Ich leide wie ein hund,aber die beiden haben richtig gehandelt!!Nun,wo sich der „nebelschleier“bei mir verflüchtigt,habe ich erkannt,was die beiden durchgemacht haben.Sie haben mich fallenlassen;um selbst zu überleben.Führerschein ,job,Geld u.s.w.alles weg,Aber seit ich erkannt habe wie grausam ich meinem eigenen Kind geschadet habe,es krank gemacht habe…könnte ich verrückt werden.Ganz langsam baue ich mir ein „neues“ leben auf;doch mit den Schuldgefühlen ,dem verlust,der scham und und..Doch ich habe das liebste verloren was ich je in meinem leben gehabt habe,mein kind!Um sich ihr eigenes leben aufzubauen;ja um zu überleben,musste sie den kontakt abbrechen .Sie hat richtig gehandelt doch unser schmerz wird nie aufhören.29.5.12

  19. Sabine1967 says:

    Hallo und alles Liebe an die, die in irgendeiner Weise mit dem Drecksmittel Alkohol zutun haben.
    Ich (45) bin seit knapp 20 Jahren mit einem Alkoholiker verheiratet. Mein Mann, ein hochintelligenter Mensch (Jurist, 52) hat alles verloren, was man eigentlich verlieren kann, hat an die 15 Entziehungskuren hinter sich, auch Versuche mit dem Medikament Antabus haben stattgefunden – aber er trinkt, schläft und trinkt dann weiter. Er lebt in einem Glauben, dass die Ärzte und Therapeuten das Problem mit dem Wodka lösen könnten. Er braucht nur wieder ins KH zu gehen, dann erledigt es sich. Die längste Zeit ohne Alkohol war nicht einmal ein Jahr. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich mir denke, er soll saufen bis er stirbt. Da ist mit Sicherheit kein Hass dabei -nach all den vielen Jahren habe ich endlich erkannt, dass es nicht an mir liegt, ob er säuft oder nicht. Wir führen eine Ehe zu dritt: Mein Mann, der Alk und ich. Meine 3 Kinder wissen gar nicht, wie sich ein „normaler“ Vater verhält. Ich als Gattin habe all die Jahre versucht, ihn zu untersützen – selbstverständlich war oder bin ich co-abhängig, denn auch ich habe gelogen für ihn und enorme Anstrengungen unternommen, um nichts nach außen dringen zu lassen. Ich werde zornig, wenn die „gescheiten“ Leute erklären, man soll sich abgrenzen und ein möglichst normales Leben führen. Das geht aber nicht, denn man hängt emotional voll drinnen. Eine „normale“ Ehe führen wir schon lange nicht mehr – mein Mann ist wie ein behindertes Kind, hat seine Arbeit verloren, seine Familie (Mutter und Brüder) haben sich abgegrenzt, seit 2 Jahren ist er impotent und sein einziger Lebensinhalt ist seine tägliche Flasche WODKA.

    Ich möchte allen raten: RENNT DAVON, SOLANGE IHR NOCH DIE KRAFT BESITZT ODER GEHT MIT DEM ALKI UNTER!!!

  20. Anna says:

    Einige kommentare die ich oben gelesen habe machen mich wirklich traurig und ich möchte zuerst auf die behauptung eingehen alkoholiker seien nich fähig zu lieben-das ist eine lüge! liebe ist in vielen fällen der auslöser.viele beiträge sind so hassbelastet und naiv geschrieben, dass es mir die sprache verschlägt.ich will keineswegs irgendwen verletzen oder in seiner haltung ggü. suchtkranken angreifen aber ein alkoholiker entsteht nie aus dem nichts heraus.in anderen beiträgen ging es immer darum wie der alkoholiker einfach ins verderben geschickt werde soll aber wie herzlos kann ein mitmensch sein einen angehörigen so im stich zu lassen:in meinem fall ist die liebe das was meinen angehörigen im endeffekt wieder auf den boden der tatsachen zurückbringt und er wirft mir nichts vor sondern beklagt sich über die gesamtheit

    ich würde gerne wissen für wen die bloße veränderung(sei es ein schärferer tonfall) des betroffenen schon allein der grund für trauer und entteuschung ist denn die hauptaussage in meiner vorstellung war schon immer :wie kann alkohol als einfaches genussgetränk einen menschen so von grundauf verändern…und darin liegt mein schmerz das was der alkoholisierte in seinem rausch äussert ist der alkohol und die unterdrückte gefühlswelt die aus ihm spricht.der schmerz kummer die schuldgefühle sind zu ’suff‘-phasen in keinem anderem am größten als im betroffenen selbst!bedenkt das!


  21. bellady says:

    Hallo alle zusammen…auch ich war mit einem Alkoholiker verheiratet und wusste es nicht!! Er hat zwar in meinem Umfeld Alkohol getrunken, aber eben nicht über das Maß hinaus.
    Ich kann nur jedem raten, den Partner im genau zu beobachten, wenn er ausser Sichtweise ist(ist schwer aber ist ein muss), wie dort sein Trinkverhalten ist,denn es ist der entscheidende, wie man sich weiterhin benimmt.
    Mein Partner hat seinen wahren Alkoholkonsum solange vor mir verheimlicht, bis wir in unser gekauftes Haus eingezogen waren mit zwei kleinen Töchtern. Denkt bitte daran, eure aklkoholabhängigen sind in erster Linie durch
    Depressionen erkrankt,über deren Gründe sie schon nicht sprechen (brauchen(!) siehe ärztliche Schweigepflicht), die in meinem Fall dadurch für ohne Zweifel lebensbedrohlich war, denn auf diese Weise können Süchtige ihre Sucht über den verstorbenen Partner weiter-finanzieren, den sie angeblich geliebt haben.Orientiert euch immer erst an der Diagnose BORDERLINE, bevor ihr euch nur an der diagnose Alkohol festbeisst.
    Deshalb ist mir heute klar, weshalb er einen anderen Hausarzt brauchte:-(((( Ihr müsst merken, die Gesetze sind gegen die Angehörigen, doch leider merktg man es zuspät !!

    Liebe Grüsse

  22. Frank Lavario says:

    Anna, du hast recht. Es gibt überhaupt keine einzige Studie, die besagt, dass Alkoholiker zu weniger Liebe fähig werden. Es darf sogar vermutet werden, dass viele Alkoholiker deutlich sensibler sind als der Schnitt der Bevölkerung, viele Probleme im Laufe des Lebens sehr stark in sich hineinfressen und dies eine grössere Neigung zu Alkoholabhängigkeit bedingt. Was vielleicht Mut machen kann, sind Studien, die zeigen, dass ehemals Süchtige (nicht nur Alkoholiker), die ihre Sucht überwinden, fast durchweg glücklicher geworden sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Aber man muss natürlich erst einmal dahin…

  23. Frank Lavario says:

    „In Liebe loslassen“ – eine sehr bewegende Überschrift eines der Absätze!

  24. Nicceli says:

    Hallo zusammen. Ich mache die Co-Abhängigkeit seit 29 Jahren mit und bin erst 29. Meine Mutter trinkt seit 35-40 Jahren, also ihr ganzes Leben lang seit sie erwachsen ist… seit meinem 10. Lebensjahr habe ich sie angefleht, bin vor ihr niedergekniet, habe nächtelang geweint… nichts hat geholfen. Mit 20 habe ich sie losgelassen und es hat sich nichts verändert. Ich habe gelernt, ihr Wesen so zu aktzeptieren wie sie ist, das ist das einzige was ich raten kann, damit man nicht selbst draufgeht! Es ist nicht einfach, aber jeder Mensch hat das Recht sein Leben selbst zu bestimmen, wie ich so auch meine Mutter. Ich lasse ihr dieses Recht und das einzig positive was ich davon mitnehme ist, dass ich mein Leben anders lebe als sie und ich bin glücklich. Manchmal muss man aufgeben um zu überleben. Ich wünsche allen Co-Abhängigen, gebt nicht auf, aber vergeudet euere Kraft und Energie nicht für etwas, das nicht zu ändern ist…

  25. conny says:

    Hallo, wenn ich das hier alles so lese glaube ich das ich auch Co-Abhängig bin. Meiin Freund trinkt schon seit dem 12.Lebensjahr. Er ist aber der Meinung, dass alle saufen und das es ganz normal ist. Wer sagt mir denn das mein Leben so richtig ist wie ich es lebe?! Er könnte ja auch schließlich noch arbeiten und er wohnt nicht unter der Brücke. Er meint das ja noch alles im Griff hat.
    Wir sind jetzt fast 5 Jahre zusammen und ich fühle mich ausgebrannt. Ich glaube er saugt mich aus. Seine Sucht wird auch immer schlimmer. Jetzt liegen die Abstände bei 2 Tagen und das rauchen hat er auch wieder angefangen.
    Unsere Beziehung lief eigentlich immer ganz harmonisch ab. Ja eigentlich…. Ich denke immer wenn er auf „entzug“ ist, ist unsere Beziehung schlecht. „Wir haben schlechten Sex, mein Sohn ist im Weg und und und“. Ich fühl mich dann schuldig und schlecht. Er greift mich physisch an und ich kann nichts tun und bin dann total hilflos.
    Eigentlich bin ich sehr selbstständig habe meinen Sohn alleine gross gezogen geh arbeiten.
    Ich fühl mich oft schuldig…. Oft hilflos weil er mir leid tut.

  26. emma says:

    Hallo,
    alleine das Lesen der Kommentare gibt das gute Gefühl, nicht allein zu sein mit all der Machtlosigkeit und der Trauer über das Wissen, nicht helfen zu können.
    Ich war über 20 Jahre die perfekte Co-Alkoholikerin, seit zwei Jahren lebe ich getrennt – und das war die beste Entscheidung für mich und die Kinder, trotz aller finanziellen Einschränkungen. Uns ist eine große Last von den Schultern gefallen und unser Leben ist wieder fröhlicher geworden.
    Mein Mann ist nach unserer Trennung (die er selbst auch wollte, die pubertierenden Jungs und die kritische Frau waren seiner Meinung nach ja der Grund seines Alkoholproblems..) tief abgestürzt, hat Job, Führerschein, Freunde verloren, aber der Alkohol ist immer noch sein bester Freund. Gerade ist er im Langzeitentzug (mal wieder), ich wünsche ihm wirklich, dass er es schafft, ohne Alkohol zu leben – aber ich weiß mittlerweile, dass nur er entscheidet, welchen Weg er gehen will – Alkoholiker sind große Egoisten, die sich nicht dafür interessieren, was sie ihrem Umfeld antun.

  27. Franziska Steinrauch says:

    Liebe Freunde,

    ich lernte meinen Mann mit 18 kennen und kannte mich nicht mit Alkoholikern aus… erst nach einem Jahr Liebe erkannte ich, dass er Alkoholiker war und von da an habe ich, wie so viele gelogen, allen etwas vorgemacht, mir selbst etwas vorgemacht, immer wieder gehofft, dass es aufhörte, immer wieder daran geglaubt, wenn er mir versichert hatte, seit einiger Zeit nicht mehr zu trinken. Ich glaubte sogar, ihm das anzusehen. Aber es war nicht wahr, keinen einzigen Tag war er trocken. Er war ein Meister der Verstellung.
    Seither weiß ich, dass man den, den man am besten zu kennen glaubt, am schlechtesten von allen Menschen kennt. So ging es etwa 15 Jahre lang. Dann war ich endlich soweit, zu gehen. Und ich weiß nicht, ob das dann sein persönlicher Tiefpunkt war oder ob es aus anderen Gründen für ihn Zeit war, jedenfalls hat er aufgehört, zu trinken. In der Zwischenzeit ist er seit 10 Jahren trocken und unsere Liebe hat sich erneuert und hält immer noch an. Seltsam, aber es gibt auch diese Geschichten. Ich will niemandem falsche Hoffnungen machen. Es ist sicher gut, zu gehen, bevor man selbst als Angehörige so passiv und mutlos ist. Ich kenne viele Angehörige, bei denen ich das Gefühl habe, dass ihr Leben wie erloschen ist. Sie sind auf die Dauer verstummt. Wenn man weiß, dass das, was mit einem selbst los ist, nichts zählt und nichts ändert, dann bleibt einem nur noch das, was oben oft geschildert wurde: hinterher putzen, verleugnen, den Schein wahren,… um den Kranken herum eine Atmosphäre schaffen, die es ihm erlaubt, ein bisschen weiter zu leben… und zu trinken.
    Über diese Erfahrung habe ich ein Buch geschrieben. Es ist ganz neu und kostet 9,90. Es heißt Franziska Steinrauch: „Der kluge Säufer – Roman von Sucht und Liebe“. In das Buch floss mein Leben ein, aber auch das von meinem Mann, der Tagebuch schrieb und alles, was er schrieb, ist ehrlich, aufrichtig, echt und wahr. Auch wenn ich das alles damals nicht wusste sondern erst jetzt weiß.
    Ich stellte das Buch in einer Leipziger Suchtklinik vor, und die Angehörigen und Leute von Selbsthilfegruppen und die Suchtpatienten fanden es wahrhaftig, und es machte ihnen auch Mut.
    Es gibt nämlich keine leichten Wahrheiten. Es gibt die Liebe auch in diesen Beziehungen, nicht nur Abhängigkeit. Aber diese Liebe ist manchmal wie im Inneren einer Mumie versteckt.
    Nur in einem Fall finde ich, dass man streng sein muss: Wenn man geschlagen wird, muss man gehen! Wenn man sich nämlich schlagen lässt, dann wird man auf die Dauer so schwach und schwächelt so sehr in seinem Selbstwertgefühl, dass man irgendwann nicht mehr die Kraft hat, zu gehen und dann ist man dem anderen ausgeliefert. Dann kann alles passieren! Und das ist einfach schrecklich, für einen selbst und auch für ein Kind, das Zeuge sein muss und das das Vertrauen in das Leben vielleicht für immer verliert. Da muss man sich selbst retten, und darf nie verwechseln, dass ein anderer einem etwas antut. Das muss gestoppt werden.
    Aber manchmal bleibt auch die Liebe, und das muss man dann auch akzeptieren und darf nicht jeder Angehörigen eines Alkoholkranken unterstellen, sie würde ihn nur lieben, weil mit ihr psychisch etwas nicht in Ordnung ist.
    Der Angehörigen eines Krebskranken würde man ja auch nicht sofort raten, den Mann im Stich zu lassen. Man möchte ja auch selbst nicht im Stich gelassen werden, sobald man krank ist.
    Aber physische Gewalt ist eine Grenze. Das hätte ich nie zugelassen. Das ist ein zu starker Übergriff.

    Ich wünsche euch allen so viel Mut und fühle so viel Mitleid, wenn ich diese kurzen Berichte lese.

    Viele Grüße
    von Franziska Steinrauch

  28. monika says:

    Hallo ihr Lieben!
    es gibt ein gutes Buch! die Sucht gebraucht zu werden von Melody Beattie. Tut zwar sauweh beim lesen aber es ist die Wahrheit.

  29. Harti says:

    Hallo,es werden meistens Frauen als Co-Alkoholiker genant,
    aber mir geht es schon als Ehemann so!und das schon über 30 Jahre!Ich muß dazu bekennen,da ich fast 50 Jahre auf dem Bau
    garbeitet habe,und auch stets mit Alkohol in berührung kam,aber
    nie meine Arbeit verloren hatte,also es gibt auch da Unterschiede,mit den Alk.Bei meiner Frau war es in den ganzen
    Jahren so wie es in manchen Kommentaren von einigen geschildert
    wurde(Kliniken,Arbeit verloren-usw.)Ich habe es immer bis Heute
    vertuscht!Wir sind jetzt kurz vor der Goldenen Hochzeit,ich
    trinke seit 6 jahren keinen Tropfen mehr,und bin auch seitdem
    Nichtraucher!Ich laß sie bis zum Tode weiter saufen!

  30. maria says:

    Hallo meine familienangehörigen meiden mich als alkoholikerin. Sie toben wenn ich ein glas sekt trinke. ich bin die einzige, die in dieser familie arbeitet, allen finanziere ich die Miete
    was für eine schreckliche Alkoholikerin tut so etwas?

  31. LiLaura says:

    Hallo,

    ich bin 22 und wohne mit meinem 25 jährigen Bruder zusammen – er ist Alkohol abhängig aber er sieht es nicht ein!
    Es wird immer schwerer mit anzusehen wie er sein Leben zerstört. Er hat schon 2 Entgiftungen hinter sich! Ich finde immer wieder leere Flaschen in seinem Zimmer, er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer, geht nicht regelmäßig in die Arbeit, wird aggressiv wenn man ihn darauf anspricht. Hinzu kommt noch dass seine Freunde selber gerne über den Durst trinken und ihn auch noch anstiften obwohl sie teilweise von seinem Problem wissen.
    Ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll! Ich weiß auch nicht ob diese Treffen für Co-Alkoholiker viel nützen?!
    Heute habe ich entdeckt dass er Bier in Apfelsaftschorle-Flaschen umfüllt – habe sofort alles ausgeschüttet und die restlichen Bierflaschen in meinem Auto versteckt!
    Ich will ihm ja nur helfen, aber ich weiß nicht wie! Es ist so frustrierend! Ich könnte nur noch heulen – und meine Eltern machen sich auch endlos Vorwürfe, in unserem Bekanntenkreis gibt es niemanden mit einem solchen Problem!

  32. Denise says:

    Hallo
    Beim Durchlesen des Berichts sind meine Tränen geflossen, es bewegt mich so viele ähnliche Geschichten zu hören.
    Ich bin jetzt seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen.
    Als wir zusammenzogen, war ich so Glücklich…. Aber genau das veränderte unsere Beziehung.Ab diesem Zeitpunkt bekam ich mit, das sein Bierkonsum „nicht normal“ ist. Vorher Dachte ich, er trinkt seine 1-2 Bierchen und manchmal ein paar mehr…
    Leider war das nicht so, ich bekam mit, dass er am Mittag bereits anfing.. jetzt wird es immer früher.. ich erwischte ihn gerade erst, um halb zehn morgens! Er meinte nur : Es ist Zeit für ein Bier…
    Seine Launen sind schrecklich und für alles bin ich schuld..
    Er war bis vor 2 Jahren Selbständig, ging in den Konkurs –> Das sei nötig, damit er seiner Nochehefrau nicht mehr soviel Unterhalt Bezahlen müsse.Er lebt in den Tag hinein, die Scheidung hat er nie eingegeben, es bringt ihm ja Finanziell nichts… Er hat jetzt nur noch unseren Nebenjob, der Hauswartjob von unserem Hausbesitzer.Er Arbeitet noch ein wenig, da er da frei ist und machen kann was er will, klappt das ziemlich gut. Trotzdem arbeitet er lediglich am morgen ein paar Stunden. Kurz vor Mittag geht er in seine Stammbeiz, wo seine Neue Arbeitet..Zwischen 17-18.00h kommt er nach Hause und bevor er einschläft gibt es Krach. Ich bin zu faul und mache nichts… ( Ich habe einen 100% Job und helfe noch ca 20% beim Hauswartjob) Wir streiten uns andauern, weil er ist der Arme wo alles machen muss.. Ich habe kein Verständnis für ihn, ihm gehe es ja so schlecht auch Gesundheitlich usw.
    Ich bin jetzt soweit, das ich ausziehe, es zerbricht mein Herz. Denn ich liebe ihn wirklich und ich weiss, dass er vermutlich dadurch seinen Job auch noch verliert…
    Ich bin verzweifelt und weiss ganz genau, dass ich es nicht ändern kann und genau das macht mich so fertig.
    Ich habe mein Leben im Griff und habe mein Job und Hobby.Ich lebe mein Leben und kapsle mich dennoch ab, indem ich niemanden von meinen Problemen erzähle.Mein Freund kann sich sehr gut verstellen, ausserhalb ist er freundlich, aufgeschlossen und Hilfsbereit, in den Mann habe ich mich Verliebt.Er hat zwei Gesichter, zuhause ist er eklig zu mir und es wird schlimmer! Ich mache mir Vorwürfe, das ich nicht genug mache und nicht alles versucht habe..
    Ich habe mich jetzt entschlossen ihn zu verlassen, es ist besser für mich.. ? Oder ist das einfach bequemer ?

  33. eine Mutter says:

    Hallo, zusammen,
    Eure Artikel sind alle sehr ergreifend und teilweise auch lehrreich.
    Bei mir ist die Situation etwas anders: Meine Tochter ist zur Zeit trockene Alkoholikerin. Mittlerweile ist sie schon 35 Jahre alt. Sie begann ca. mit 14 Jahren zu trinken, genau zur Zeit der Scheidung von ihrem Vater. Seit über 4 Jahren ist sie abstinent und nimmt Medikamente ein. Nun begann meine Tochter vor ca. 2 Jahren eine neue Psychotherapie (Tiefenpsychologie, Rückführung…). Da kam man nun gemeinsam zu dem Schluss, dass ICH an allem schuld sei, was in meiner Tochter`s Leben schief ging. Ich bin also an allem schuld, an ihrer Essstörung, Alkoholsucht und sogar an ihrer Homosexualität, welche auf „pränatale Prägungen“ meinerseits zurück zu führen sei. Ich habe noch nie so einen Mist gehört!
    Die Therapeutin meiner Tochter hat sich am Telefon sehr merkwürdig verhalten, sodass ich den Verdacht habe, meine Tochter hat die Wahrheit wohl etwas verändert, oder sie wurde vielleicht falsch beraten. Nur weil ich nie auf die Süchte meiner Tochter reagierte, habe ich meine Tochter „ihrer Kindheit beraubt“, sagte sie zu mir. Damals war sie allerdings schon längst kein Kind mehr, als sie zu trinken usw.! begann.
    Unser letztes Gespräch ist nun schon ein halbes Jahr her. Ich habe den Kontakt zu meiner Tochter vollständig abgebrochen und befinde mich mittlerweile selbst in psychotherapeutischer Behandlung. 20 Jahre haben wir Eltern die ganze „Palette“ mit erlebt. Da ist auch bei mir Einiges aufzuarbeiten.
    Gibt es irgend jemand, der Ähnliches erlebt hat? Ist das etwa der Preis, den Angehörige / Eltern zahlen müssen, damit das „Kind“ abstinent bleibt?
    Unsere Familie ist zerbrochen. Aber ich will nicht mehr zurück. Wenn man sich so viele Jahre die unglaublichsten Ausreden und dümmsten Sprüche angehört hat, ist irgendwann Schluss.
    Wie geht es anderen Eltern, die vielleicht auch im Nachhinein so abgefertigt wurden? Ich bin so verletzt worden, dass ich meiner Tochter nie mehr verzeihen kann.
    Bitte schreibt doch etwas dazu. Ich würde mich freuen.

  34. Erdbeer_Mädchen says:

    Mein Freund trinkt auch viel und nimmt leider Gottes noch Drogen.
    Er war an einigen Tagen recht hässlich zu mir, betrog mich mit einer anderen Frau, hat mich im Regen stehn lassen wenn es ihm in den Kram passte. Hauptsache drogen und alkohol.
    Dann gab es Tage an dem er Stückchen Weise ankam und alles bereute und sagte : „Es tut mir Leid, dass ich Dich betrog ich war so blauäugig, ich würd dich so gern wieder in die Arme nehmen, ich vermisse dich ich muss oft an dich denken, du bist immer in meinem Herzen“ etc. bla bla.
    Ja er wollte sich sogar wieder melden, auch zu Weihnachten kommen. Aber nichts !
    Es kam kein “ Frohe Weihnachten“ kein „frohes neues Jahr “ nein.. er hat sich keines Wegs bei mir gemeldet.
    Ende Januar schrieb ich ihn an und fragte, ob es ihm gut geht, es folgte nur: Nein, hab Rückenschmerzen und nichts zu rauchen, sitze nu beim Nachbarn der besorgt schon was an “ Schmerzmittel“.
    Daa wurde ich wütend und dachte : Nein .. ich sitze hier rum warte dass er sich meldet und mache mir sorgen, und er ist verzweifelt weil er nichts zu rauchen hat? So soll es nicht weitergehen!!!!!!!!!

    Ich habe zu ihm den Kontakt abgebrochen, weil es eine Qual war für mich und weil es so nicht mehr weiter ging, obwohl er seit unserer Kindheit meine Liebe ist.
    Jetzt frage ich mich dennoch, war es richtig was ich tat ???
    Habe ich genug gegeben an Liebe und verständnis ? War ich genug für ihn da ? War es richtig, dass ich mich von ihm abgewandt habe ?
    Oder habe ich ihn in die Hölle fallen lassen ? 🙁

  35. Ralf says:

    Eure Berichte zu lesen bricht mir das Herz. Ich habe beruflich viel mit Alkoholikern zu tun als Arbeitsvermittler im Jobcenter. Hier kann man die Leute noch zu einer Therapie zwingen.
    Aber darüber kommen mir nicht die Tränen, sondern wegen meiner Frau daheim. Noch arbeitet Sie, ist Beamtin in gehobener Position. Wir haben Haus und mehrere Hunde und es könnte alles Prima sein, wenn Sie nicht Saufen würde.
    Der Artikel beschreibt unsere Situation sehr gut. Aber ich kann nicht mehr. Und ich weiß nicht mehr weiter. Ihr Vater war Säufer und hat sich totgesoffen. Am Ende durften wir ihn in Pflegestufe III noch 4 Jahre versorgen, mit vollem Programm, wie Arsch abwischen.
    Davor war er ein Drecksack. Wer meint, dass dies seine Tochter abgeschreckt hätte, so wie ich es jahrelang glaubte, den muss ich enttäuschen.
    Sie säuft, erst versteckt, jetzt immer häufiger und zwar so, dass man es nicht mehr übersehen kann. Gestern hat Sie den Bogen überspannt. Sie ist mit den Hunden nach der Arbeit laufen gewesen? und kam besoffen nach Hause, nachdem Sie mit dem Auto gefahren war. Konnte sich kaum noch auf den Beinen halten.
    Ich war total ohnmächtig, erst sauer und agressiv und konnte mich gerade noch beherschen. Ich war schon kurz davor die Polizei zu rufen, damit der FS entzogen wird. Habe es aber nicht übers Herz gebracht, als Sie mir in den Arm fiel.
    Gott – was für eine Scheißsituation.
    Ich weiß weder ein noch aus.

  36. Nadja says:

    hi..ich sitze hier und lese die beiträge in der hoffnung vllt eine lösung für meinen vater bzw. für meine familie zu finden…aber soll nur das fallenlassen allein eine lösung sein? ich bin 26 jahre alt u mein vater war dem alkohol schon immer mehr freund als feind…den genauen zeitraum kann ich garnicht direkt erfassen, vllt weil man es nicht war haben wollte oder es einem nicht bewusst war, seit wann er alkoholiker ist. mir fallen nur unzählige male, auch aus meiner kindheit ein,als beim ,,ausrastern,, eigentlich immer der alkohol im spiel war. so wie es aussieht häufen sich diese situationen u werden immer krasser…erst gestern war meine mama mit mir einkaufen (ca2std.), als sie nach hause kam waren 3/4 der wodkaflasche leer u er wieder durchaus ,,nett,, ich habe kein plan wie das weiter laufen soll.meine mama hat dieses prikäre thema heute bei unserm hausarzt angesprochen (die meine eltern u mich auch seit 15jahren kennt)..sie meinte er kann sich nur selbst helfen, indem er erkennt das er ein problem hat, wenn nich wird sein körper es nicht mehr lange aushalten vllt noch 1-2jahre u ob er dann noch ein chance bekommt ist die frage.
    so und nun steh ich da u will diesen alten stiesel aber nich hängen lassen bzw aufgeben und warten das er sich ins koma säuft….was kann ich tun?

    @denise: nein es ist nicht bequemer, es ist einzig und allein der richtige weg. tue das vllt gibt es ihm dann doch den richtigen schubser u er kann vllt auch ohne dich in eine alkoholfreie zukunft blicken!!!

  37. aura says:

    habe und erlebe noch alles genauso wie es in jedem dieser kommentare beschrieben wird, mein mann bettelt mich an : gibt mir noch eine chance – wie viele chancen soll ich ihm denn noch geben? er säuft rund um die uhr mit ausnahmen wenn er schwankend ins bett fällt – putzen erledige ich nicht mehr, mit ausnahme: wenn mal wieder einiges vollgeschissen ist = hart formuliert, ist aber so – am kommenden montag hat er ein vorgespräch im krankenhaus, dieses mal ein anderes als bei den letzten 5 entgiftungen – ich lass mich überraschen ob er seine letzte chance nutzt, ich würde sonst schweren herzens mit aller finanzieller, psychischer und pysischer problematik meinen mann verlassen

  38. wann says:

    wann hat das mit dem sch…alk eine ende – soll er sich doch totsaufen, dann hast du deine ruhe

  39. babsi says:

    Ich kann Euch nur raten, „trennt“ Euch von den Alkoholabhängigen. Ihr müsst Sie wirklich fallen lassen. Ein Alkohlabhängiger sieht keine Veranlassung sein Leben zu ändern solange sein Umfeld mitspielt. Solange wie Frau/Mann und alle anderen ihr Leben nach ihm einrichten, wird sich nichts ändern. Alkoholismus ist zwar eine Krankheit, aber eine gegen die man was tun kann. Das passiert aber erst wenn der Kranke die Einsicht hat, das sein Alkoholkonsum nicht in Ordnung ist.
    Kein Angehöriger eines Alkoholikers sollte sich dadurch sein Leben zerstören lassen, oder sich selbst aufopfern. Jeder hat das Recht sich sein Leben so einzurichten das er glücklich ist, und wenn es nicht anders geht, ohne den Trinkenden. Lasst Euch Euer Leben nicht kaputt machen.
    Denkt an Euch, macht dem Leiden ein Ende.
    Babsi, trockene Alkoholikerin

  40. Dau says:

    So einen Haufen Mist habe ich von so einem großem Haufen Hobbypsychologen noch nie gelesen ..


  41. Franziska says:

    Der Artikel ist interessant. Einerseits wird den Angehörigen (vor allem den Ehefrauen) vorgeworfen, dem Alkoholkranken beizustehen und dadurch letztendlich seinen Tod zu bewirken („Dann weiß die Frau auch nichts anderes, als es gegebenenfalls auch bis zum Tod des Ehemannes auszustehen.“). Andererseits wird aber eingestanden, dass das angebliche Mittel der Wahl ebenfalls zum Tod des Alkoholsüchtigen führen kann: „Andere müssen die ganze Palette durchmachen […] erst dann sind sie bereit, vor dem Alkohol zu kapitulieren und eine Therapie anzufangen. Andere schaffen das nie und sterben am Sprit.“

    Wichtig wäre, zu erfahren, wie hoch der Prozentsatz derjenigen ist, die durch das „Fallenlassen“ tatsächlich „aufwachen“, bei denen also der Tiefpunkt einen Wendepunkt darstellt. Und wie hoch im Gegensatz dazu der Prozentsatz derjenigen ist, die dieses Fallenlassen ins Verderben, in einen baldigen Tod oder in eine baldige Zukunft als Pflegefall stürzt. Gibt es dazu Statistiken? Außerdem sollte (falls das noch nicht geschieht) analysiert werden, bei welchen Arten von Alkoholikern die Erkenntnis und Einsicht durch Fallenlassen einsetzt und bei welchen diese „Methode“ gänzlich aussichtslos ist. Es könnte beispielsweise bei manchen Menschen eine so stark verankerte genetische Disposition geben (in manchen Kommentaren war ja die Rede davon, dass schon Elternteile/Eltern alkoholkrank waren und eins der erwachsenen Kinder trotz des abschreckenden Beispiels ebenfalls suchtkrank wurde), dass auch jeglicher Tiefpunkt sie nicht aufrütteln und aus ihrer Sucht herausholen kann. Für diese müssten andere Mittel und Maßnahmen ersonnen werden.

    Es ist für mich erschreckend, dass offenbar nur diese zwei Konzepte existieren: das Zusammenleben mit dem Alkoholkranken (das grundsätzlich als falsche Unterstützung und somit als falsches Verhalten betrachtet wird, weil es den Betroffenen gemäß der herrschenden Überzeugung von seiner Einsicht fernhält) oder das Verstoßen des Alkoholkranken (das als einzig brauchbare Methode und als Hilfe zur Selbsthilfe propagiert wird).

    Natürlich ist das Verstoßen oder Verlassen und das Sich-Distanzieren eine Methode des SELBSTSCHUTZES für Partner/innen und andere Familienangehörige, die am Ende ihrer Kräfte sind. Ja, sie müssen sich selbst nicht weiter und nicht länger kaputt machen. ABER dass Angehörigen, die für ihren alkoholkranken Partner/Verwandten auf der Suche nach einer Unterstützung sind (ohne dass sie ihn fallen lassen wollen), grundsätzlich nur zum Verstoßen geraten wird und jegliches weitere Zusammenleben als FEHLER der Angehörigen dargestellt wird, ist deprimierend.

    Im Artikel wird auch einseitig so getan, als ließen sich alle Angehörigen zu Lügen und Vertuschungen zugunsten des Alkoholkranken hinreißen. Warum sollte das so sein? Man kann zu seinem Angehörigen weiterhin (als Mensch!) stehen, ohne die Situation seiner Alkoholsucht zu beschönigen oder vor anderen geheim zu halten. Man kann ihn die Folge seines Handelns spüren lassen, ohne ihn jedoch vor die Tür zu setzen (sofern er nicht, wie eine Leserin weiter oben schreibt, gewalttätig wird). Ansonsten ihn möglichst in seinem alkoholisierten Zustand wenig beachten (sich auch keinesfalls durch dummes, aggressives oder auch wehleidiges Geschwätz der alkoholisierten Person provozieren oder zu Vorwürfen hinreißen lassen), dafür die Person in ihrem nüchternen Zustand bestärken und wichtig nehmen. Ja, ich weiß, das ist natürlich KEIN Patentrezept dafür, dass der Betroffene zur Einsicht kommt und Hilfe sucht oder dass der Betroffene schließlich den Alkohol bleiben lässt. Nein, ganz sicher nicht. Aber die hier beschriebene Methode des „Fallen Lassens“ und „Verstoßens“ durch Familie, Verwandte, Freunde, Kollegen bringt viele Alkoholkranke eben auch nicht zurück in ein abstinentes, geregeltes Leben, sondern in die Gosse und unter die Brücke. (Aber ich betone noch mal, dass ich großes Verständnis habe für den Selbstschutz, den Angehörige nach vielen Leidensjahren benötigen.)

    Meiner Meinung nach sollte die genetische Forschung im Hinblick auf Alkoholsucht weiter betrieben werden, um prophylaktische Maßnahmen bzw. rechtzeitig einsetzende Medikationen im Jugendlichenalter (wenn sich die Suchtneigung erstmals abzeichnet) zu entwickeln, damit es bei genetisch vorbelasteten Personen erst gar nicht zu einer Alkoholsucht mit all ihren leidvollen Konsequenzen (für den Betroffenen und sein Umfeld) kommen muss. Gesellschaftlich sollte gerade in dörflichen Vereinen (Sportverein! Schützenverein, Musikkapelle usw.) von den erwachsenen Vereinsmitgliedern darauf geachtet werden, den Nachwuchs nicht zum Alkoholkonsum zu sozialisieren. Für manche Jugendliche ist das Bier nach dem Training und der Suff auf Vereinsfeiern nur eine „lustige“ Begleiterscheinung der Geselligkeit (die sie auch wieder unterlassen können), andere dagegen (vielleicht die mit erhöhter genetischer Disposition?) bleiben jedoch am Alkohol kleben…

  42. resiblack says:

    Liebe Alle
    Ich befinde mich ebenfalls in einer Co-Abhängigkeit.
    ich habe diverse Beiträge gelesen…… die mich unendlich traurig stimmen- denn man fühlt sich als Co-Abhängige hilflos, unverstanden, energielos und machtlos.
    Ist die SUCHT tatsächlich STÄRKER als die LIEBE? Eigentlich bin ich der Überzeugung, dass die Liebe alles bewältigt und das Wichtigste ist was an Bedeutung hat.
    Leider ist es trotz aller Liebe nicht möglich, einen Menschen verändern zu können-noch sich seiner Sucht fern zu halten.
    Ich bin seit einem Jahr mit meinem (alkoholsüchtigen) Partner zusammen. Wie beretis in diversen Berichten zu lesen, diese Menschen sind sehr sendibel, hilfsbereit,verantwortungsvoll, vertrauenswürdig, ausserordentlich liebenswürdig und haben so viele gute Seiten!! Die Kehrseite im Alkoholrausch: sie werden unsensibel, egoistisch, respektlos, verantwortungslos, unzuverlässlich und sooo weiter. Leider ist es so- und sehr schwierig zu ändern- wenn überhaupt…..
    Wie gesagt, wenn ein Alkoholiker sein Leben nicht selbst verändern möchte und an sich arbeitet hat er keine Chance! Die Liebe geht daran kaputt und der Co-Abhängige erst recht.
    Ich befinde mich derzeit in einer Situation, die ich nicht bewältigen kann- denn ich rede „an eine Wand“! Ohne Einsicht des Süchtigen- keine Chance für Rettung. d.h.ein definitiver Beziehungskiller ….und Selbstmord auf Rate.
    Will und kann ich damit leben?
    Um mich selber zu schützen und mein Leben selber nicht zu gefährden muss ich wohl die Konsequenzen ziehen !??
    So traurig es auch sein mag- ich kam jetzt an die Grenzen meiner Kräfte und Geduld.
    Meine Liebe alleine schafft es nicht einen Menschen von seiner Sucht abzuhalten- weil er es nicht einsehen möchte und sich nicht helfen lässt- das stimmt mich abgrundtief traurig, enttäuscht und machtlos.
    An alle Betroffenen: viel Kraft und positives Denken- verliert euch selbst nicht !!!!
    LG

  43. Josef says:

    Nun, als Mann kann ich Ralf´s Bericht gut nachvollziehen, wenngleich es bei meiner Frau nicht ganz so schlimm zu sein scheint.

    Wir haben eigentlich alles – unseren Vorstellungen entsprechend – im Leben erreicht. Nach über 40jähriger Ehe: Kinder aus dem Haus, Haus bezahlt, jetzt stehen wir kurz vor der Rente!
    Das Alkoholproblem meiner Partnerin beschäftigt mich weit über 20 Jahre!

    Es ist immer das gleiche: verwaschenes, undeutliches Reden, man kann´s auch „lallen“ nennen, unsicherer, schwankender Gang, aber was ich dann noch schlimmer finde, sind die Lücken im Kurzzeitgedächtnis!
    Fängt irgend etwas an und macht nichts fertig. (Eigentlich harmlos dagegen, wenn sie beim Verlassen eines Raumes vergißt, das Licht auszumachen.)
    Vor dem Fernseher kann man beobachten, wie sie geistesabwesend vor sich hinsinniert, hin und wieder einen unpassenden Kommentar zur Sendung abgibt, bevor sie dann letztlich doch einnickt.
    Mittlerweilen habe ich die Befürchtung, dass sich hier bereits eine Art Demenz einnistet. (Was ich da bei einem 4-wöchigen Probearbeiten in einem Pflegeheim gesehen habe, war einfach schlimm!)

    Das denkbar schlechteste aber geschieht jedesmal nach dem Auffinden der Flaschen: Eine blanke Wut macht sich in mir breit, es beibt nicht nur bei Geschrei, ich raste regelrecht aus. Habe auch schon an Selbstanzeige bei der Polizei gedacht!

    Was habe ich alles schon probiert, angefangen von Literatur über unseren Hausarzt (enttäuschend) zu Psychotherapeuten und Selbsthilfegruppe Al-Anon: AUSSICHTSLOS!!
    Auch das ich selbst seit 2 Jahren die alkoholischen Getränke fast gänzlich meide, zeigt bei ihr keine Wirkung.
    Die Kinder: Wir müssen uns mal zusammensetzen… Das war´s dann schon!
    Der Freundeskreis: Sauft sie immer noch???

    Offenbar bleibt mir auch nur die Möglichkeit, „…bis dass der Tod uns scheidet!“

    Dennoch will ich jetzt noch auf o.g. Bericht von Franziska eingehen, wo sie schreibt, dass Vereine starken Einfluss auf das Alkohoverhalten bei Jugendlichen haben können.

    Beispielweise haben wir in unserem Schwimmverein damals vor gut 25 Jahren das Rauchen aufgegeben (war überhaupt nicht schlimm!) und mittlerweilen ist nach dem Training im Vereinslokal die Tendenz zu alkoholfreien Getränken deutlich erkennbar.
    Die Ergebnisse im Sport (bei uns mittlerweilen über 60-jährigen!) können sich sehen lassen! Ich glaube, dies dürfte Anreiz sein.

    Ähnliches habe ich auch in meinem früheren Musikverein erfahren können. Viele junge MusikerInnen wurden hier aufgrund der musikalischen Leistungsanforderung vom Alkohol abgehalten, spätestens von den älteren Musikern zur Zurückhaltung ermahnt.

    Letztlich will ich damit sagen, dass es durchaus Ansatzpunkte gibt.
    Nur fürchte ich, dass in meinem Fall es doch keine Lösung gibt.

    Irgendwie deprimierend…
    Josef

  44. Melanie says:

    Es wirklich eine furchbare Situation, wenn man hilflos mit ansehen muss, wie sich ein geliebter Mensch selbst kaputt macht. Mein Ex-Freund, mit dem ich ca. 8 Jahre zusammen war, ist auch alkoholkrank. er hatte schon immer mal Ausraster, die ich aber nie auf den Alkohol zurückgeführt habe. Er hat meiner Ansicht nach weniger Alkohol getrunken, also viele „normale“ Menschen, die mehrmals wöchentlich Alkohol trinken. Mit der Zeit wurde er, wenn er zu viel getrunken hatte, immer aggressiver und hat dann meistens mich oder seine Mutter beschimpft. Also meistens die jenigen, die ihm am nächsten standen und die ihn sehr gern hatten. zum Schluss ist er in eine eigene Wohnung gezogen, weil ich ihm gesagt habe, dass er nicht mehr bei mir bleiben kann, da mich sein Benehmen selbst fertig gemacht hat. Das konnte er nicht verstehen und gab mir dann die Schuld an seinem totalen Absturz in seiner eigenen Wohnung. Ich habe dort hin und wieder besucht, doch er hat sich nicht verändert, sondern ist dort erst recht in schlechte Kreise geraten. Schließlich ist er zur Entgiftung ins Krankenhaus und hat danach eine mehrmonatige Therapie gemacht, die er vor ca. 4 Monaten beendet hat. Seitdem hat er wieder versucht Kontakt mit mir aufzunehmen. Ich wollte uns zuerst auch wieder eine Chance geben, habe aber schnell gemerkt, dass die ganzen Verletzungen der letzten Jahren nicht einfach so weg sind. Ich muss mich jetzt erst mal um mich kümmern. Seit dem terrorisiert er mich und benimmt sich schlimmer als vorher. Ich denke, das für ihn eine Beziehung jetzt auch nicht gut wäre, da er jetzt erst mal schauen muss, dass er im Alltag wieder klar kommt. Vor einigen Tagen habe ich ihn angezeigt, weil er mich wieder beschimpft und bedroht hat. leider sehe ich keine andere Möglichkeit, da ich denke, wenn er jetzt wieder keine Konsequenzen deswegen bekommen wird, wird er immer weiter mein Leben kaputt machen. ich habe in der letzten Zeit, als er nicht da war, so viel Selbstbewusstsein und Mut wieder erlangt, dass ich mir das nicht mehr von irgendjemandem nehmen lassen will.
    ich hoffe, er kann das einmal verstehen. Er hat auch wirklich sehr gute Seiten an sich und ist auch hilfsbereit, doch mittlerweile glaube ich, dass er die meisten Dinge nicht aus Zuneigung zu mir gemacht hat, sondern aus Berechnung bzw. zu seinem eigenen Nutzen. Das macht mich noch etwas traurig. Andererseits glaube ich, dass ich mit ihm ohne sein miserables Benehmen kaum so lange Zeit zusammen geblieben wäre. Irgendwie konnte ich das immer gar nicht glauben, dass ein Mensch so sein kann, und habe deswegen die ganzen Ausreden und Entschuldigungen akzeptiert. Ich habe viel zu viel auf mich genommen, in dem ich ihm helfen wollte. Leider hab ich auch noch gedacht, das wäre möglich. Naja, irgendwann muss man einfach loslassen.

  45. Fatima63 says:

    Ich habe 2011 meine Ex-Freund kennengelernt und habe ihn wirklich über alles geliebt. Ich wußte er war trockener Alkoholiker, hatte seine Karriere dadurch in den Sand gesetzt, war mit Mitte 40 schon Rentner, es ging ihm aber finanziell gut. Wir haben viel zusammen erlebt, hatten eine fantastische Beziehung, eigentlich nie größere Auseinandersetzungen. Wir gingen zusammen in eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Angehörige, begannen sogar gemeinsam einen Lehrgang für Suchthelfer. Dann kam der Rückfall Mitte Januar 2013. Er hatte mir mal gesagt, falls ihm das mal passieren sollte, solle ich ihn sofort irgendwie in die Klinik bringen, damit er gleich wieder trocken werden könne und einen eventuellen Rückfall aufarbeiten könne. So tat ich denn, wie mir gesagt, obwohl er mich die ganze Zeit auf dem Weg in die Klinik aufs übelste Beschimpfte mich bedrohte, mir den Tod wünschte!!!! Er hatte nur 48 Stunden getrunken. Am nächsten Tag konnte er sich wohl daran erinnern, das er mich arg angegangen ist, eine Entschuldigung blieb aber aus. Er blieb eine Woche in der Klinik, machte eine weitere Woche Tagesklinik, war aber plötzlich ein ganz anderer Mensch, trotzdem er erstmal nicht mehr trank (er nahm Antabus). Genau einen Monat später der zweite Rückfall, diesmal ließ ich ihn 5 Tage saufen, bevor ich ihn gemeinsam mit einem Freund überredete und ihn diesmal unter Heulen und Zähneklappern in die Klinik brachte,er schämte sich so, schon wieder dorthin zu müssen. Diesmal blieb er länger (3 Wochen) machte eine Motivation, wir hatten hinterher ein Gespräch bei einem Therapeuten, zu dem er sagte, er gebe zwar im Suff mir die Schuld, aber das sei natürlich Blödsinn. Ihm wurde eine Therapie empfohlen, kümmern musste er sich schon selber drum. Es geschah nicht dergleichen. Wir hatten einen Pfingsturlaub geplant und gerade den Sommerurlaub gebucht (alles auf meine Kosten wohlgemerkt) als er den dritten Rückfall baute. Diesmal trank er 11 Tage ununterbrochen in rauhen Mengen. Nach ein paar Versuchen, Angeboten, auch von Seiten der Selbsthilfegruppe habe ich aufgegeben. Er ließ sich irgendwann in die Klinik bringen, da war ich nicht da, bin mit den Kindern wenigstens noch ein paar Tage weggefahren, Urlaub hatte er versaut. Er hatte das Absetzen des Antabus präzise geplant und genau gewußt was er da tut. Nach einer Woche Nüchternheit kam nicht die kleinste Entschuldigung, nicht mal der Satz: tut mir leid, brauch aber Zeit, melde mich. Dann erzählte mir auch noch eine Bekannte, er sitzt in der Klinik, ist nüchtern und behauptet, ich hätte Schuld an seinen Rückfällen, da ich genauso sei wie seine Mutter. Da hatte ich Schnauze sowas von gestrichen voll. In meinem ganzen Leben hatte mich ein Mensch noch nie so verarscht wie er. Ich sitze immer noch auf dem finanziellen Schaden alleine. Zahlt er nicht einmal den, werde ich ihn bei der Polizei anzeigen, da er gerade seit Dezember wieder den Führerschein hat und mit Sicherheit wieder alkoholisiert fährt. Das Finanzamt wird sich auch freuen, über den Tipp das er „schwarz“ Miete kassiert. Ich werde es ihm heimzahlen. Bei allem Respekt vor einer Krankheit, aber DAS geht gar nicht.

  46. Sam says:

    Selber trockener Alkoholiker, habe ich in der Suchtselbsthilfe (ambulante Sechs-Wochen-Therapie des AKB Berlin)auch mit dem Thema „Co“ zu tun. Was Fatima63 schreibt, entspricht den Rachegelüsten einer enttäuschten Frau. Sie sind z. T. verständlich, aber menschlich nicht akzeptabel. Ich kenne jemanden, der hat dem Berliner Bürgermeister wegen seines Häuschens in der zukünftigen Einflugschneise des BER ernsthaft den Krebs an den Hals gewünscht. Das ist etwa dasselbe Muster: ich werde in meiner Erwartung enttäuscht, also soll der „Schuldige“ auch leiden. Warum hat denn Fatima ihrem Leidensdruck nicht schon längst ein Ende gesetzt, indem sie ausgezogen wäre? Braucht sie diese Vorstellung „ich bin die Gute und er ist der Böse“? Das ist menschlich sehr zweifelhaft.
    Als sich bei mir die Situation zuspitzte – Verkehrsunfall, Kündigung – waren meine „Hilfstruppen“ (Mutter, Freundin, Geschwister, Kinder) sofort zur Stelle und haben mir in meiner Ratlosigkeit und Scham geholfen. Natürlich, trocken werden musste ich selber, aber diese Solidarität und Unterstützung hat mir sehr gut getan und mich in meinem Entschluss, mit dem Alkohol augfzuhören, maßgeblich bestärkt, auch wenn es nicht beim ersten Mal geklappt hat. Ich brauchte diese Empathie. Andere brauchen die harte Variante, also dass sich die Angehörigen und Freunde abwenden, ehe sie begreifen, wie es um sie steht (und viele begreifen es nie). Ich will damit nur sagen, dass jeder Fall anders liegt und wir uns vor allgemeingültigen Hinweisen hüten sollten. In der Medizin wird zunehmend nach individualisierten Behandlungskonzepten verfahren, das wird auch die Zukunft bei Suchterkrankungen sein. Im Moment fehlen dafür allerdings noch die ausgebildeten Fachleute und Einrichtungen. Ich habe meine Krankheit mit Hilfe von Fachleuten – nämlich trockenen Alkoholikern – in den Griff bekommen. Nicht der weiße Kittel ist entscheidend, sondern die Kenntnis der Erkrankung.
    Und für einen Begleiter des Süchtigen ist es genauso schwer, den Schritt in eine Selbsthilfegruppe zu tun, wie für den Betroffenen selbst; ganz abgesehen davon, dass es noch viel zu wenig Angehörigengruppen gibt.
    Aber persönliche Rachsucht ist,liebe Fatima, bestimmt der schlechteste Weg. Werde aktiv und beende dieses unwürdige Zusammensein, ohne nachzuharken.

  47. Klaus Dombrowsky says:

    Was ist aber wenn mann wie bei mir die Ehefrau fallen lässt uns weiss sie wird nicht auf eignen Beinen stehen können und man dann zu hören bekommt:“ Ihr Frau hat es nicht überlebt“. Kann mann mit denn schuldgefühlen so einfach leben? Ich nicht.

  48. Issy says:

    Meine Mutter war eine hochgradige Alkoholikerin. Mit 16 habe ich meinen Vater angebettelt sie zu verlassen. Nein, das wollte er nicht. Er war grad mal 36. Das kann ich nicht, war seine Antwort. Wir haben doch 4 Pflegekinder. 4 Pflegekinder, die von meiner Mutter körperlich und auch seelisch misshandelt wurden. Mein Vater war so eine Memme und hat mit verschlossenen Augen zugeguckt. Meine Mutter und ihr Alkoholismus waren in unserer Siedlung bekannt wie ein bunter Hund. Er kam schleichend dieser Alkoholismus. Mit Bier hat es angefangen, sie wurde immer fetter, danach war es Wein und als ihre Sucht dadurch nicht mehr zu stillen war, hat sie angefangen billigen Fusel vom Aldi zu trinken, am liebsten Korn, weil der ja mächtig reinhaute und man musste nicht 2-3 Pullen davin trinken. Mein Vater dieser Idiot ist jetzt 67 und ist immer noch mit diesem Luder verheiratet. In der Zwischenzeit hat sie diverse Unfälle gehabt( sehr viele Kopfverletzungen, weil wenn sie besoffen ist, umfällt wie ein Baum) 3 x ist sie dem Tod von der Schüppe gesprungen. Das Leben ist an meinem Vater vorbeigezogen. Er ist unglücklich, meine Mutter hat ihren Körper so missbraucht, dass sie nun pflegebedürftig ist. Er hat meisstens schlechte Laune und ist sehr negativ mit seinen Mitmenschen. Es ist richtig, man sollte einen Alkoholiker gleich verlassen und nicht die ganze Familie mit in den Grund ziehen. Ich selber bin 47 und leide an Depressionen, ich glaube, dass ich einfach zuviel durchgemacht habe. Meine Mutter hat unser Leben ruiniert. Ich hasse sie dafür.

  49. Andrea says:

    Am Allerschlimmsten ist, zu begreifen, wie sehr die Kinder darunter leiden müssen. Es bricht mir das Herz.Die einzige Person, die diese grausame Situation beenden könnte, wäre ich.Und ich bin nicht fähig dazu.Ich hab mein Leben lang alles,und zwangsläufig allein (Mann war mit Alk-Konsum beschäftigt),für meine Kinder gemacht.Ich habe immer gesagt,ich liebe meine Kinder,sie stehen an erster Stelle.Doch mich endgültig zu ihrem Wohl von ihrem Vater zu trennen schaff ich nicht.Mein Verstand sagt mir,es gibt keinen anderen Weg.Aber ich bin ein Gefühlsmensch und schaffs nicht,nicht mal für meine Kinder.Es ist mir unerklärlich warum nicht. Hab mir heute einen Termin beim Sozialpsychatrischen Dienst geben lassen.Hoffe, dort kann mir geholfen werden.Meine Situation:
    Beziehung seit 20 Jahren mit extremen Alkoholiker, 2 Töchter.Ganze Palette durch:Seine Arbeit,wenn er denn mal eine hatte, hat er nie durchgehalten,Wutausbrüche,demolierte Wohnung(war aber mir gegenüber nie handgreiflich)Führerscheinverlust,Lügen,Betrug.Er trinkt seit fast 30 Jahren. Fast täglich,nie heimlich, große Mengen,hauptsächlich Wein und Schnaps.Verwunderlich, dass er trotzdem noch keine so gravierenden gesundheitliche Schäden hat(jedenfalls nicht körperlich).Hat mich 2000 betrogen und daraus entstand sein Sohn,um den er sich nie kümmerte.Seit letzten Jahr betrügt er mich wieder,was ich erst im Dez 12 erfahren habe,da er es wunderbar verbergen konnte.Am 21.12.12 hat er mich für seine „Neue“ verlassen.Seitdem pendelt er alle 3 Wochen hin und her. Gestern wars wieder soweit.Zum 7. Mal!Als ich von Arbeit kam, war er weg.Wieder ohne Vorwahrnung,einfach verschwunden,nicht erreichbar.Hat alle seine Sachen mitgenommen.Der Mann demütigt mich,belügt und betrügt mich.Ich bin so verletzt.Ja, mit mir kann er es machen.Mit einer Frau, mit der er 20 Jahre zusammen ist,die so viel für ihn gemacht hat, immer für ihn da war ihn liebt.Der Dank dafür ist nicht,dass er stolz auf mich ist,mich respektiert,er froh ist so eine Frau zu haben.Nein, wer so dumm ist, das für ihn zu machen, hats nicht anders verdient als verarscht zu werden.Wie oben erwähnt,hab ich nächste Woche einen Termin bei der Psychologin.Hoff mal,dass ich mit deren Hilfe ihn,wenn er zum 8.Mal zu mir zurück will,erst Mal nicht mehr reinlasse.

  50. Andrea says:

    Ich muss mich nochmal melden.Meine Gedanken kreisen immerzu um meinen Mann.Alkoholismus rechtfertigt nicht alles.Ich habe nichts getan,ihn nicht betrogen,belogen,im Gegenteil nur bedingungslos geliebt,alles für ihn getan.Er hat mich belogen und betrügt mich.Jedesmal,wenn er zu mir zurückkam,war es ihm furchtbar wichtig,dass er seine Bestätigung bekam,dass er der Einzige für mich ist,hatte schreckliche Angst, ich könnte einen Anderen haben.Das wäre für ihn viel schlimmer!Aber anscheinend ist es ihm nicht genug,nur von mir die Bestätigung zu bekommen,er braucht noch eine andere Frau.Er hat anscheinend so wenig Selbstbewusstsein,klar woher auch,keine Arbeit,nichts woraus er sein Selbstbewusstsein sonst stärken könnte.Durch den Alk macht er sich alles zunichte.Einmal hatte er seine Arbeit länger duchgestanden.Da war alles besser. Kaum hat er die Arbeit letztes Jahr verloren,ging er auf die andere Frau ein.Nein,er findet keine Arbeit mehr,solange er keinen Entzug durchsteht.Ich habe ihm gesagt,wie stolz wir alle auf ihn wären,wenn er Entzug macht,als ich merkte,er liebäugelt damit,er wolle Entzug hauptsächlich für Kinder,damit die das nicht durchstehen müssen wie er.Sein Papa ist an Leberzirrhose gestorben.Motivation ist doch gut?Mehr hab ich nicht gemacht,wollt ihn nicht drängen.Doch jetzt wurde ihm die Sache zu heiß?Er ist wieder weg, bei ihr!In meiner Wut hab ich ihm geschrieben,er solle das mit Entzug vergessen.Das würde er sowieso nicht schaffen,er schafft es ja nicht mal zu seiner Familie zu stehen.Ich habe keine Antwort bekommen.Mein Gefühl sagt mir,das war total verkehrt von mir.Aber in solchen Situationen soll man ja nicht auf sein Gefühl hören?

  51. Sonja says:

    rein zufällig bin ich WIEDER auf dieses Forum gestossen. Vor gut einem Jahr, habe ich hier bereits meinen Text hinterlassen und wusste nicht mal mehr davon.

    Bis dato hat sich mein Problem nicht gelöst, ich bin immer noch in der selben Situation wie damals. Mein Freund trinkt, am Wochenende schon morgens. Ob er auch vor der Arbeit trinkt, weiß ich nicht. Die schlimmen Tage werden mehr, die Demütigungen werden gemeiner.

    Vor nicht allzu langer Zeit, ist er mich auch das erste mal körperlich angegangen. Er macht sich vor unseren Freunden lächerlich und ich schäme mich sehr dafür.

    Platzwunden, rausgeschlagene Zähne etc…und am nächsten Tag höre ich nur: Schuld hatte dieses oder jenes – nur nicht ER!

    Damals habe ich in meiner Verzweiflung geschrieben: lass los was dich kaputt macht. Und heute sitze ich hier immernoch – lese mir alles durch und möchte nur weinen, verändert hat sich nichts. Im Gegenteil, MIR geht es nun noch viel schlechter und ich habe nicht den Mut meinen Säufer zu verlassen.

    Er ist merkwürdiger Weise, tatsächlich einer der besten und schlechtesten Menschen die ich kenne. Und ich möchte mittlerweile die gängige Meinung „lass ihn fallen und rette dich selbst“ nicht mehr ausnahmslos unterstützen (ich habs ja selbst nicht fertig gebracht).

    Ich habe nämlich Angst, dass er ohne mich total zu Grunde geht und mit dieser Schuld könnte ich nicht leben.

    Ich habe nach 17 Jahren meinen leiblichen Vater wieder gesehen. Der hat, wie meine Mutter auch, sein Leben lang getrunken. Nun ist er trocken, seit einem Jahr und ich hatte das Gefühl, dass ein komplett anderer Mensch aus ihm geworden ist. Ich mochte es sehr, in seine klaren Augen zu sehen und mir anzuhören, welche Eskapaden er seiner jetzigen Frau zugemutet hat. Seine Frau hat so ziemlich ALLES ertragen und hat ihn niemals, auch nur eine Sekunde daran zweifeln lassen, dass ER IHR Mann ist.

    Ich wünsche mir diese Kraft auch, so wie viele hier… Vllt. wird dieser Thread ja weiter geführt und man trifft sich hier nochmals wieder.

  52. Profi says:

    Viele Beiträge sind von viel zu vielen Gefühlen geprägt und sind dadurch unsachlich oder einfach subjektiv.

  53. minnie says:

    Josef(Kommentar 43) hat Recht. Kein Arzt,Therapeut, keine
    Selbsthilfegruppe oder sonstige „Besserwisser“ helfen den An-
    gehörigen von Alkoholikern wirklich. Alles nur bla-bla. Du bist
    auf dich allein gestellt. Viele tendieren auch dazu, den Partner
    zu verlassen.
    Da möchte ich doch mal eine Frage in den Raum stellen!
    Warum sollen eigentlich immer die „Opfer“ die Koffer packen?
    Eine kleine Portion Egoismus tut uns doch ganz gut, wir werden
    oft genug heruntergezogen.
    So richtig übel wird mir,wenn jemand sagt, dass Alkis nicht
    süchtig, sondern krank sind.
    Das gibt es für mich zwei gravierende Unterschiede:
    1. – Eine Krankheit kommt wann sie will, sie fragt nicht erst.
    – Wenn jemand regelmässig Alkohol konsumiert, weiss er
    vorher,dass er in die Abhängigkeit rutschen kann.
    2. – Wenn jemand krank ist, geht er zum Arzt, damit er ihm
    hilft.
    Ein Alki meidet den Arzt, denn der könnte ihm ja was
    sagen, was er nicht hören will.
    Der Gesetzgeber hält sich bei dem Thema Alkohol auch sehr
    bedeckt. Das, was gemacht wird, ist wohl nur so eine Art
    „Gewissensberuhigung“. Dann gibt es da noch die Entzugs-
    kliniken. Ich habe kürzlich gelesen, dass die Rückfallquote
    ca. 82% beträgt. Jedes weitere Wort ist da überflüssig.
    Effektiver und weohl auch kostengünstiger wäre folgendes:
    Angehörige gehen zum Arzt ihres Vertrauens, und dieser könnte
    eine Zwangseinweisung ins KH, zumindest für eine Entgiftung
    veranlassen. Kommz es zum Rückfall, wieder zum Arzt und das
    so lange, bis es Evtl. „klick“ macht.
    Sorry, falls ich jemand mit meinen Gedankenausflügen genervt
    haben sollte, aber das musste mal raus. Wir wohnen in einem
    Dorf und da kann man niemand was erzählen, ohne das es
    10 Minuten später der ganze Ort weiss. Ich habe auch keine
    Ahnung, wie ich es geschafft habe, die Alkoholsucht meines
    Mannes jahrelang geheim zu halten. Aber das hat bei mir
    Spuren hinterlassen. Als ich kürzlich typische Burn-Out-
    Symtome an mir bemerkte, zog ich die „Reissleine“.
    Ich habe für mich eine eigene Strategie entwickelt. Sollte
    das klappen, gebe ich sie hier bekannt.

  54. minnie says:

    Hatte hier einen Kommentar platziert, der aber gelöscht wurde.
    Ist sicher der Zensur zum Opfer gefallen.
    Man darf zu dem Thema Alkohol alles denken, aber nicht alles
    sagen oder schreiben.
    Schade eigentlich…,der Kommentar hätte sicher zu Diskussionen
    angeregt.

  55. susi s. says:

    Ich bin die Freundin eines Alkoholikers der jetzt seit 5 Monaten trocken ist.Er erreichte seinen Tiefpunkt erst nachdem ich ihn verlassen hatte und einige Monate später noch seine Mutter starb.
    Ich habe mich nach der Trennung in das Krankheitsbild Alkoholismuß eingelesen und eine Selbsthilfegruppe besucht.
    Dort habe ich viel gelernt ,auch wie ich mich schützen kann,meine Grenzen halten kann.
    Wir sind wieder zusammen (?)aber in getrennten Wohnungen.
    In der ersten Zeit nach dem Entzug war er sehr aufmerksam und liebevoll zu mir.
    Inzwischen verschwindet er vermutlich gerade in die nächste Sucht (PC onlinespiel)wir sehen uns kaum noch,er findet immer neue Ausredenund wenn wir uns sehen ist ein Laptop oder Tablet immer dabei ,so ist er anwesend und doch nicht da!
    Er hat einige Befindlichkeitsstörungen,der Suchtarzt der Klinik sagt das die meisten wohl im Laufe der Zeit verschwinnden würden.
    Medikamente die er dagegen bekommt ,verursachen wieder neue Probleme (Potenz)
    Es ist ja auch nachvollziehbar das ein Körper der viele Jahre mit Alkohol zugeschüttet wurde sich estmal wieder sortieren muß.
    Mein Freund ist wehleidig und ungeduldig deshalb.
    Es ist also auch nach dem Entzug noch kein Spaziergang das Leben mit einem ,,trockenen,,Alkoholiker.
    Ich überlege gerade wie und ob ich weiter damit umgehen möchte.
    Da sind Gefühle und auch Verständnis für ihn ,aber eine Beziehung sollte aus 2 Menschen bestehen und beide sollten sich wohlfühlen,mir geht es gerade nicht besonders.

  56. nu.el. says:

    ich bin in eine Meinung mit minnie. Ich bin seit 42 Jahren verheiratet. Meine mann trinkt fast 2 Flaschen Wodka am tag und nacht. Er hält 5 bis 6 Tage durch dann wird er krank und jedesmal war das der letzte mal . Dann bittet er mich um Entschuldigung für alles was er gesagt und getan hat ich sollte ihn nie ernst nehmen wenn er betrunken ist sagt er . Es wird immer schlimmer er wird immer lauter und Aggressiver mit seiner Mundwerk und ich versuche ihn immer ruhig zu halten was mich sehr viel nerven kostet. Er selber hat mir gesagt wie hallst du es durch. Er ist für mich ein sehr kranke Mensch ich sage immer er hat seelen krebs , das kann mann leider nicht operieren. Er hat aussehr mir keine menschen weil er alle rausgeekelt hat. Er ist sehr intelligent aber Alkohol ist viel stärker . Er tut mir sehr leid und ich hasse ihn den die psychische druck von ihm ist eigentlich nicht zu ertragen aber keine kann mir helfen . Ich habe mit meine Ärztin gesprochen sie hat mir gesagt ich kann dir nicht helfen . Ich kann ihn nicht verlassen weil ich angst habe was danach kommt , ich habe eine alte Mutter , er droht mir das er sie nicht in ruhe lassen würde , wir haben eine Hund und eine Katze . Ich bin seit Mai in rente, seit dem geht er auch nicht mehr regelmäßig Gassi und wenn er geht, kommt betrunken zurück weil es ihm Spaß macht bevor er nachhause kommt im Auto zu trinken. Damit keinem was passiert fahre ich dann auch mit dem Hund immer Gassi und erledige alles andere, denn wen jemand zu schaden kommen würde ( außer ihm ) das würde ich mir nie verzeihen. Ihn bei Polizei melden ? das kann ich doch nicht machen.
    Ich habe lange zeit, wenn er misch zuviel genervt hatte, in seine Glas pure Wodka rein gekippt (weil er es mit Wasser mischt) , damit er schneller einschläft und ich meine ruhe hatte. Dann habe ich mich mit eine Heiler in Verbindung gesetzt der mich einige Hunderte Euro gekostet hat, er hat mir gesagt ich sollte ihm keine Alkohol nach kippen . Seitdem tue ich es nicht mehr , ich habe alles menschliche versucht aber den Kampf gegen Alkohol werde ich niemals gewinnen. So leid es mir tut ich wünsch so sehr das er schnell wie möglich so krank wird das er nicht so schnell nach hause kommt, denn ich kann nicht mehr und ich habe auch nicht mehr viel zeit . Ich weiß auch keine kann mir helfen . Ich rate jedem der eine Partner hat mit Alkohol Probleme verlasse ihn lauf weg soweit ihr könnt denn es wird sich nix ändern die werden solange weiter machen bis der Alkohol sie verlässt. Meine mann hat leider so gesunde Organe das er mit 64 Jahren immer noch soviel trinken kann ist vielen eine Rätsel. Trotz er die Krankheit Morbus Bestreff hat. Er ist deswegen seit 15 Jahren in Frührente.
    Ich warte an dem Tag, an dem ich meine Freiheit habe. Ob es irgend wann kommt? Wer weiß vielleicht in andere leben.

  57. eine Mutter says:

    Auch ich hatte vor einiger Zeit (01/2013) meine Situation als Mutter einer (trockenen?) Alkoholikerin hier geschildert.
    Meine Tochter (36 J.) ist seit ca. 20 Jahren Alkoholikerin und nimmt seit einigen Jahren zur Unterdrückung der Sucht Medikamente ein, welche nur durch ein Betäubungsmittel – Rezept herausgegeben werden dürfen.
    Wir haben auf meinen Wunsch hin seit einem Jahr nun keinen Kontakt mehr. Ich wollte mich einfach nicht mehr von ihr beleidigen lassen. Sie sagte zuletz zu mir, dass sie mich für jeden Tag, an dem sie keinen Alkohol trinken darf, hasst. Von Einsicht ist bei ihr keine Spur. Sie hat das Alkoholtrinken lediglich durch Tabletten einnehmen ersetzt, sonst nichts. Und alle anderen sind schuld an dem Dilemma… Da ist meine Tochter noch sehr weit entfernt von der Auseinandersetzung mit ihrer Alkoholabhängigkeit.
    Mir geht es inzwischen viel besser. Ich lebe ruhiger und muss mir keine Beleidigungen und Vorwürfe mehr anhören. Außerdem hat mir die Selbsthilfegruppe (Eltern von alkoholkranken Kindern) wirklich gut auf den richtigen Weg geholfen. Auch wir Angehörige und Eltern haben ein Recht, in Würde weiter zu leben. Für mich gibt es jedenfalls kein Zurück mehr. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er mit dem Alkoholiker zusammen bleibt oder ob er sein Heil in der Flucht sucht. Aber keiner sollte – wie weiter oben in einem Beitrag zu lesen ist – andere für Ihre Offenheit mit Hohn abstrafen! Das bringt niemanden weiter!

  58. Eine Verwandte eines Alkoholikers says:

    Was ist wenn der Alkoholiker sein ganzen Leben lang keine Einsicht zeigt, obwohl er alleine ist und schließlich so krank wird, dass er nur noch eine begrenzte Lebenserwartung hat. Wie soll man sich dann von solch einem Menschen distanzieren, da er ja sein Leben gar nicht mehr geregelt bekommt. Die Kinder dieses Alkoholikers meinen nun andauernd sie müssen ihm helfen. Ist dies Co-Alkoholismus oder wie nennt man das?

  59. Tine says:

    Mein Vater ist vor 4 Jahren gestorben an den Folgen des Alkohols. Ich selbst habe noch nie Alkohol angerührt, weil ich generell eine sehr kritische Einstellung allem gegenüber habe und in dem Fall ja auch gesehen habe, was das „Genussmittel“ anrichten kann. Ich bin unendlich froh, dass meine Mutter sich von ihm getrennt hat, als ich 4 Jahre alt war. Nun stehe ich kurz vor dem Abschluss meines Medizinstudiums und mein Freund (2 Jahre zusammen) ist dabei abzurutschen. Er nutzt viele Anlässe (Geburtstage, Konferenzen, mit Kumpels etc) als Aureden zu trinken. Es ist sehr oft und meistens auch sehr viel. Sein Vater ist auch Alkoholiker, seine Mutter 100% Co-Abhängig.

    Ich bezweifle, dass der Alkohol selbst Schuld ist. Es ist vielmehr das nicht-umgehen-können mit eigenen Gefühlen und Unsicherheiten. Und die Angst, allein zu sein, wenn man nicht in der Gesellschaft mittrinkt, denn was denken dann die anderen (bzw. bin ich sogar oft angefeindet worden auf Partys, wenn mir Leute Alkohol andrehen wollten und ich sagte ich trinke nichts).
    Ich empfinde großes Mitleid mit allen Betroffenen und deren Umfeld.

    Als Angehöriger schämt man sich, darüber zu sprechen. Es ist ein Tabu-Thema und ich denke, es würde vielen helfen, wenn sie erführen, dass es Betroffene in ihrem unmittelbaren Umfeld gibt, dass sie nicht allein sind, oder unnormal.
    Eingestehen – auch vor anderen – und sich ehrlich gegenüber sein, dass man nicht perfekt ist, dass man selbst entscheidet, was man tut und was nicht.

    Ich versuche nun, meinem Freund zu helfen, sich selbst zu finden. Er tendiert auch dazu, die Schuld an Dingen, die schief laufen auf äußere Umstände zu schieben. Er ist unsicher im Umgang mit Menschen. Dazu hochintelligent und sehr sensibel. Ich hoffe ich schaffe es, ihn vor einer körperlichen Abhängigkeit zu bewahren und ihn auf „richtige“ Bahnen zu lenken, mit viel Verständnis für seine Sorgen und Unsicherheiten. Er möchte auch selbst etwas tun, sonst würde ich es auch für Sinnlos halten. Wenn ich keine Fortschritte sehe, muss ich mich trennen, auch wenn es mir das Herz zerreißt, denn ich würde gern mein Leben mit ihm verbringen und ich habe noch nie so für jemanden empfunden.

    Es ist immer leicht gesagt, aber an alle, die sich fragen, ob sie in ihrer Co-Abhängigkeit bleiben sollen, weil ihr Partner sonst gänzlich verloren ist: Es ist nur gekaufte Zeit, die ihr dem Abhängigen verschafft, bezahlt mir eurer Gesundheit, euren Nerven, vermutlich auch eurem Geld. Wenn ihr wirklich alles versucht habt (und Vorwürfe bringen übrigens nichts, weil sich der Partner dann noch wertloser fühlt), dann wird sich auch nichts mehr ändern. Er wird vielleicht 10 Jahre länger sein trostloses Leben fristen, als wenn ihr ihn verlasst. Das soll nicht herzlos sein, diejenigen, die es durch den „Tiefpunkt“ nicht schaffen aufzuhören, sind innerlich eh schon tot. Stellt die lebenserhaltenen Maßnahmen ein und versucht euch zu retten. Es ist die Hölle, geht zum Psychologen und holt euch Unterstützung von außen. Das Leben ist ungerecht, aber ihr habt es in der Hand. Mir tun jene sehr leid, die dann erpresst werden (mit der Mutter, dem Haustier, den Kindern etc). Dafür weiß ich auch keinen Rat.

    Und an alle, die Abhängig sind: ihr seid keine Egoisten, sondern verdammt arm dran und ich hoffe ihr findet genug Selbstwertgefühl, das Problem anzugehen. Jeder kann es schaffen, wenn er nur möchte, denkt immer daran, dass es Verschaltungen in eurem Gehirn sind, die euch nun immer zur Flsche greifen lassen. Aber die lassen sich „umprogrammieren“. Ein harter Weg, aber er lohnt sich. Lasst euch vom Hass einiger, die ihr vielleicht verletzt habt nicht abschrecken. Vielleicht habt ihr noch Menschen, die verdammt stolz auf euch sind, wenn ihr es schafft. Diese Menschen glauben jetzt gerade an euch!!! Auch wenn die Wunden schlecht heilen, macht sie nicht noch tiefer! Manche Beziehungen sind verloren, aber wenn ihr es schafft, seid ihr stärker als viele andere und werdet neue Menschen treffen. Und ihr werdet Teil derer sein, die den Alkohol überwunden haben und vielleicht anderen Abhängigen helfen können.

    Ich wünsche allen viel Kraft!!!

  60. Alki says:

    Möchte als Alki hier nur mal etwas richtig stellen, was immer wieder geschrieben wird:

    „Der Alki liebt nur sich und seine Flasche“.

    Das ist leider total falsch. Richtig ist zwar, dass der Alki die Fähigkeit, zu lieben, verloren hat, aber damit auch die Fähigkeit, sich selbt zu lieben. Keine Bevölkerungsgruppe hasst sich so sehr wie die Alkoholiker sich selber.

    Richtig wäre es also, zu sagen:

    „Der Alki liebt niemanden mehr und hasst sich selbst, was (neben vielen anderen Faktoren) es erstmal sehr schwierig macht, aufzuhören.“


  61. janin says:

    Ich hab viele Beiträge gelesen und mir kamen auch Tränen, weil ich mich und meine Mutter wiederfinden kann in euere Texte.Ich bin 17 Jahre habe zwei kleine geschwister der jüngste ist 6 und meine mama trinkt seit dem ich klein bin.Es ist nicht jeden Tag.Es kommt immer wieder.Und mit der zeit wird es immer mehr.Mal eine woche pause oder auch eine woche durchgehend. Unser vater musste ausziehen es gab zu viel streit und er ist immer arbeiten.Er kann uns nicht so wirklich helfen.Wenn meine Mutter trinkt dann auch gleich korn oder wie das heisst.& sie weint die ganze zeit da sie viel druck hat und ubsre Wohnung in nem jahr verlassen muessen da der mieter sir selber brauch und meine Mutter alles abklappert an wohnungen aber nichts findet und angst hat, dass wir in heim kommen.Wenn sie trinkt bemerk ich das sofort und sie streitet es ab.sie versucht trotzdem im haushalt alles in griff zu bekomm bis es dann halt zu viel wird.sue aggresiv ist weil sie überfordert ist mit einen meiner brüder.Oder besoffen draussen ist und wir wissen nicht wo.sie beleidigt ist manchmal aggresiv und wie gesagt weint die ganze zeit.jedes mal verspricht sie danach dass sie es niewieder macht und sie ja angst hat uns zu verlieren.wir stehen schon mit den jugenamt in kontakt und wenn unsre familienhelferin kommt hat sie ein druck dass sie aufhoert damit sie ihr was scheinheiliges vorspielen kann.hier sind wir auch bekannt und es tut mirweh und ich weine sehr viel .da ich keine Person habe wo ich weiss ja es ist jemand da auf den ich mich verlassen kann.mein vater arbeitet aber tut nix.ich hab angst zum jugenamt zu gehen weil unsre mutter auch versucht so viel fuer uns zu tun aber es alle tage wieder ihr zu viel wird.wir sind alles fuer sie es wuerde mir das herz brechen ihr die Kinder wegnehmen zu lassen.ohne uns hat sie nichts.

  62. leloup says:

    ich habe jetzt in 7 jahren den 8. entzug meines freundes mitgemacht, bin ein klassischer co-alkoholiker und habe jetzt endlich durchgesetzt, dass mein freund sich eine eigene wohnung nimmt. er zieht in 2 monaten aus. der mietvertrag ist bereits unterschrieben. trotz allem bin ich emotional am boden. ich liebe ihn immer noch, weil er so ist, wie in vielen beiträgen beschrieben: ein ganz lieber kerl in seinen trockenen phasen und sehr sensibel. trotz der räumlichen trennung habe ich immer noch die hoffnung, dass alles gut wird und dass er mich wirklich liebt. das beschissene am alkohol ist, dass man einem alkoholiker irgendwann nichts mehr glaubt, auch wenn man ihm damit vielleicht unrecht tut. ich finde es extrem schwierig zu unterscheiden, was wirkliche gefühle sind und wann das ausnutzen anfängt. ich hoffe, dass ich mich jetzt stück für stück wieder selbst finden kann. ich kann nach 7 jahren ständigem trinken und ewigen launen und schuldzuweisungen einfach nicht mehr. JETZT BIN ICH ENDLICH WIEDER AN DER REIHE ZU LEBEN!

  63. Nessaja3707 says:

    Hi. Als ich diesen Bericht gelesen habe musste ich nur nicken. Denn wenn wer in den eigenen 4 Wänden einen Alkoholkranken zuhause hat, der kann sich erst dort hinein versetzen.
    Ich lebe (lebte bis gestern) seit Jahren mit meiner Frau, meinen Kindern aus 1. Ehe sowie den Sohn meiner Frau als Patchworkfamilie zusammen.
    Meine Frau hatte immer wieder mal, wenn ich nicht zuhause war einen übern Durst getrunken. Dies hakte ich aber als zufall ab.
    Allerdings nahm es jahr für jahr zu und ich traute mich auch schon fast nichtmehr auf die Arbeit zu gehen, denn ich hatte angst, dass die Kinder alles mitbekommen. Selbst wenn Sie auf der Arbeit war, war sie angetrunken dorthin mit dem Auto unterwegs oder gab sich mehrmals die „Kante“ während der Arbeitszeit, wo Alkohol zugänglich ist.
    Auch fuhr sie stets dann mit dem Auto, obwohl sie schon einmal den Führerschein nach einem Unfall mit Alkohol verloren hatte.
    Zum Thema fallen lassen:
    Viel liest man das man den Partner nicht fallen lassen soll. Nur wer dies alles mitgemacht hat, der hat irgendwann keine Kraft mehr. So wie ich.
    Nachdem sie im „Vollsuff (1 flasche Korn und und und) einen Blumentopf nach mir geworfen hat, als ich sie bat, dass sie sich endlich helfen lassen soll, war bei mir Schluss.
    Ich möchte nicht meine Kinder verlieren aufgrund dessen, dass ich meine Frau an den Alkohol schon längst verloren habe. Ich hab sie gebeten mit Ihrer Freundin zu gehen und ihr ein Ultimatum gesetzt, dass ich bis Montag eine Entscheidung haben will, ob sie in den Entzug (mit meiner Unterstützung) gehen will oder nicht. Im letzteren Fall werde ich sie fallen lassen.
    Ich habe viel für meine Frau aufgegeben, habe meine Heimat verlassen und bin über 500 km zu ihr gezogen und sitze nun allein mit meinen Kindern hier.

    Nur irgendwann geht es nicht mehr und irgendwann ist mir eine Last von den Schultern gefallen, dass ich dies jetzt durchgezogen habe. Ich hoffe allerdings, dass sie nun endlich aufwacht und was gegen ihr Problem tut.

  64. Olli says:

    Oh Mann
    Ich stelle fest, dass es doch tatsächlich fast immer das gleiche ist. Mein Vater trinkt schon immer, nur seit den letzten Jahren immer mehr. Nun beginnt er schon morgends nach dem auf stehen. Meine arme Mutter erträgt es einfach nicht mehr und wir Kinder ebenso wenig. Aber all das sieht er nicht ein, sondern beschimpft, beleidigt,lügt, unterstellt einfach alles und jeden. Ich glaube auch schon eine gewisse Demenz zu erkennen. Meine Mom, wie auch wir ,ihre Kinder leiden sehr stark darunter. Meine Mom wäre schon längst von ihm gegangen, aber Ihr mann sorgte damals dafür, dass sie ja nicht arbeiten gehen muss, keinen Führerschein braucht etc., was sie heute natürlich sehr bereut und Ihr Mann es ihr nun auch noch täglich vorwürft. Sie sei nichts wert, zu anspruchsvoll, nervig und vieles vieles mehr. Tagtäglich das gleiche. Selbst nun ,wo meine liebe Mom frisch operiert aus dem Krankenhaus kam, unterstützt er sie in keinster Form, sondern macht sie weiterhin so was von fertig, dass uns allen nur noch der Hass ins Gesicht geschreiben steht. Ich selber wünsche mir doch tatsächlich den Tod meines saufenden Vaters, der unsere ganze Familie zerstört hat. Mitleid kann man mit solchen Menschen nicht haben, denn diese sind nur noch auf sich selber fixiert und richten einfach alles zu Grunde, ohne jegliches Verständniss und Mitgefühl. Die bedauern sich auch noch selber, weil ja alle gegen sie sind, ohne zu merken, dass sie für all das verantwortlich sind. Meine Mutter ist 69 Jahre alt und wurde 40zig Jahre lang von diesem Mann fertig gemacht und eingeschüchtert, dass es Ihrem eigenen Selbstvertrauen extrem geschadet hat. Selbst wir, die erwachs. Kinder stehen dem ganzen völlig machtlos gegenüber. Hätten wir die finanziellen Möglichkeiten, dann würden wir unsere Mutter sofort eine eigene Wohnung besorgen, aber so müssen wir täglich dieses Drama mit ansehen, ohne Hoffnung auf Besserung. Meine Mutter ist ein wirklich liebevoller , einfühlsamer, netter, freundlicher , hilfsbereiter Mensch, die stets alles getan hat, immer fleissig war, selbst jetzt noch, aber bekommt nur noch das von Ihrem Mann, was ganz sicher kein einziger Mensch verdient hat. Ich selber zerbreche langsam aber sicher an diese schlimme Situation und dieser Person, die sich mein Vater nennt und keine Gelegenheit auslässt, andere mit Vergnügen zu beleidigen und diese dann genüsslich leiden zu sehen, ohne je einmal einzusehen, das er alleine das Übel ist.
    Ich kann hier alle verstehen, ja sogar sehr gut, aber leider kann man nicht immer einfach nur gehen, nämlich dann, wenn die Vorraussetzungen dazu einfach nicht gegeben sind.
    An dem Tag, wo sich mein Vater zu Tode säuft oder einfach nicht mehr da ist, an dem Tage und nicht früher kann unsere Familie erst aufatmen, was für meine Mom allerdings dann schon zu spät sein kann.

  65. Dani says:

    Als ich 15 war musste ich unter Druck meines Vaters die Urinproben für meinen drogensüchtigen Bruder abgeben. Ich wurde zum Drogenplatz gefahren um ihn zu suchen. Als ich 18 war habe ich nur noch im Zimmer gegessen aus Angst es würde erneut eskalieren am Tisch wie schon so oft. Ich zog aus und suchte mein eigenes Leben. Ich lernte eine Frau kennen und begann zu vergessen und zu ignorieren. Mit 24 fragte mich mein Vater ob ich bei seinem Unternehmen mitmachen möchte und als Nachfolger eingeschult würde. Dummerweise klang es zu gut um es abzulehnen. Meine Freundin bemerkte allerdings, dass ich mich zum negativen verändern würde und unglücklich sein würde. Ich vertröstete Sie um meinte, dass es sicher vorwärts gehen würde und Sie wie auch ich eben noch etwas Geduld brauchten. Zwei Jahre danach zog sie aus und hatte mich verlassen. Mein Bruder bezog in dieser Zeit Millionen und kam jeden Abend sein Geld abholen. Meine Ermahnungen und Diskussionen mit dem Chef und Vater ergaben nichts, ausser den Worten: Ich solle meine Fresse halten und es würde alles aufgeschrieben sein. Nun sind 20 Jahre um, meine Kündigungen wurden mit leeren Versprechungen vereitelt und meine Bruder welcher 30 Jahre nie gearbeitet hat und sich voll seinen Drogen hingeben konnte, bezog was ich belegen kann min. 1,8 Millionen welche mein Vater voll zu seinen Lasten nahm und somit nichts als Bezug durch meinen Bruder deklarierte. Die Firma steht nun vor Konkurs, ich bin in Therapie, mein Bruder bezieht noch immer und hat nun auch eine IV-Rente, mein Vater ist mittlerweile 74 Jahre alt. Ich hasse die Familie und ich hasse mein Leben in welchem ich nie wieder glücklich wurde.

  66. Susan says:

    …..eigentlich ist in jedem der Berichte hier alles gesagt, und doch fällt einem immer noch etwas ein! Die Thematik ist so interessant wie sie auch traurig ist! Denn auch ich musste einsehen, dass der simple Satz; jeder kann sich nur selbst helfen, leider stimmt!
    Wie auch in den Angehörigen Gruppen bei den AA`s besprochen, kommt man immer wieder an den Punkt; es ist egal ob du durchdrehst, heulst, schreist, liebst, vergiebst, bettelst und was auch immer, es hindert den Trinkenden nicht daran, mit dem Trinken aufzuhören. Es sei denn; ER WILL ES!
    Ich habe mich vor einem halben Jahr von meinem Freund getrennt. Auch wenn zu dem Zeitpunkt das Thema Alkohol für mich zurückgestellt war. Es war im Nachhinein ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren, das mich zu dem Entschluss geführt hat! Und ich habe noch Monate gelitten!!!
    Ich hatte mich noch in Liebe zu ihm getrennt! Ich hatte die ganzen Situationen einfach nicht mehr ertragen!
    Er hat letztendlich auch nicht um unsere Beziehung gekämpft. Ich weiß bis heute nicht, ob er nicht konnte oder wollte. Glaube aber, dass wenn ich es nicht getan hätte, er hätte sich nicht getrennt.
    Ich kannte meinen Freund schon über 25 Jahre. Er war vor mir in einer sehr langen Beziehung, die angeblich eingeschlafen und ohne Gemeinsamkeiten war. Ich war schon lange geschieden.
    Er war immer ein netter, ruhiger Mann, dessen Familie ich kannte, oder meinte zu kennen! Heute weiß ich; seine Mutter trinkt, sein Bruder trinkt und ER auch!
    Er konnte mir das immer nur gut als normal vorspielen, da er sich nie offensichtlich betrank. Ausser auf Feiern. Da wunderte ich mich schon mal, dass „Mann“ so viel trinken kann, ohne dass man es merkt. Heute weiß ich, ein Zeichen von Alkoholgewohnheit!
    Irgendwie wunderte ich mich immer über täglichen Biergenuss. Auch nach Gichtschüben; er möchte doch das Bier in der Woche wenigstens weglassen, wurde nach“ Ja, ja.“, weitergemacht.
    Seine Mutter, die mit ihm im Haus wohnt, hat mir auch Facetten des Trinkens gezeigt, die ich aus meiner Familie nicht kenne. (Warum ICH an einen Alkoholiker geraten bin, versuche ich gerade aufzuarbeiten.)
    Am meisten hat mich die Familie in ihrem Verhalten geschockt! Es wurde weggeguckt und sich schöngeredet, wo es nur ging. Mutter fuhr die Enkel besoffen durch die Gegend, da hieß es; die trinkt doch nur abends??!! Mein Freund wollte ihr auch nie das Auto, welches ER ihr mal gekauft hatte und auch unterhielt, nie wegnehmen, egal wie besoffen sie fuhr! Heute weiß ich, ein Alkoholiker spricht den anderen ja nicht auf seine Probleme an. Da beobachtet schön der eine den anderen in seinem Trinkverhalten!
    Dazu kommt, dass ich heute weiß, er war ja nicht nur selbst Alkoholkrank, er war ja auch Co- Abhängig! Wie wahrscheinlich jeder seiner Geschwister.
    Ob sein Vater auch trank, weiß ich nicht. Er verstarb in unserem ersten Jahr. Der Vater war eher asuch der schwache, wortkarge mann, der gegen seine Frau nicht ankam. Angeblich trank er abends mal 1-2-3 Bier. Bis er krank wurde. Da ja alle in der Familie anscheinend durch IHRE Brille schauten, kann ich die Aussagen nicht wirklich deuten. Ist heute auch egal.
    Wenn es nicht alles so traurig wäre, könnte man lachen!
    Hier alles aufzuzählen, was mindestens zwei Jahre gedauert hat, bis ich eins und eins zusammenzählen konnte, würde hier den Rahmen sprengen.
    Das nun wirklich etwas nicht stimmt, habe ich erst im letzten Jahr entdeckt, als ich nachts bei mir, wir wohnten nicht zusammen, seinen Biervorrat im Bad im Rucksack entdeckte. Es war also nicht nur das Bier vor meiner Nase, es wurde noch mehr getrunken. Ich habe bis heute keine Ahnung, wie lange er das wohl schon machte. Es folgten Gespräche, meist Monologe meinerseits, bis es aber auch öfter im Streit endete. Mir wurde irgendwann an seinem Verhalten klar, es geht nicht mehr darum, ein paar Bier mal weniger zu trinken, er musste GANZ aufhören. Ich brauche hier keinem erzählen, wie oft ich morgens enttäuscht wsr, wieder feststeelen zu müssen, dass er nachts nochmal wohl aufgestanden ist um zu trinken. Oder heimlich Flaschen angetrunken hat und immer schön wieder den Deckel drauf, damit ich denke, die Flasche unter der Spüle ist noch voll.
    Ich habe Flaschenpolonäse auf der Theke im Keller aufgestellt, Neujahr den Biervorrat aus der Wohnung in den Keller gebracht und einen Brief dabei gelegt….nie hat er auch nur ein Wort über meine Aktionen verloren. Whiskyflaschen, die plötzlich leer waren, obwohl sie zwei Jahre voll rumstanden….das war dann wohl seine Mutter….stöhn. Es ist so anstrengend mit einem Alkoholabhängigen zu diskutieren. Ich staune, wie das viele das 10-40 Jahre mitmachen!
    Aber egal wie man es dreht, ICH kann und konnte nichts ändern! Das muss einem aber erst klar werden.
    Es war auch mal ein paar Tage Funkstille. Als wir dann zu einem Gespräch zusammentrafen, stank er wie eine Kneipe. Er wird die Tage mit Probleme wegsaufen verbracht haben. Ergebnis des Gespräches war, er muss erstmal selbst für sich klar werden was da läuft und will das erstmal selbst in den Griff bekommen!Der Klassiker halt!
    Ergebnis was letztendlich, das Trinken wurde für mich nur kultiviert(das Bier trank man aus dem Glas) und die Menge vorgegaukelt. Ein Bier vor meinen Augen, der Rest heimlich!
    Letztendlich kam für mich die Entscheidung mich aus der Alkoholikerfamilie zu lösen war, dass seine Mutter besoffen auf seiner Party auftauchte, andere es sahen und obwohl ich ihm das zweimal sagte, er sie mit SEINEM Auto wieder vom Hof fahren ließ! Ich weiß nicht, ob es erst ein wachwerden gibt, wenn etwas passiert?!
    Zu den Arbeitskollegen kann ich auch nur sagen, sein bester Kumpel und Kollege hatte schon oft eine Fahne bei ihm gerochen! Das habe ich aber erst ein halbes Jahr vor Ende der Beziehung erfahren. Und mir wurde klar, wenn er das gerochen hat, wrden es andere Kollegen, Vorgesetzte etc. in Meetings morgens um 9H auch gerochen haben! Da gehe ich ganz schwer von aus. Und jeder hält schön den Mund! Wie sagte sein Kumpelkollege; er sei zu feige es ihm zu sagen. Super! Ich glaube eher, wenn mein Partner etwas an seinem Trinkverhalten geändert hätte, hätte er ja keinen Saufkumpel für Stadtfeste und Partys gehabt!
    Es ist alles sehr schwierig und es kommen so viele Faktoren zusammen, die ein Trinkverhalten decken, begünstigen und unterstützen.
    Das Wichtigste ist einfach, nicht nur zu entgiften, sondern eine Therapie zu machen und Gruppen langfristig zu besuchen! Vorallem sich selbst reflektieren und ergründen, warum trinke ich! Was hat das Trinken in meiner Familie mit mir gemacht? Aber so lange der Alkoholkranke das nicht in Angriff nimmt und erkennt, dass er das tun sollte, ist der Angehörige machtlos!
    Jeder muss seine eigene Grenze finden, meine war erreicht!!!
    Die rosarote Brille habe ich auch nicht gefunden.
    Ausserdem geht auch ohne mich alles weiter….nur mit einer neuen Partnerin. Die mit Muttchen zum Essen zusammengeführt wird….bis auch diese merkt, dass Mutter nicht nüchtern ist und der Partner die halbe Nacht auf dem Sofa sitzt und lieber Bier trinkt, als mit ins Bett zu kommen!

    Es ist schlimm, was die Sucht mit allen Beteiligten macht!

  67. Stephanie says:

    Bin ich eine typische Co-Alkoholikerin? Ich weiß es nicht. Hätte er eine Arbeit, würde ich auch lügen. Aber nicht, um ihn zu schützen, sondern unsere Geldeinnahmen.
    Wenn sie einsehen, dass sie Alkoholiker sind, ist das der erste Einsichtsschritt? NEIN!!! Guten Tag, mein Name ist M., ich bin Alkoholiker. Fertig, der andere weiß jetzt, dass er saufen muss. Punkt. So ist es halt.

    Wie oft hört man, dass die Männer sich am anderen Tag entschuldigen. Meiner? NEIN! Nüchtern fällt ihm eine Ausrede ein, warum das so war. Ich war besoffen, hab Sch…. gebaut, Entschuldigung. Hahaha, da würde ihm doch eine Zacke aus der Krone fallen.
    Du hast einen Fleck auf dem Pulli. Antwort: Schau deinen an.
    Du riechst nach Alkohol. Antwort: Und du nach Schweiß.

    Wir wohnen nicht zusammen. Er hat immer bei mir gegessen. Jetzt nimmt er seit Wochen das Essen mit. Ich wette, er isst nicht mehr.

    Wenn ich was sage, wird es ignoriert. Wenn ich aufräume, sauge, Staub wische….. -Haushalt eben- bin ich bescheuert. Mache ich mal nichts, bin ich eine faule S..

    Er erkennt, dass er schwach ist, dass er es in seinem Leben nichts gebracht hat, also muss der andere -also ich- sich noch schlechter fühlen. Es muss immer einen geben, der dümmer ist als er.
    Dann viel die Wand um, steht im Text. Er liest laut: Dann viel die Mauer um. Ich sage, da steht Wand. Für mich ist das eine Mauer, war seine Antwort.
    Aha, jetzt weiß unsere Tochter (10) was sie der Lehrerin sagt, wenn sie falsch liest.
    Vorbild, Vater, Partner. Nö. Er käme ohne mich finanziell nicht aus, wär vielleicht schon nicht mehr. Ich brauche ihn als „Babysitter“ (6 Wochen Sommerferien….).
    Ich mache seine Überweisungen. Aber nicht weil ich ihm helfe, sondern damit er unserer Tochter keine Schulden hinterlässt. Habs geschafft. Alle Schulden sind getilgt. Er solls jetzt selber machen. Antwort: Ich weiß nicht, wie das geht. Und das stimmt sogar, er würde es sich nicht merken können, wie das geht mit dem Onlinebanking. Kurzzeitgedächtsnis ist weg. Also mache ich weiter.
    Wenn man was für einen Alkoholiker macht, ist das nicht, um ihn zu helfen, sondern auch, um sich selbst zu schützen. Sylvester gehen wir z. B. immer von 8 – 10 Uhr essen. Da bleibt er bis dahin nüchtern und es geht. Feiern gehen mit ihm? Nein! Aber um mich nicht zu blamieren, nicht um ihn zu schützen. Mir gefällt der Begriff Co-Abhängige nicht. Co-Leidende wäre besser.

  68. Nana says:

    Ich (22) habe auch Erfahrungen mit einem schweren alkoholiker (33) gemacht.
    Habe ihn bei meiner Geburtstagsparty durch einen bekannten einer Freundin kennengelernt. 1 1/2 Jahre habe ich das jetzt mitgemacht, aber ihn “ fallen zu lassen“ scheint wirklich der einzigste weg zu sein sich selbst zu schützen!
    Leider fällt es nicht leicht standhaft zu bleiben….

  69. Elke says:

    Hallo zuammen. Ich bin eine 54 jährige Frau, mit einem Mann zusammen, der seit ca. 10 Jahren jeden Tag 1 bis 2 Bier trinkt (am Wochenende mehr) und im Moment sind es ca. 5-6 Bier am Abend. Er trinkt nur am Abend. Bis jetzt habe ich das Alles „verkraftet“ und mir auch immer gesagt du musst ihm beistehen und helfen. Aber ich bin jetzt an einem Punkt angelangt wo ich selbst sehr depressiv werde und meinem Sohn (er ist 15) ist schon seit ca. 2 bis 3 Jahren am Morgen immer wieder schlecht, ich weiss nicht ob das von dieser Situation kommt. Man sagt immer ja du willst nicht in die Schule gehen, aber langsam habe ich das Gefühl, dass dies doch von dieser „Situation“ kommt. Wenn es dann meinem Sohn und mir schadet ist es auch nicht gerade gut und ich bin am überlegen ob ich noch einmal mit meinem Mann rede, und ob ich etwas ändern kann, und ich denke natürlich auch über eine Trennung nach. Es ist echt zum „Kotzen“

  70. Brigitta says:

    Hallo, ich bin 46 und die Tochter eines Alkoholikers.
    Meine Mutter starb mit 48 Jahren an Brustkrebs oder meiner Ansicht nach an gebrochenm Herzen. Mein Vater hat sich mit 55 Jahren im Suff erschlagen. Ich habe zwei ca. 10-jährige Beziehungen mir Alkoholikern hinter mir.
    Ich versuche meinen drei Töchtern bei dem Aufbau ihres Lebens beizustehen, denn die hatten nicht nur unter der Alkoholkrankheit meiner Partner sonder auch unter meiner Co-Abhängigkeit zu leiden.
    Ich lebe jetzt seit 9 Jahren alleine und Traue noch immer keinem Mann über den weg, obwohl ich gerene wieder eine Partnerschaft hätte.
    Gibt es im Waldviertel in NÖ eine Co-Abhängigkeit-Selbsthilfegruppe?

  71. Emma says:

    Hallo, ich bin 55 Jahre und wahrscheinlich auch Co abhängig.
    Mein Mann hat 20 Jahre jeden Tag 2 bis 3 Bier abends getrunken.(Heimlich bestimmt mehr)
    Ich merkte, dass er sich verändert. Z.B keine Lust auf irgendwelch Ausflüge, gnazig. wenig Interesse am Familienleben. Ich wusste aber nicht, dass er ein Problem mit Alkohol haben könnte. Die Probleme fingen September 2012 erst richtig an. Er hatte monatelang im Internet Frauen angebaggert. Ich stellte Ihn zur Rede. Er ist mir bald zusammengebrochen. Wir haben uns ausgesprochen Damit war für mich alles wieder in Ordnung. (Ein Fehler). Zwei Monate später erwischte ich Ihn wieder, dass er im Internet wieder Frauen Komplimente machte und anbaggerte. Ich sagte zu Ihm dass jetzt Schluss ist und ich auch sein Trinkverhalten nicht mehr tolleriere. Wir haben uns schon öfter über sein Trinkverhalten gestritten. Er sagte, er wird mir nicht mehr weh tun. Durch sein Wehleidig sein und winseln, wusste ich, mit Ihm stimmt etwas nicht. Wir haben uns wieder ausgesprochen und ich sagte Ihm dass er zuviel trinke. Ich lenkte wieder ein, weil meine Kinder (sind schon erwachsen und ausser Haus) uns auch brauchten. Ich komme aus einer Alkoholfamilie, bin wohl schon als Kind auch Co abhängig gewesen und wollte meinen Kindern ein kaputtes Familienleben ersparen.
    Mein Mann hat sein Profil im Internet gelöscht und ich lenkte wieder ein.
    Dann habe ich entdeckt, dass er schon jahrelang Pornoseiten anschaut. Dann habe ich in sein Handy geguckt, ich hatte dabei ein ungutes Gefühl. Und siehe da, er schrieb eine SMS (dass er sie anrufen wollte und mit Ihr sprechen wollte u.s.w)an eine mir nicht bekannte Frau.die er vor kurzem kennengelernt hatte.(Die SMS hat er im betrunkenem Zustand geschrieben.) Ich beobachtete es zwei Tage, die Frau hat nicht zurückgeschrieben.(Mein Mann dachte, ich konnte mit seim Handy nicht umgehen, deshalb hat er es nicht gelöscht). Jetzt war ich entschlossen mich zu trennen. Ich erzählte es auch meinen Kindern. Da mein Mann merkte, dass jetzt ernst ist, hat er ein Nervenzusammenbruch bekommen. Er war zwei Wochen in der Klinik, und ist seitdem Mai 2013 trocken. Er geht zur Therapie, geht nicht mehr am Computer und auch sonst ist er ein anderer Mensch geworden,so wie ich es mir immer gewünscht habe. Der bittere Nachgeschmack bleibt aber, hat er die Frauen angebaggert weil er trank, oder hat es nichts mit dem Alkohol zu tun. Ich traue mein Mann auch nicht zu fragen, weil ich seelisch dazu noch nicht bereit bin. Und ich weiss nicht ob er mir diese Frage auch ehrlich beantworten wird. Bin jetzt bei einer Phsychologin in Behandlung. Ich hoffe, dass es mir dann besser geht. Ich habe meinen Mann dann doch nicht verlassen, weil er mir jeden Tag zeigt, dass er es mit dem trocken sein ernst meint und er ist für unsere Kinder jederzeit da. Auch zu mir ist er sehr aufmerksam. Aber trotzdem bin ich nicht so glücklich, wie ich es eigentlich sein sollte. Meine Phsychologin sagte, dass das anbaggern nicht unbedingt mit dem Alkohol zu tun haben muss. Aber ich muss erstmal meine nicht so schöne Kindheit aufarbeiten. Vielleicht kann mir ja jemand schreiben, der so ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

  72. cari says:

    Hallo,
    auch ich bin eine Co-Abhängige. Das war ich schon als Kind bei meinen Eltern. Meine Mama trank „nur“ Bier, das schon morgens, mein Papa meistens an Wochenenden. Stolz war ich aber als meine Mama mit knapp 50 von alleine Trocken wurde und das 20 Jahre lang. Mein Papa, heute 92, trinkt schon lange nicht mehr. Tja, aber dafür mein Mann. Wie viele beschreiben, ein schleichender Prozess. Geht so seit 10 Jahren. Erst dachte ich, das wäre wegen unserer Kinderlosigkeit. Wir haben auch viel darüber gesprochen, das es nicht schön ist und ich es nicht dulden würde, wenn wir ein Kind bekommen sollten, das er trinkt ( er hat auch einen Alkoholkranken Vater ).
    Wir sind dann tatsächlich unverhofft, mit über 40, Eltern geworden. Zur Zeit ist sein Bierkonsum bei ca. 2-3 Liter. Ich muß dazu sagen, das ist nicht seine einzige Sucht…Er kifft auch regelmäßig. Wir arbeiten beide im Medizinischen Bereich und sehen viele(s), nur stuft er sich so natürlich nicht ein. Geht ja geregelt zur Arbeit und ist auch im Haushalt mit am Ball. Er streitet nicht, geht nicht in die Kneipe, betrügt mich nicht,etc….alles seine Reden, so von wegen, was will ich eigentlich von ihm.
    Mal gibt er zu Alkoholkrank zu sein, meistens aber ist er genervt, wenn ich mal wieder was sage. Heute habe ich entdeckt, das er sich scheinbar 2 Flaschen (0,5) mit zur Arbeit genommen hat. Und das macht mich grad total fertig. Sonst war er wenigstens mal 24 Stunden ohne Bier. Vor 2 Jahren war ich auch mal bei einer Beratung, das aussprechen bei einem “ Profi“ tat erst mal gut. Nur skeptisch, auch heute noch, meinte dieser, 5 Flaschen Bier in 3 Tagen, sei noch im Gesunden Bereich. Na ich weiß nicht!! Über eine Trennung denke ich schon lange, viel zu lange, nach und sie macht mir auch Angst. Finanziell gesehen und das mein Kind ohne seinen Vater ist, wohnlich gesehen. Noch merkt er es nicht so. Ich war so 8/9 Jahre alt, als ich begriff das meine Mama soff. Im Moment bin ich innerlich total geblockt, was sage ich, wie sage ich es, sollte ich überhaupt was sagen, ich könnt nur heulen. Ich bin nur froh, das ich viele Freunde habe, die mich seelisch unterstützen. Ich weiß zwar, das man in der “ Ich-Form “ mit dem Partner reden soll, aber auch das hat nicht viel bei meinem Mann bewirkt. Und was hat er mal gesagt: Es ändert sich ja nichts! Aber was sich ändern soll, hat er mir auch nicht geantwortet. Und ihm schmeckt das Bier nun mal. Zur Zeit verhalte ich mich ihm gegenüber wieder sehr reserviert. Nur, er weiß es, kann das ziemlich lange mit machen. Er würde mich nie fragen, was mit mir los ist, weil er es genau weiß, was ich ihm dann sage. Er ist auch so einer der nicht gerne über Probleme redet. Vor allem über das Thema! Ich bin ein Harmoniebedürftiger Mensch und werde daher wieder irgendwann zusammenbrechen und meine Taktik, wenn das eine ist, aufgeben!
    Ich weiß, der einzige Rat ist wohl……einfach gehen!

  73. fixundfertig says:

    hallo , ich würde gerne mich unterhalten mit „die mutter“ kommentar 33
    wer kann mir sagen wie ich kontakt zu ihr bekomme?
    danke

  74. Alleine says:

    hi,
    ich bin neu hier und habe mir alles durchgelesen und es ist sehr schwer zu sehen und zu hören, dass es eigentlich nur eines gibt: zu gehen.
    Wie oft habe ich das gesagt und auch gemacht? Stundenlang bin ich weggelaufen oder weggefahren und doch immer wieder gekommen, wegen einem scheinbar schlechten Gewissen -und er hat nicht mal gemerkt, dass ich weg bin.
    Wenn ich drohe jetzt das Wochenende zu gehen heißt es nur: „Geh doch, ich kann auch nicht mehr, immer hackst du auf mir rum….!“
    Er findet immer einen Grund, der Job, die Familie, die Schulden, er sei Künstler und kann mit der normalen Welt nicht, der Tod seiner Mutter…… immer was neues – ich weiß nur ich habe demnächst wieder einen Nervenzusammenbruch und muss dann wieder in eine Therapie (weil, wohlgemerkt ICH eine Macke habe…)
    und es ist tatsächlich so: Dieser Mann ist meine Große Liebe und ich liebe ihn immer noch, aber ich finde bei diesem Mann nicht mehr statt. Er bemerkt mich gar nicht, wie auch – wenn er gerade mal nicht trinkt (er trinkt ja „nur“ Bier) schläft er.
    Sind 5 Bier täglich, Minimum normal???
    Er braucht nicht mal mehr was zum Essen. Ich koche zwar jeden Tag für ihn, aber das werfe ich dann nach 2 Tagen weg. So, wie ich mich auch wegwerfe.
    Schade. Ich liebe mein Leben – oder mind. das was ich dafür halte.
    Es sind schöne Berichte dabei, aber richtig Mut machen die mir alle nicht.

  75. Alleine says:

    74. Alleine schrieb: Deinem Kommentar muss erst zugestimmt werden.
    04/2014 um 22:32

    hi,
    ich bin neu hier und habe mir alles durchgelesen und es ist sehr schwer zu sehen und zu hören, dass es eigentlich nur eines gibt: zu gehen.
    Wie oft habe ich das gesagt und auch gemacht? Stundenlang bin ich weggelaufen oder weggefahren und doch immer wieder gekommen, wegen einem scheinbar schlechten Gewissen -und er hat nicht mal gemerkt, dass ich weg bin.
    Wenn ich drohe jetzt das Wochenende zu gehen heißt es nur: “Geh doch, ich kann auch nicht mehr, immer hackst du auf mir rum….!”
    Er findet immer einen Grund, der Job, die Familie, die Schulden, er sei Künstler und kann mit der normalen Welt nicht, der Tod seiner Mutter…… immer was neues – ich weiß nur ich habe demnächst wieder einen Nervenzusammenbruch und muss dann wieder in eine Therapie (weil, wohlgemerkt ICH eine Macke habe…)
    und es ist tatsächlich so: Dieser Mann ist meine Große Liebe und ich liebe ihn immer noch, aber ich finde bei diesem Mann nicht mehr statt. Er bemerkt mich gar nicht, wie auch – wenn er gerade mal nicht trinkt (er trinkt ja “nur” Bier) schläft er.
    Sind 5 Bier täglich, Minimum normal???
    Er braucht nicht mal mehr was zum Essen. Ich koche zwar jeden Tag für ihn, aber das werfe ich dann nach 2 Tagen weg. So, wie ich mich auch wegwerfe.
    Schade. Ich liebe mein Leben – oder mind. das was ich dafür halte.
    Es sind schöne Berichte dabei, aber richtig Mut machen die mir alle nicht.

  76. Alleine says:

    … ich habe noch eine Frage: Macht es Sinn, wenn ich das Problem meines Mannes mit unserem Hausarzt bespreche – ohne das Beisein meines Mannes? Hat jemand Erfahrungen damit?
    Danke – ich wünsche allen – halbwegs – schöne Ostertage

  77. Maggie says:

    Ich habe viele Berichte gelesen, die mir gezeigt haben, dass ich nicht die Einzige in einer solchen Situation bin. Es tut unendlich gut zu wissen und ist doch gleichzeitig so traurig, dass sich die Geschichten so sehr ähneln und es so viele davon gibt.

    Mit meinem Freund, mit dem ich jetzt 4 Jahre zusammen war, habe ich schon so ziemlich alles durchlebt, was in einer Alkohol- und Drogenkarriere möglich ist. Angefangen damit, dass er sich unter fadenscheinigen Ausreden immer wieder Geld von mir „geliehen“ hat, über Zeiten in denen er tagelang keinen meiner Anrufe beantwortet hat, weil er zu „stoned“ war, bis hin zu Blutungen aufgrund von Speiseröhrenkrampfadern und der niederschmetternden Diagnose Leberzirrhose.

    All das war für mich kein Grund, diesen für mich so liebenswürdigen und sensiblen Mann zu verlassen. Auch dass sich seine Eltern und Geschwister schon vor vielen Jahren von ihm abgewandt haben, war für mich in keiner Weise verständlich. Ich konnte nicht begreifen, wie man einen Menschen, den man liebt, einfach im Stich und seinem Schicksal überlassen kann.

    Nein, ich war mir ganz sicher, dass ich in ihm die Liebe meines Lebens gefunden habe und wollte nichts sehnlicher als eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Allerdings wollte ich diese Zukunft nicht mit einem Alkoholiker und Junkie. Schon aus dem Grund, weil ich Kinder habe. Das habe ich ihm auch gesagt und er hat sich dafür entschieden, eine Entgiftung mit anschliessender Therapie zu machen. Auch während dieser schwierigen Zeit habe ich immer zu ihm gehalten und war mir ganz sicher, dass alles gut geht.

    Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Er war nach Ende der Therapie für etwa ein Jahr clean und trocken. Dann wurde er mal mit diesem und mal mit jenem nicht fertig, kam mit irgendetwas nicht klar, fand nicht sofort eine passende Arbeit und suchte den Ausweg wieder im Alkohol und/oder Tabletten.

    Dadurch dass wir nicht zusammen wohnen (da war ich wegen der Kinder sehr vorsichtig) dauerte es wahrscheinlich etwas länger, bis ich das ganze Ausmass realisiert hatte. Es fing langsam an – unbeantwortete Anrufe, unbezahlte Rechnungen und nie reichte das Geld (wofür es immer irgendeine Erklärung gab). Zuerst hielt es sich noch in Grenzen und wahrscheinlich wollte ich es auch nicht wahrhaben, aber die Anzeichen wurden immer eindeutiger: Termine, die nicht eingehalten wurden, keinerlei Motivation etwas zu tun, ständig war er krank, weil ihm schlecht war und er so zitterte, tagelang war er nur im Bett. Und je mehr Schulden er plötzlich bei anderen Personen zu bezahlen hatte und dafür Geld von mir brauchte, desto misstrauischer wurde ich. Ausserdem waren ja wieder alle Anzeichen der Sucht vorhanden, so wie vor der Therapie. Er wurde mir gegenüber aggressiv und sehr verletzend, wenn ich Fragen stellte, unterstellte mir ihn nicht zu lieben und niemals geliebt zu haben, wenn ich seine Schulden nicht bezahlen wollte und fühlte sich von harmlosen Fragen kontrolliert und bevormundet.

    Irgendwann hat er mir dann doch gestanden, wieder Alkohol und Tabletten zu konsumieren, aber er würde das alles wieder in den Griff bekommen, wenn ich ihm noch einmal helfen würde, seine Schulden zu bezahlen, denn dann könnte er wieder bei null anfangen und wieder auf die Beine kommen.
    So ging das über 6 Monate lang. Jeden Monat brauchte er Geld von mir, immer mehr und immer mehr – ohne Rücksicht darauf, dass auch ich keinen Goldesel besitze. Immer mit dem Satz „Wenn Du mich liebst … und dann schaffe ich es wieder, mein Leben in den Griff zu bekommen … mach es noch einmal, für uns“.

    Ich habe sehr viel und sehr lange mitgemacht – aus Liebe – aber nun war ich an dem Punkt, darüber nachzudenken, wie denn unser gemeinsames Leben aussehen soll. Immer wieder Lügen und Verletzungen im Rausch-Zustand und danach die Entschuldigungen, dass das doch nur unter Einfluss von Alkohol und Drogen passiert ist und nie wieder vorkommt. Immer mehr meines Geldes wissentlich in seine Sucht zu investieren. Ich habe versucht, ihm das klar zu machen, worauf er mit übelsten Beleidigungen und Beschimpfungen mir gegenüber reagiert und mir erklärt hat, würde ich ihn verlassen, wäre nur ICH schuld daran, wenn er jetzt elendiglich zugrunde geht – ich würde ihn umbringen.

    Das war der Moment, in dem ich mich aus der Schusslinie ziehen musste, auch für meine Kinder. Denn dieses unberechenbare, das ich über so lange Zeit ertragen habe, hatte mich an den Rand meiner psychischen Kräfte gebracht. Und meine Kinder haben das nicht verdient. Zum Glück mussten sie das alles nicht hautnah miterleben, weil ich intelligent genug war, mich nicht zu schnell auf eine gemeinsame Wohnung einzulassen.

    Abschliessend möchte ich noch sagen: Ich habe für unsere gemeinsame Zukunft gekämpft, viel gegeben, getröstet, ermutigt und ertragen. Und, Ja – Ich liebe ihn immer noch, werde ihn auch für immer lieben, aber auch ich bin jemand, dem sein eigenes Leben etwas wert sein sollte – und zwar mehr, als sich zum Spielball der Launen eines (übrigens sehr intelligenten) Süchtigen zu machen, der sich absichtlich und wider besseren Wissens zum wiederholten Male in die Abhängigkeit von Alkohol und Drogen begeben hat.

    PS: Ich konnte diese Entscheidung erst treffen, nachdem ich mich sehr lange und intensiv mit den Themen Sucht und Co-Abhänigkeit beschäftigt hatte. Und ich wünsche Euch allen, die für Euch richtige Entscheidung zu finden.

  78. Maggie says:

    Ich habe viele Berichte gelesen, die mir gezeigt haben, dass ich nicht die Einzige in einer solchen Situation bin. Es tut unendlich gut zu wissen und ist doch gleichzeitig so traurig, dass sich die Geschichten so sehr ähneln und es so viele davon gibt.

    Mit meinem Freund, mit dem ich jetzt 4 Jahre zusammen war, habe ich schon so ziemlich alles durchgemacht, was in einer Alkohol- und Drogenkarriere möglich ist. Angefangen damit, dass er sich unter fadenscheinigen Ausreden immer wieder Geld von mir „geliehen“ hat, über Zeiten in denen er tagelang keinen meiner Anrufe beantwortet hat, weil er zu „stoned“ war, bis hin zu Blutungen aufgrund von Speiseröhrenkrampfadern und der niederschmetternden Diagnose Leberzirrhose.

    All das war für mich kein Grund, diesen für mich so liebenswürdigen und sensiblen Mann zu verlassen. Auch dass sich seine Eltern und Geschwister schon vor vielen Jahren von ihm abgewandt haben, war für mich in keiner Weise verständlich. Ich konnte nicht begreifen, wie man einen Menschen, den man liebt, einfach im Stich und seinem Schicksal überlassen kann.

    Nein, ich war mir ganz sicher, dass ich in ihm die Liebe meines Lebens gefunden habe und wollte nichts sehnlicher als eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Allerdings wollte ich diese Zukunft nicht mit einem Alkoholiker und Junkie. Schon aus dem Grund, weil ich Kinder habe. Das habe ich ihm auch gesagt und er hat sich dafür entschieden, eine Entgiftung mit anschliessender Therapie zu machen. Auch während dieser schwierigen Zeit habe ich immer zu ihm gehalten und war mir ganz sicher, dass alles gut geht.

    Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Er war nach Ende der Therapie für etwa ein Jahr clean und trocken. Dann wurde er mal mit diesem und mal mit jenem nicht fertig, kam mit irgendetwas nicht klar, fand nicht sofort eine passende Arbeit und suchte den Ausweg wieder im Alkohol und/oder Tabletten.

    Dadurch dass wir nicht zusammen wohnen (da war ich wegen der Kinder sehr vorsichtig) dauerte es wahrscheinlich etwas länger, bis ich das ganze Ausmass realisiert hatte. Es fing langsam an – unbeantwortete Anrufe, unbezahlte Rechnungen und nie reichte das Geld (wofür es immer irgendeine Erklärung gab). Zuerst hielt es sich noch in Grenzen und wahrscheinlich wollte ich es auch nicht wahrhaben, aber die Anzeichen wurden immer eindeutiger: Termine, die nicht eingehalten wurden, keinerlei Motivation etwas zu tun, ständig war er krank, weil ihm schlecht war und er so zitterte, tageweise lang er nur im Bett. Und je mehr Schulden er plötzlich bei anderen Personen zu bezahlen hatte und dafür Geld von mir brauchte, desto misstrauischer wurde ich. Ausserdem waren ja wieder alle Anzeichen der Sucht vorhanden, so wie vor der Therapie. Er wurde mir gegenüber aggressiv und sehr verletzend, wenn ich Fragen stellte, unterstellte mir ihn nicht zu lieben und niemals geliebt zu haben, wenn ich seine Schulden nicht bezahlen wollte und fühlte sich von harmlosen Fragen kontrolliert und bevormundet.

    Irgendwann hat er mir dann doch gestanden, wieder Alkohol und Tabletten zu konsumieren, aber er würde das alles wieder in den Griff bekommen, wenn ich ihm noch einmal helfen würde, seine Schulden zu bezahlen, denn dann könnte er wieder bei null anfangen und wieder auf die Beine kommen.
    So ging das über 6 Monate lang. Jeden Monat brauchte er Geld von mir, immer mehr und immer mehr – ohne Rücksicht darauf, dass auch ich keinen Goldesel besitze. Immer mit dem Satz „Wenn Du mich liebst … und dann schaffe ich es wieder, mein Leben in den Griff zu bekommen … mach es noch einmal, für uns“.

    Ich habe sehr viel und sehr lange mitgemacht – aus Liebe – aber nun war ich an dem Punkt, darüber nachzudenken, wie denn unser gemeinsames Leben aussehen soll. Immer wieder Lügen und Verletzungen im Rausch-Zustand und danach jedesmale die Entschuldigungen, dass das doch nur unter Einfluss von Alkohol und Drogen passiert ist und nie wieder vorkommt. Immer mehr meines Geldes wissentlich in seine Sucht zu investieren. Ich habe versucht, ihm das klar zu machen, worauf er mit übelsten Beleidigungen und Beschimpfungen mir gegenüber reagiert hat und mir erklärt hat, würde ich ihn verlassen, wäre nur ICH schuld daran, wenn er elendiglich zugrunde geht – ich würde ihn umbringen.

    Das war der Moment, in dem ich mich aus der Schusslinie ziehen musste, auch für meine Kinder. Denn dieses unberechenbare, das ich über so lange Zeit ertragen habe, brachte mich zwischenzeitlich an den Rand meiner psychischen Kräfte. Und meine Kinder haben das nicht verdient. Zum Glück mussten sie das alles nicht hautnah miterleben, weil ich intelligent genug war, mich nicht zu schnell auf eine gemeinsame Wohnung einzulassen.

    Abschliessend möchte ich noch sagen: Ich habe für unsere gemeinsame Zukunft gekämpft, viel gegeben, getröstet, ermutigt und ertragen. Und, Ja – Ich liebe ihn immer noch, werde ihn auch für immer lieben, aber auch ich bin jemand, dem sein eigenes Leben etwas wert sein sollte – und zwar mehr, als sich zum Spielball der Launen eines (wirklich sehr intelligenten) Süchtigen zu machen, der sich absichtlich und wider besseren Wissens und trotz allen gesundheitlichen Problemen zum wiederholten Male in die Abhängigkeit von Alkohol und Drogen begeben hat.

    PS: Ich konnte diese Entscheidung erst treffen, nachdem ich mich sehr lange und intensiv mit den Themen Sucht und Co-Abhänigkeit auseinandergesetzt hatte. Und ich wünsche Euch allen, die für Euch richtige Entscheidung zu treffen.

  79. Alleine says:

    hi,
    wenn ich das alles lese – es endet leider immer in einer Trennung, da der Alkohol – bzw. die Sucht stärker ist als alles. Ich möchte das Alles (noch??) nicht wahrhaben.
    Gibt es keine Chance?
    Es macht mich unendlich traurig.
    und…. nein es ist kein Hass, wie oben jemand schreibt es ist diese unendliche Machtlosigkeit gegen – irgendwas Abstraktes – es ist nicht der Alkohol, der schuld ist, auch nicht der Partner, schon gleich gar nicht man selber – es die unendliche Traurigkeit zu sehen, wie sich jemand vernichtet und damit alle seine sozialen Bindungen.
    Ich gehe z.B. mit meinem Mann nirgendswo hin, da ich immer nur der Fahrer bin und warten muss bis er den Kragen voll hat, ihn alle verarscht haben und mich bemitleiden. Das brauch ich nicht mehr – also gehen wir gar nirgends mehr wo hin.
    Denn es gibt immer einen Grund zu trinken, sei es das Wetter ob gut oder schlecht, der Job, die Nachbarn, die Ehe und und und.
    Ich wünsche allen viel Kraft und die Hoffnung, dass alles bitte bald vorbei ist!
    LG Alleine

  80. Eva says:

    Ich bin 52 seit 16 Jahren mit meinem Mann zusammen seit 8 Jahren mit ihm verheiratet.Als ich ihn kennenlernte dachte ich, ja das ist er der Mann mit dem du alt werden willst.Und wie das so ist wenn man frisch verliebt ist man will viele Dinge nicht sehen.
    Zu Anfang habe ich mir immer gesagt 2,3 oder auch 4 Bierchen am abend ist ja nicht so schlimm.Die Erkenntnis das mein Mann Alkohol abhängig ist kam erst viel später.
    Wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt als er arbeitslos war(nicht durch seine Schuld).Da fing er dann richtig an zu saufen.10 Bier am Tag minimum.Und wenn ich dann von der Arbeit nach Hause kam schwankte er schon durch den Garten.
    Das war kurz vor unserer Hochzeit.Ich war kurz davor alles abzusagen.Aber ich habe es nicht getan aus Schamgefühl.
    Er bekam dann einen neuen Job und ich dachte ,jetzt wird wieder alles gut.
    Ich kann nur sagen von allein wird überhaupt nichts gut.
    Ich habe wirklich alle Phasen der Co-Abhaengigkeit durchgemacht.
    Angefangen mit Kontrollen, endlosen Monologen über Androhung von Scheidung usw.Es hat alles nichts gebracht.Heute bin auf dem Stand das ich persönlich gar nichts mehr für ihn tun kann.Ich muss warten bis er seinen persönlichen Tiefpunkt hat und einsieht das er ein großes Problem hat.Und niemand kann sagen wann das sein wird.Er hat grosse gesundheitliche Probleme.Angefangen mit Bluthochdruck,Zittern,Schweissausbrueche und Hautproblemen.Er schleppt sich von einem Tag zum anderen und er leidet.Und ich habe grosse Angst das irgendwann alle Hilfe zu spät kommt.
    Und ich leide auch.Es tut mir unheimlich weh mit ansehen zu müssen wie er immer mehr abbaut.Und ich kann einfach nichts tun als abzuwarten.Ich moechte ihn nicht aufgeben er ist kein schlechter Mensch.Er geht arbeiten er hilft im Haushalt er kümmert sich um meine Kinder und um die Enkel.
    Ich habe akzeptiert das er krank ist.
    Und ich persönlich versuche mein Leben zu leben.
    Und wenn er sagt er braucht Hilfe dann bin ich da.


  81. edwards love says:

    Hallo,
    Meine Schwester ist bestimmt schon 15 Jahre Alkohol abhängig. Seit unsere Mutter vor 5 Jahren starb ist es nur noch die Hölle!!!! Jedes Wochenende fängt sie wieder an, und Montag will sie wieder aufhören. Das klappt nicht immer, dann braucht sie Tabletten . Sie trinkt und nimmt die Medikamente gleichzeitig dann ist sie wie im Drogenrausch! Wir haben schon soviel versucht, sind jetzt am Ende da wir nicht mehr weiterwissen. Sie gibt uns die Schuld dafür. Denn wir haben Familie und sie ist ganz allein, wir würden sie im Stich lassen ( bin täglich bei ihr). Für sie ist es aber zu wenig.

  82. Samantha says:

    Hallo,

    der Artikel spricht genau dass an, wie es ist. Da ist es wohl vollkommen egal, ob es sich um eine Frau oder einem Mann handelt.
    Nächstes Jahr feier ich mein 30jähriges Jubiläum clean zu sein. Alkohol ist nicht mein Ding. Ich habe aber einen Freund, der ist Alkoholiker. Das wußte ich schon vorher, bevor wir nun zusammen sind. Er war auch schon auf Alkoholtherapie, bevor wir uns kennen gelernt haben.
    Seit dem wir zusammen sind, ist er mehrmals schon zur Entgiftung gewesen. Hat nach einer Weile immer wieder angefangen zu trinken. Er ist seitdem meist immer nur noch auf Alkoholentzug, ich merke wirklich, dass er nicht trinken will. Wie aber soll das gehen. Er entgiftet in der Klinik, er wird entlassen. Auf einen Therapieplatz dauert es, gibt es zu wenig. Ist das nun eine Ausrede oder nicht? Ich habe mir und ihm ein Ultimatum gesetzt. Er weiß, dass ich gehen werde, wenn sein Leben nur auf Alkohol bestehen bleiben wird. Ich unterstütze nicht sein Alkoholkonsum, aber werde ihn in all anderem unterstützen.
    Sollte er sich doch nur für seinem Freund Alkohol entscheiden und sich nicht am Ultimatum halten,werde ich ihn verlassen. Denn ich werde mich nicht für sein Alkohol entscheiden, sondern für das Leben.
    Man bleibt für zeit seines Lebens abhängig. Aber man kann entweder trocken oder clean leben. Und dies kann man auch gemeinsam tun. Jeden Tag aufs neue muss man sich dafür entscheiden.

    Bei meinem Partner muss er sich selbst entscheiden, wofür. Ich habe recht viel Geduld. Aber was ich nicht mache, ist, für ihn Lügen, das zu vertuschen usw. Ihm dafür Geld zu geben, für sein Alkoholkonsum.
    Dazu gibt es ein Spruch: Man kann scheitern, aber man muss es probiert haben.

    Ich habe recht viel Geduld mit meinem Partner. Aber eines Tages, wenn es auch mein Leben anfängt zu zerstören, werde ich ihn verlassen. Und dies weiß er. Und das ist dann auch der richtige Weg. Für mich wäre es eine falsche Liebe, wenn ich sein Alkoholkonsum zeitlebens unterstütze.
    Samantha

  83. Anja says:

    Ich bin 38, und mit meinem Mann 14 Jahre verheiratet. Wir haben 4 Kinder. Seit 2010 schlafe ich im Wohnzimmer. Die Gründe dafür liegen vorrangig im Trinkverhalten meines Mannes. So oft habe ich versucht, mich von ihm zu trennen. Jedes Mal hat er mir aber „demonstriert“ (emotionaler Druck), was er von einer Trennung hält. Das Perverse ist: Er verlangt, dass ich ins Schlafzimmer ziehe, trinkt aber weiter. Er hört erst auf zu trinken, wenn ich im Schlafzimmer bin. Seit Tagen schlafe ich nicht, habe massive gesundheitliche Probleme.

  84. Kristine says:

    Hallo mein Sohn ist Alkoholiker .Ich hab so fiele Berichte gelesen .Und Eder schreibt Mann müs sie fallen lasen das sie erkennen ihren Zustand .Aber ich liebe mein Sohn so sehr das ich nicht die Kraft dafür habe .Wo soll ich mir Hilfe holen ich merke ich gehe daran kaputt und werde sehr einsam. Ich schäme mich einfach .Das ich als Mutter versagt habe.

  85. Sabi says:

    Ich habe es geschafft mich als Tochter von einem Alkoholiker, einer Co-abhängigen Mutter und später einem spielsüchtigen Ehemann zu trennen.
    Indem ich Menschen und Interessen, Freiezeit /Beruf fand die mein Augenmerk mehr fesselten.(Mir war nicht langweilig)
    Außerdem:
    Es gibt Gruppen für Angehörige von Suchterkrankten auch mit psychologischer Begleitung.

    Ich liebe und lebe immer noch „Gott sei Dank“,!!! Ich liebe das Leben,mehr als einen einzelnen Menschen, ich liebe seit ich denken kann immer schon die Natur und alles Lebendige, vorallem meine Kinder und mich Selber.
    Von Suchterkrankten kann man viel lernen. Wende ich die gleiche Egozentrik, die gleichen Regeln und Gleichgültigkeiten an, mit denen der Suchtkranke andere Menschen und mich behandelt, kann man an der Empörung des Suchterkranken erkennen, dass er sehr wohl weiß um was es geht.Aber leider nur wenn es ihn betrifft.
    Grundsätzliches:
    Ich erlaube es keinem einzelnen Menschen, vorallem nicht „kranken“ Menschen oder denen die sich dafür hhalten, mein Leben zu bestimmen.
    Mir ist bewusst : ich bin auch nur ein Mensch mit Grenzen. Mehr muss auch ich nicht sein.

    Ich war es nicht was immer den Süchtigen angetan wurde und selbst wenn mir ein Vergehen passiert sein sollte, kann sich der Suchterkrankte ja freuen, dass er mich los ist.

    Ich schäme mich meiner nicht mehr.

    Suchterkrankte Terrormenschen haben solange sie dürfen und man sie lässt, das Bedürfniss nach Macht und Kontrolle über alles und jeden.
    In der Hauptsache wollen sie wie kleinste Kinder alles bestimmen, aber ohne die dazugehörige Verantwortung und Konsequenzen tragen zu wollen und offensichtlich auch nicht zu können.
    Wie soll das gehen? Nach dem Suchtkranken wie folgt:Ich entscheide, du bezahlst?

    Als Kind und später Jugendliche (Ende der 70ér Jahre) habe ich wie auch viele meiner Schulkollegen ohne Ende unter diesen ständig bedürftigen, gierigen, zerstörungswütigen und alles verleugneden Eltern gelitten. (ich empfand meine Eltern als Kriegskinder, die den Krieg zu Hause wiederholen und sich gegenseitig bedauern, wie es ihnen ging und was sie trotzdem alles geschafft haben und schaffen)
    Später hat mein Ehemann versucht unsere Familie mit drei Kindern durch seine Spielsucht zu ruinieren.
    Ohne es zu merken,(ich hatte noch nicht den entscheidenden Wissenshintergrund) war ich in die Falle gegangen.

    Immer wieder wird man vom suchterkrankten Menschen stellvertretend (für was auch immer) zum Scheiterhaufen geführt und das Leben spielt sich nur noch, wie ich es nenne, in der Dunkelzone ab.
    Sämtliche Lebensfreude, lebendige Kreativität und Ordnung, Zukunftsperspektiven und vieles vieles mehr, vorallem aber der Glaube an das Gute wird von süchtigen Menschen erhofft, gewünscht, aber in der Hauptsache zerstört.

    Nach meinem heutigen Denken, ist es ihr heimlicher Neid und ihre heimliche Missgunst gegenüber anderen unabhängigeren Menschen, scheinbar besser gestellten Menschen, Menschen die ihrer Meinung nach mehr Glück im Leben hatten, Menschen die bessere Eltern hatte, … usw.
    Ihre anschließende Scham über diese eigenen negativen Gefühle und Gedanken lässt sie sich dann wieder selber schlecht und minderwertig fühlen. Um sich so nicht fühlen zu müssen schmeißen sie sich selber, andere Menschen und Möglichkeiten weg. Ihr Teufelskreis, nicht meiner!!!!

    Ich habe lange (fast zu lange) gebraucht, um das Offensichtliche für mich auch heute noch Unfassbare Verhalten suchtkranker Menschen zu begreifen und zu verlassen.

    Suchtkranke Menschen machen sich ihr eigenes Leben und versuchsweise auch das Leben anderer Menschen zur Hölle auf Erden, gleichzeitig erleichtern sie sich das Ganze, indem sie immer wieder Verantwortung, Schuld und Scham, vornehmlich an andere Ursachen oder Opfer übergeben.
    Mein Leben bleibt nur so eine Hölle, wenn ich an diesen Menschen festhalte.

    Sie lassen sich (was ich ganz wiederlich finde, immer wieder gerne von anderen Menschen für ihr Leid welches ihnen angetan wurde bedauern, ohne zu merken wie viel Leid sie selber und ihre Helfer ständig anderen antun).
    Ja sie glauben sogar, dass sie als die besonderen Menschen, selbstverständlich als einzigste das Recht haben, anderen weh zu tun, oder das Recht haben sich zu rächen, für das Vermeindliche was ihnen mal angetan wurde.(wem nicht?) Seltsamer Weise wollen sie das Erlittenen aber nie bearbeiten um es überwinden zu können. Fakt ist, ein Suchterkrankter ist nicht nur Opfer sondern in der Hauptsache auch aktiver Täter, an sich und anderen.
    Meine Antwort: Finger weg vom Helfen wollen, überlasst die Hilfe den Profies und nix wie weg.!!

  86. dahli says:

    Ich bin grad froh, diese Seite hier gefunden zu haben. Vielleicht kann ich hier auch einfach nur mal schreiben. Wir wohnen nicht zusammen aber nebeneinander und ich bekomme alles mit. Denke er wird sich früher oder später in den Tod trinken. Ich habe Angst davor. Bin schon gut distanziert und lebe mein Leben. Doch mir geht es nicht gut mit der direkten Nachbarschaft. Das schlimmste ist die angst, dass er halt irgenwann tot ist wegen der Sauferei. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich mag auch niemandem mehr davon erzählen. kann auch verstehen, wenn mir gesagt wird „oh, jetzt muss es aber mal gut sein. das geht jetzt schon so lange“. kann auch grad nicht mehr schreiben. ist für mich gerade wie ein Wunder, dass ich überhaupt hier was dazu schreiben kann.

    Liebe Grüsse

  87. Alex says:

    Tragisch was man hier lesen muss.

    Ich lebe in einer glücklcihen Famillie mit 2 super Kindern ( 4 & 9 ) , einer tollen Frau, ein schönes Häuschen,. alles topp auch die jobs von Mamma und Pappa.
    Meine Frau hat einen Bruder. Der säuft seit er vermutlich 14 war. Kiffen, Koks, alles keien Fremden Dinge für ihn. Hat vor 2 Jahren seinenJob verloren, uns hat man was von Burnout erzählt, dann war klar er war Trinker. Er war 3 oder 4 mal auf Entzug, Scheidung kam, Haus war fort, alles wie es oben steht.

    Jetzt hat sich meien Frau seienr angenommen. Seit 2 Wochen wohnt er bei uns im Keller ( Ursprünglich wohnte er etwa 250 Km entfernt ), Sie besorgt ihm Termine bei Ärzten, redet mit den Heimen, macht und tut und rührt, sie kümmert sich auch um einen Therapieplatz. Sogar einen Job im Tierheim hat sie ihm besorgt ( Da radelt er jetzt jeden Morgen hin und kommt Mittags wieder heim ) . Sie will ihm helfen. Alle anderen aus seinem Uumfeld haben ihn längst fallen gelassen- Seine Frau, seine 2 Kinder, seine Eltern.
    Er sagt uns er trinkt nichts mehr. Ich glaub es nicht. Meine Frau meint sie würde es erkennen. Ich denkle er hat über 20 Jahre allen etwas vorgemacht, der kannheimlich trinken- Was habt ihr für Erfahrungen? Ich habe jetzt immer mehr Knatsch mit meiner Frau weil sie der Meinung ist ich bin zuwenig nett zu ihm und er bemüht sich doch so.
    Wenn ich irgendwo anrufen möchte um siene Aussagen zu überprüfen kann ich mir Schimpftriaden anhören.
    Ich hab das soweit im griff, das mit meienr Frau und mir, was ich nicht weis ist, wie sich die Sitauation auf meine Kinder auswirkt und eben auf die Frau.
    Mir ist es unangenehm wenn wir mit den Nachbarn zusammenstehen am Abend und er kommt an mit seinem Kaffe und redet mitallen als sei er immer schon dabei gewesen. Es birgt denk ich eien Gefahr. Ich hab Angst in der NAcht einzuschlafen- Meien Fantasie geht da mit mir durch denk ich. Ich hab nicht gelesen hier, dass Alkoholiker übermäßig agressiv sind. Ich hoff einfach und beobachte.

  88. Katja says:

    Hallo ich möchte auch etwas dazu sagen, DANKE FÜR DIESEN TOLLEN BERICHT!!!! Ich möchte noch viel mehr dazu sagen doch dafür reicht diese Seite wohl kaum aus!!! Bin seit 13 Jahren mit meinen geliebten Mann zusammen seit 4 Jahren ist er trocken doch das war ein 9 Jahre langer harter Kampf das sich wohl kaum ein Mensch der nichts damit am Hut hat, vorstellen kann. Es war sprichwörtlich die HÖLLE!!! ICH habe so ziemlich die ganze Palette durchgemacht….. In diesen 4 Jahren habe ich bzw. Mein Mann 2 rückfälle miterlebt wobei der letzte 2 Jahre her ist. Ich muss wohl ein Leben lang mit der Angst leben. ICH hätte noch so vieles zu sagen und möchte anderen Helfen denn Schritt zu Wagon seinen geliebten Menschen fallen zu lassen für wer in brsseres Leben. Ich möchte MEINE GESCHICHTE gerne veröffendlichen denn ich habe es so satt das die Menschen nur das sehen das sie sehen wollen…Sollte unter euch Lesern ein Verleger dabei sein denn es interessiert meine Geschichte (die Sa o viele andere auch mit machen) zu veröffentlichten bitte bei mir zu melden.
    Danke

  89. Alleine says:

    Danke Sabi und danke Katja,
    ich glaube wir alle haben viel gelitten und zu erzählen…
    auch ich dachte alles wird gut, aber… immer die gleichen Ausreden und Entschuldigungen – es wird sich ie ändern, aber – ich schaffe es nicht – ich hatte mich schon 2 mal aufgegeben und immer dann ist es besser, aber eben nicht lange – es wird so lange gehen bis ich – oder eben er gestorben sind… ich weiß nicht wie lange ich das noch durchhalte, bevor ich für mich mein Leben beende
    oder er sich zu Tode gesoffen hat -es ist ein Wettlauf.
    Das schlimmste ich – ich wollte niemals, dass meine Kiddies über ihn lachen …
    Ich jedenfalls bin ratlos und mal wieder am Ende und ich habe auch keinen Bock mehr mir einreden zu lassen: ICh sei depressiv!! Warum wohl, frage ich

    ..PS: Danke für dieses Portal – hier kann ich wenigstens mal offen und ehrlich sein!

  90. cari says:

    Co-Abhängige die 2.
    Das ist schon recht hart, was Sabi geschrieben hat. Aber irgendwie hat sie recht.
    Mir geht’s immer noch nicht besser. Trotz schon einer richtigen Androhung, das ich nach einer Wohnung Ausschau gehalten habe und mir eine Beratung, zwecks Trennung, gesucht habe. Das zumindest weniger und einmal 2 Tage nichts Trinken, ist schon wieder alles vorbei… Sehe eher, das es jetzt täglich mehr Bier wird und auch entsprechend voll ist er. Sche….Liebe. Könnt ich ihn doch nur Has…, wärs dann leichter?. Jetzt steht erst mal Urlaub vor der Tür. Ganze Familie, also meinen Bruder und Papa. Danach hab ich eine Woche mit meiner Freundin, ohne Männer, Gott sei dank. Da werde ich nochmal versuchen tief in mich zu gehen und schauen, was ich in Zukunft machen will. Oh man, ich werde dieses Jahr 50, habe eigentlich vor, das groß zu feiern…..aber irgendwie weiß ich mittlerweile auch nicht so recht….
    Nochmal danke für das Portal….

  91. eli says:

    Hallo, mein Mann trinkt abends auch heimlich, im Keller. Mittlerweile zwischen 4 und 7 Bier, vielleicht sind es auch mehr. Wenn man ihn darauf anspricht wird er aggressiv und verneint es. Auch nach einem Geburtstag oder wenn wir weg waren, ist der erste Weg in den Keller bevor man die Kinder zu Bett bringt. Da trinkt er dann weiter. Sein Vater war auch jahrelang alkoholabhängig, mittlerweile ist er verstorben. Ich frage ihn immer, ob er so enden wolle, daraufhin sagt er, dass er nicht soviel trinke und er könne damit umgehen. Wir haben ständig Streit, da ich möchte, dass er sich alkoholfreies Bier kauft. Die Kinder kriegen es auch schön mit und sagen dass die keinen anderen Vater kennen, der soviel trinkt.

  92. BerlinCalling says:

    Oh shit wenn ich das alles hier lese wird mir ganz anders.
    Ich bin vor 1 Monat in eine neue WG gezogen und langsam merke ich, dass meine neue Mitbewohnerin jeden Abend min 4 Bier und eine Flasche Wein trinkt und 2 kurze. Allein.
    Sie stolpert und lallt ab 21:00 durch die Küche und sitzt dann 4 Stunden schaukelnd da bis sie sich dann ins Bett schafft. Und am nächsten Morgen tut sie als sei alles in Ordnung. Ihr Freund lacht immer verlegen und bringt am nächsten Tag eine neue Flasche Wein.
    Alle tun so als sei alles in Ordnung! Das wundert mich am meisten!
    Neulich hat sie auserversehen? Tabletten dazugemixt und kam nicht mehr klar. Alles in der Küche war runtergefallen und sie saß auf dem Stuhl mit Nudeln im Schoss (verschüttet) und hat auf den Tisch gestarrt. Das war mir echt zuviel und ich bin einfach gegangen nachdem ich sie die ganze Zeit „bewacht“ habe. Sie tut mir so leid aber sie sieht auch selber nicht Verkehrtes daran! „ja das war jetzt halt einmal so, hätte ich mal nicht die Tabletten genommen hahaha“ Ihr Freund auch „hahaha“.

    Ich war dann hart und hab gesagt „mach was du willst, ich misch mich nicht ein aber ich hab mein eigenes Leben und werd dich nicht jeden Abend babysitten weil ich Angst habe dass du hinfällst“. War das richtig? Zu hart? keine Ahnung Leute ich bin ein bisschen überfordert… sie ist echt nett und bemüht ansonsten… Aber ich finds nicht lustig jeden Abend zu sowas nach Hause zu kommen…

  93. Dein Name says:

    Hi,
    ich bin 45. Mein Vater trinkt seit ich denken kann. Er hat trotzdem immer gearbeitet, sich gut um seine Familie gekümmert. Der Alkohol zerstört ihn, körperlich und seelisch. Er spricht kaum über sich und seine Gefühle, Wünsche und Sorgen. Wenn er getrunken hat, kann er sprechen. Er spricht ohne Punkt und Komma, Vorwürfe, Geschichten von früher, Selbstmitleid, Gemeinheiten gegenüber einzelner „Feindbilder“. Meine Mutter ist bei ihm geblieben. Für ca. 7 Jahre war er trocken nach einem schweren verschuldeten Verkehrsunfall. Er war ein anderer Mensch, er ist intelligent, hat so viel zu geben. Der Alkohol zerstört meinen Vater und das Leben meiner Mutter. Sie sind beide stark. Kämpfen. Mit sich. Mit dem Alkohol. Miteinander.

    Ich liebe meinen Eltern.

    Eine Lösung? Ich sehe zu. Sage nichts. Sehe weg. Weil es keine Lösung gibt. Verschenkte Leben. Es macht mich traurig sie zu sehen. Ich schütze mich mit Rückzug und einer Mauer.
    Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn meine Mutter Konsequenzen gezogen hätte. Konsequent Änderung gefordert hätte. Vielleicht wären sie jetzt beide glücklicher, könnten leben. Vielleicht hat es nichts mit „fallen lassen“ zu tun, sondern mit freier Entscheidung…für beide..
    Mit loslassen…
    Jedes Leben ist anders, jeder Alkoholiker und Co-Alkoholiker hat seine eigene Geschichte. Es gibt nicht „die eine Lösung“.

  94. Silbermond says:

    ich weiss nicht ob ich hier richtig bin ich erzähl mal einwenig von mir
    ich werde 43 jahre und habe es lang nicht gemerkt oder wollte es vielleicht nicht merken oder wahrhaben das mein mann ein alkoholiker ist er hat alle register gezogen von gewald bis fremdgehn und was weiss ich noch alles ich habe in verlassen und nach einer zeit hat er mich voll geweint er müße sterben er hat was bei der bauchspeicheldrüse und ich war so blöd und hatte mittleid mit ihm und bin zu ihm zurück gegangen und schön langsam hab ich gemerkt das es gar nicht stimmt das er etwas bei der bauchspeicheldrüse hat und er trinkt wieder und oft soviel das er mich auf das übelste beschimpft das einzige was er nicht mehr macht ist das er mich nicht mehr schlägt aber sonsyt ist er nach wie vor das größte arschloch wenn er etwas getrunkedn hat ich würde mich gerne mit angehörige austauschen denen es auch so ähnlich geht ich weiss nur nicht wo ich da suchen soll danke schon mal

  95. Ladida says:

    Mir liegt grad win Stein im Magen …

    Mein Man ist wieder abgestürtzt und endlich laut gesagt „ich bin ein Alkoholiker… Ich brauche Hilfe“…
    Ob er sich die holt – weiss ich nicht. Ich habe ihn immer wieder „gerettet“, warum sollte er es.
    Was much interessiert ist: gibt es irgendwo ein Paar Regeln, Ratschläge darüber , wie kann man so ein Versuch unterstützen? Sollte er wirklich was tun um sich helfen zu lassen, gibt es etwas was ich wissen soll um dies zu unterstützen und nicht die Alte Muster zu „eröffnen“? So weit ich verstehe, die Alkoholiker werden „eduziert“ über ihre Krankheit, wie sie trocken vleiben sollen usw. Niemand sagt dass die Partner was lernen sollen, wie wir uns benehmen müssen um nicht die „Zünder“ von alten Gewohnheiten zu werden.
    Man vergisst auch dass wir Partner manchmal keine Kraft und finanzielle Mitteln haben das gemeinsames Jaus zu verlassen – alles zu verlieren usw…
    Ich sehe wirklich kein Ausgang, und ich werde nur ermutigt: verlasse ihn, verlasse ihn… Und dann habe uch nix mehr: das Haus halbbezahlt wird futsch, ich bleib alleine in fremden Land…
    Üble Sache… Besonders wenn man noch den Kranken liebt…

  96. cari says:

    Hallo,
    habe ich, glaube ich, irgendwann hier mal erwähnt, das auch mein Halbbruder Alkoholiker ist. Nu hat es meine Schwägerin geschafft und ihn verlassen….was ich ihr immer geraten hatte. Sie waren über 20 Jahre zusammen. Mein Bruder sieht es erstaunlicher Weise positiv und soll wohl nicht mehr trinken, nur hin und wieder. Da wir nicht in einer Stadt wohnen, kann ich nur sagen: Egal welche Uhrzeit wir telefonieren, er hört sich nüchtern an. Ich hoffe, denn als er zu meinem 50. Geb. hier war, hab ich ihm auch ordentlich den Kopf “ gewaschen“. Er hat sich sogar untersuchen lassen, Labor: Alkoholspiegel nüchtern ( morgens ) 1,8, Leberwerte erhöht, Leber vergrößert. Der Schreck hatte aber noch nicht gereicht. Ein Tag vor meiner Feier, ist er so doll im besoffenen gestürzt: Platzwunde, Hämatom im Gesicht, diverse Prellungen. Er sah aus und lief wie ein alter Mann ( 58 J. ). Tja und als er zurück fuhr, hatte seine Frau ( aber nicht verheiratet ) alles gepackt.
    Gut finde ich, sie steht ihm trotzdem zur Seite. Denn wie es mit dem Haus weitergeht ist noch nicht klar.
    Und noch was positives, ein sehr guter Freund hat es auch begriffen, das er eine Therapie braucht und macht sie für sich und seiner Familie. Denn sie hat ihm auch gedroht, sonst zu verlassen…..

    Tja nur meiner kapiert es immer noch nicht……ohne weiteren Kommentar von mir…..

    Zu BerlinCalling…….zieh am besten aus…..

  97. jutta says:

    Mein Mann ist Alkoholiker und ich hatte ihm am Wochenende darauf angesprochen „das ich damit ein problem habe “ aber er hat sich heimlich Alkohol gekauft und versteckt und am Sonntag wo er eigentlich nicht mehr trinkt hat er die Flasche aus sein versteck geholt und wollte sie gerade auf machen alls ich ihn überraschte und drauf ansprach,aber er zeigt mir immer wieder die kalte Schulter und tut so als ob alles nur Einbildung wäre
    Auch eine Komunikation findet nicht statt da er sich im Recht fühlt,er macht keine Fehler und braucht sich auch angeblich für nichts entschuldigen.Wir haben eine Freundin deren Ehe ist auch durch Alkohol zerstört worden,das ende war sie liess sich scheiden ,aber ich liebe meinen Mann und will nicht hilflos daneben stehen wie er verreckt.Sein Vater wurde nur 51 Jahre alt und starb an TBC,er war auch Trinker.

  98. Mk says:

    Meine Frau ist Alkoholiker, was ich über Jahre nicht war haben wollte. Ich glaube aus dem Grund weil ich selbst gern abends vorm Fernseher meine Biere trinke. Bei meiner Frau ist es so das sie Wein teilweise schon morgens Trinkt und ich auch leere oder volle Flasche überall im Haus finde. Es wird über die Jahre immer schlimmer. Ja und ich brauche auch mein Feierabend Bier. Schon blöd wenn man einerseits was von seiner Frau fordert und selber ein Problem hat. Mir tut nur unsere Tochter leid.

  99. JOJO says:

    Habe mich als Lebensgefährte meiner alkoholkranken Partnerin vollkommen überschätzt. Ich geschieden, sie verheiratet glaubte ich, ein gemeinsames Nest bauen zu können, um einen gemeinsamen Neustart zu machen. Dies war meine Bedingung an einen Umzug der 2 Haushalte aus größere Entfernung. Habe in ihrer bisherigen Wohnung fast schon Verwarlosung festgestellt, ihren Umzug habe ich fast allein vorbereitet. 2 Flaschen Schnaps waren Satz, manchmal auch 3 Flaschen. Dazu endlose Beleidigungen, Dezunzierungen, Lügen und Unterstellungen. Habe das 8 Monate in mich reingefressen und auch versucht, mir Hilfe zu holen. Leider war ich inkonsequent in dem, was ich ihr mehrmals angekündigt habe. Habe den seelischen und psychischen Druck nicht ausgehalten … und der Kessel ist explodiert. Meine Nerven schlugen Kobolz und ich habe ihr durch Schläge sehr weh getan. Jetzt erwartet mich der Staatsanwalt. Bin ausgelaugt und müde, aber mir ist vieles bewußter geworden. Nicht sie hätte ihr Verhalten ändern müssen, sondern ich !

  100. Princess says:

    Ich finde den Artikel einfach nur hilfreich.
    Ich selbst befinde mich gerade in der Situation, dass ich ausziehen musste.
    Nicht, weil ich meinen Partner und Vater meines 2-jährigen Kindes nicht genug lieben würde, eher im Gegenteil: Ich habe den tollsten Menschen der Welt verlassen und es schmerzt sehr, aber ich weiß, nur so kann ich ihm wirklich helfen. Ein halbes Jahr lang habe ich ihm gut zugeredet, habe ihm gesagt, ich werde immer zu ihm stehen und ihm helfen, aber er wollte sich nicht helfen lassen. Jetzt, am 1. Tag an dem ich weg bin hat er sich bereits von seinem Suchtberater Informationsmaterial für eine stationäre Therapie eingeholt. Das weiß ich allerdings nur von anderen, ich selbst habe den Kontakt abgebrochen. Ich weiß, nur weil man sich Infomaterial besorgt, hat man noch längst keine Therapie begonnen, aber es ist wenigstens mal ein Lichtblick, bisher hat er sich nämlich strikt dagegen geweigert.
    Mein Partner hat nie vor mir getrunken. Er tat es immer heimlich, nur einmal hab ich ihn dabei erwischt, mit der Wodkaflasche in der Hand. Ein schrecklicher Anblick! Er behauptet stur seit diesem Tag verweigert er den Alkohol, das ist jetzt über 2 Monate her aber die umgefüllten Flaschen, die vollgekotzten Klamotten , seine gelben Augen, seine Apettitlosigkeit, all das spricht dagegen.
    Er hat mich oder unseren Sohn niemals angegriffen, er ist ein liebevoller Partner und Papa, und mein Sohn und ich vermissen ihn jetzt schon schrecklich. Aber wir werden nicht eher zurückkommen, bevor die Therapie begonnen wurde.
    Der Artikel trifft es also völlig auf den Punkt: Er muss das verlieren, was ihm am Wichtigsten ist.


  101. tinka says:

    Mein Partner oder besser Ehemann (65) ist auch so ein Schauspieler. Ich wusste das er eine Abhängigkeit vom Alkohol hatte und ich willigte nur ein ihn zu heiraten wenn er mit dem Alkohol aufhörte. Und es klappte augenscheinlich auch 16 Jahre lang. Dann fing er an an den Wochenende nur ein „paar Flaschen“ Bier zu trinken – in der Woche ging nicht weil er mit stets einen Kollegen Auto fuhr. Anfangs hatte ich die irrwitzige Idee wenn ich mittrinke kann ich die „Sache“ kontrollieren. Wie gesagt Irrwitzig. Aus Bier wurde Wein, dann Schnaps.Was ich dachte zu bemerken, nur wochenends.Die Abstürze wurden heftiger. Meckern, Vorwürfe alles gegen die Wand. Die Krönung der Session kam aber als er berentet war. Es kommt vor das er eine Woche nüchtern? ist. Dann aber…. Ich habe inkonsequent mit Scheidung gedroht, seiner Schwester alles zu erzählen und seinem Sohn. Alles vergebens. Schulden, Krankheit und eine kleine Rente und meine Feigheit den Einzigen und Richtigen Schritt zu machen TRENNUNG !!!!!!!!!

  102. Anonym 1 says:

    Hallo zusammen,

    Ich muss sagen das manche Beiträge schon hilfreich sind, doch auch andere sehr übertrieben.
    Jetzt mal zu meiner Geschichte.
    Ich bin mit meiner Frau seid 6 Jahren zusammen und seid knapp einem halben Jahr verheiratet.
    Kennengelernt hat sie mich komplett trocken, da ich 2 Jahre gar nichts getrunken habe.
    Dann durch weggehen usw hat man mal wieder angefangen. Und seid dem rutsche ich immer wieder in gleichen Schmarn rein. Das ging nun dann 5 Jahre so. Meine Frau war immer an meiner Seite und half mir immer und immer wieder raus. Es ging ja auch des öfteren so weit das sie Abstand suchte und auszog.
    Ich habe mich dann immer wieder gebessert und kontrolliert getrunken bis gar nicht, bis dann zu dem punkt wo es wieder mal mehr wurde. Selber habe ich es dann irgendwie nie so ganz wahr genommen was sie zu mir gesagt hat. „das es doch schon wieder zu viel ist“ Bis eben zu dem Zeitpunkt bis es zu spät war.
    Und jetzt war es so das ich ein Trinktagebuch geführt habe so das sie sehen kann wann und wieviel ich konsumiert habe. Was dann nur am Wochenende war. ca 3 Bier.
    Haben ja auch gesagt das es zu Hause nichts mehr gibt. Und durch irgendeinen Blödsinn von meiner Seite aus, nach 2 Bier beim essen gehen kommt man Heim und macht sich unbewusst noch eines auf.
    Durch diesen Blödsinn usw habe ich jetzt vielleicht meine geliebte Frau endgültig verloren.
    Man kann es gar nicht in Worte ausdrücken wie diese Sache schmerz. Doch daran ist man ja auch selber schuld wenn ich das mal so sagen darf. Man weiß gar nicht welchen Schmerz man so einem Menschen zufügt bis man dann soweit ist und selber mal Beiträge liest und sich damit auseinander setzt.
    Ich wollte meiner Frau niemals Sorgen, Kummer und Belastung zufügen, dafür ist die Liebe zu ihr viel zu groß und stark.
    Doch diese Einsicht kommt evtl zu spät, so das ich die Konsequenzen daraus tragen muss, so schwer wie es auch fällt.
    Man sitzt da und denkt sich selber wie doof man doch war, und so einen Lieben Menschen zu verletzen. Man erfährt auch selber den Schmerz und Hilflosigkeit wie es die andere Person vermutlich die ganze Zeit über. Aber wenn man sich mal in die Gegenseite reinversetzt dann weis man was sie so alles gemacht und auch geholfen hat. Aber ab und zu ist diese Einsicht manchmal auch zu spät.
    Doch diese Einsicht kommt ja meistens zu spät, egal was man dann sagt.
    Man sitzt da überlegt, weint wieder mal los und denkt sich jedes mal wie besch….. man doch ist, so eine Frau zu verletzten.
    Diese Frau hat mir immer den Halt und die Sicherheit gegeben, die mir über alles hin weg half egal in welcher Lebenslage. Meine Frau ist die beste was man sich nur vorstellen kann.
    Liebe ist stark aber ob sie auch über diesen Zeitraum stark genug ist?
    Ich hoffe ja für unser gemeinsames Glück. Und das wir einen Weg finden unsere Liebe aufrecht zu erhalten.

    Ich hoffe das ich auch anderen dadurch die Augen ein bißchen öffne so das sie nachdenken bevor sie was machen.
    Es reicht ja wenn diese Ehe vielleicht „was ich inständig nicht hoffe“ in die Brüche geht.
    Aber im Gegenzug andere es besser machen und sich dies durch den Kopf gehen lassen.

    Liebe grüße

  103. Silke vs andy says:

    Ich muß nun mal sagen das viele Beiträge schon extrem Fälle sind und nicht unbedingt jeden betreffen sollten.
    Wir haben auch nach mehreren ausrutschen meines verloben nun alles unter Kontrolle. Es hat auch seine zeit gedauert. Versuche gibt es bei manchen mehr und anderen weniger. Diese beitragen hier sind schon manchmal sehr übertrieben. Mein verlobte hat auch oft genug gesagt das er sich ändert mir zu liebe usw. DOCH dann War es nach einiger Zeit wieder so. Bis er schließlich aufgewacht ist und auch zu Gruppen usw gegangen ist. Seid dem passt es auch alles. Und man kann das Vertrauen wieder aufbauen. Doch ich habe uns aus liebe nicht und niemals aufgegeben. Und das sollten auch mehr Leute machen. Da liebe stärker ist als alles andere. Ich sag immer nur der aufgibt hat schon verloren.
    Bitte schaut selber wie ihr euch entscheidet und überstürzt nichts.

  104. Nunheim says:

    Vielen Dank für eure aufschlussreichen Beiträge.
    Ich muss sagen, es blutet mir das Herz, was aus einem Menschen werden kann, wenn er sich mit Alkohol zugrunde richten will. Mein Freund ist ein sehr liebenswerter, höflicher und charmanter Mann. Er hat wirklich alle Vorzüge, die sich eine Frau vorstellen kann. Nur der Alkohol am nachmittags, sein ständiger Begleiter. Verschiedene Umstände der letzten Zeit wurde der Alkoholverzehr immer mehr. Er war vorher auch schon Alkoholiker, so habe ich ihn auch kennengelernt, Hüft-OP, Thrombose im Auge, Magenschleimhautentzündung (musste Notarzt holen). Durch die Einnahme von Medikamenten, wie Betablocker, Blutdrucktabletten etc. kommen jetzt noch Depressionen hinzu, verstärken sich noch im alkoholisierten Zustand, äußern sich wie z.B. sich die Haar komplett abrasieren (er hatte tolle Locken) Selbstmordgedanken, nicht mehr aufstehen wollen, Verletzungen mit dem Schneidemesser.

    Er hat zwar mit dem Rauchen aufgehört, ist im Berufsleben sehr erfolgreich, hat eine zauberhafte Familie , liebe Freunde und auch eine liebevolle Partnerin, die immer zu ihm stehen wird.

    Ich habe schon in meiner Verzweiflung seinen Hausarzt angerufen und gefragt, ob es nicht an seinen Tabletten liegen kann, (im Internet) wegen den Nebenwirkungen, ob er nicht Alternativen aufzeigen kann, dass sich der Zustand wieder verbessert. Wird als nicht so schlimm eingestuft, er könnte sich ja selber in die Klinik einweisen lassen. Ehrlich gesagt-traurig- diese Aussage. Habe mich mit seiner Familie unterhalten, auch dort die Aussage: Es ist nicht so schlimm, er ist ja liebenswert wenn er trinkt, andere hätten auch in Intervallen Depressionen, die wieder vergehen. Außerdem ist er doch liebenswert und tut niemanden etwas. Muss ich ihnen Recht geben. Er war bisher nie bösartig, gewalttätig, dafür ist er wie ein kleines Kind.

    Durch die mangelnde Aufmerksamkeit. Versprechungen die nicht eingehalten, vergessen oder sogar nie gesagt wurden, kritisiere bzw. merke ich an, etwas daran zu ändern oder zu verbessern. Das Wiederum macht ihm zu schaffen und kratzt an seinem Selbstwertgefühl und zieht sich zurück.
    Habe es auch schon bei den anonymen Alkoholiker angerufen, was man machen kann und auch mehrmals probiert einen Termin mit ihm zu vereinbaren, aber leider wird dieser Termin immer wieder verschoben oder anderen Termin vorgeschoben.
    Ich kann ihn verstehen, dadurch würde seine Geselligkeit mit den trinkfesten Freunden entfallen. Aber die ganz lieben Freunde die es gut mit ihm meinen, ziehen sich schon langsam zurück und sind mittlerweile auch ratlos.
    Aber mein Schatz ist krank, ihm fehlt sämtlicher Auftrieb und ich bin auch mit meinem Latein am Ende und leide, weil ich ihm nicht helfen kann.
    Ich habe ihm jetzt ein Ultimatum gestellt, wenn sich die nächste Zeit nichts ändert, werde ich für mich und meinem weiteren Leben die Reisleine ziehen müssen.

  105. Eve says:

    Hallo
    Mein Mann ist Alkoholiker und ich liebe ihn sehr. Das wird ihn wahrscheinlich umbringen, da er bei mir immer die richtigen Knöpfe drücken kann. Ich schaffe es nicht konsequent zu sein. Momentan ist er am 6 Tag Vollsuff und hat mir soeben gedroht mich zu killen, das nehme ich schon nicht mehr ernst. Was ich aber immer wieder ernst nehme ist, seine Drohung sich selbst zu töten. Ich bin schon seit 20 Jahren verheiratet, das Arbeiten hat er vor 15 Jahren eingestellt. Finanziell reicht es, ich verdiene gut, ich hätte aber noch viel mehr aus meinen Talenten machen können, wenn ich nicht ständig mit seiner Sauferei beschäftigt wäre. Ich liebe ihn, aber es zerreisst mir das Herz, wenn ich sehe wie kaputt er sich macht. Ich google den ganzen Tag über Alkoholsucht, bin schon Experte mittlerweile! Ich glaube er hat schon etwas Korsakov. Seien Erinnerungen sind nicht mehr präzise und dann schwafelt er etwas zusammen, ich könnte heulen. Ach ja, an seinem Saufen sind alle schuld nur nicht er, die politische Situation, die Kumpels, irgendjemand der ihn schräg angesehen hat, das Wetter und natürlich ich mit meiner Schreierei! Ich habe mich auch schon an Profis gewandt, aber wir sind nicht vorwärts gekommen, im Grunde sieht er nicht richtig ein, dass vollständig aufhören sollte, andere saufen ja auch! Hilfe!!!

  106. Tamara says:

    Hallo
    ich hab mir alles durchgelesen und das macht mich traurig. Andererseits ist es dennoch hilfreich wenn man erfährt das es viele Menschen gibt die ähnlichen Seelenschmerz erleben,- es tröstet, nicht allein zu sein!
    ..am Ende der Beiträge angekommen bin jetzt wohl ich dran..- meine Geschichte, kurz überschlagen,.. nach fast 12 Jahren Beziehung, 7 Jahre Ehe und einigen tiefgreifenden Erlebnissen, beiderseits, vor aber auch während unserer Bindung muss ich mich, leider wieder in dieser Lebensaufgabe -Losslassen können- üben. wir haben uns sehr geliebt, einige, ich nenns jetzt mal „Schläge des Schicksals“ haben uns auch recht zusammengeschweißt, deshalb tuts denk ich auch so viel weh diesen Verlust vom Wir zu ertragen. Und seit einigen Tagen hat sich das „Ertragen“ müssen auch bei mir körperlich dargestellt im sehr schmerzenden Rücken – Verdacht auf Bandscheibenvorfall. aber nicht nur mein Rücken verschafft mir Ruhe, wenn man das überhaupt als jetzt alleinerziehende Mama mit (noch) 4 Kindern sagen kann, sondern auch mein Glaube und Wissen das ich nicht alleine bin, das alles seinen Sinn hat, gibt mir Kraft an eine positive Zukunft zu glauben. Leider mussten wir das Losslassen, wie gesagt, schon öfter üben. Mein (noch ??) Mann wie auch ich wurden schon in Kindheit und Jugend nicht vor „dem Ernst des Lebens“ verschont, nein leider nicht. Er, Scheidungs- und Heimkind, Freunde und Familie verloren, Alkohol, Drugs, sich selbst verloren..-ich dachte er hätte mit mir leben gelernt-.. Ich, schon im Kiga die ersten einschneidenden Erlebnisse mit Menschen fühlen, Wesen erleben, Tode „überstehen“. Freundin aus Kiga verbrannt, bekannte, liebe Menschen tot. Mein geliebter Vater starb ich war 13, heftige Depression mit 19 . Aber das musste vorher bei uns wohl alles passieren um den Verlust unserer beiden Jungs verkraften zu können. Leider durften wir unseren Sohn nur 11 Monate kennenlernen. später unser Baby welches ich in der 20 Woche geboren hab. Und trotz das wir uns lieben,( hat er bis vor ca 8 Wochen noch gesagt, dann 5 wochen später, nach dieser Zeit der Betäubung mit Alk und Kiffen weis er nicht mehr über seine Gefühle.–.aber wie auch!) wir haben 4 tolle Kinder hier, aber mein Mann gibt alles auf.!! Jetzt ist es also wieder Aufgabe was geliebtes losszulassen.! ich denke es ist wohl auch so weil er leider viele Dinge aus seinem Leben nicht verarbeitet hat und er, durch seinen Schmerz und seine in den letzten 2 Jahren schwierige Psyche, Depression, Stimmen ,dadurch Unzufriedenheit mit sich und dem Leben, versuche sich mit Tabletten zu heilen und weiter die Spirale abwärts passierten Ereignisse, keinen Mut mehr hat (wieder) Leben zu lernen. Stattdessen warf ihn das Ganze wieder in einen Rückfall so wird sich nach einigen schönen und trockenen Jahren wieder mit Alkohol getröstet. Er ist weggegangen! Hat uns allein zurückgelassen.
    Das einschleichen des Alkohols , die immer angespanntere psychische Befindlichkeit und natürlich die dadurch immer
    schwieriger erscheinenden täglichen Aufgaben und Verantwortung, als Papa, Haus bauer, Selbstständiger, ließen ihn wohl glauben keine andere Chance, bzw. keinen Mut mehr haben wieder und weiter zu kämpfen, auch endlich mal die Dinge zu betrachten, als schwierigstes, Hilfe zulassen und zu sich selbst finden und annehmen.
    Nein einfacher ist es sich zu betrinken, alles aufgeben und unser Leben wegwerfen. Vielleicht ist es ja jetzt eine Chance
    für ihn, wenn er irgendwann mal aufwacht und ehrlich zu sich selbst ist, vielleicht. Bis dahin muss ich loslassen und
    unseren Kindern ein tragfähiges Erklärungsmodell liefern..Uns tut das natürlich sehr weh und ist sehr schwer, auch das Ganze zu verstehen- das tun wir nämlich nicht….-ich sag das der Papa krank ist und nicht anders damit umgehen kann, aber das er sie sicherlich sehr lieb hat..Die Kinder sind traurig..Ich hoffe meine Kinder können daran wachsen. und diese Aufgabe gut bestehen..Das ist schon beinahe so wie einen Tod verarbeiten müssen.. Leider bin ich, wie solls auch anders sein, für meinen Mann die Schuldige, weil ich das ständige vor sich selbst weglaufen und hilflose zusehen wie er leidet aber keine echte Hilfe annimmt, und eben wieder trinkt, nicht mehr pack. Zuhause, wo er denk ich vor allem emotional, grade nicht mehr kann wirds dann schwierig alles so ertragen zu sollen. Also flüchten vor allem, nicht mehr denken ,nicht mehr fühlen und dann ist es ja Grund genug alles so zu machen. Leider sieht er keinen anderen Weg und so haben alle verloren!! Möchte jetzt ausziehen und neu anfangen. Da er so verändert ist in seiner Person, vom lieben Mann zum Arsch, ist es schwierig damit umzugehen auch hat er momentan jeglichen Kontakt unterbrochen..alles in allem ein Gefühlschaos. Bricht doch die Basis wie ein Kartenhaus zusammen. Jetzt langsam, Schritt für Schritt bau ich mir wieder alles auf..- ich schaff das! es geht weiter und wird auch wieder schön , ganz bestimmt.
    Wir sind alle nicht allein! und müssen (leider) manche Aufgaben bestehen auf der“ Seelenschule Erde“.. an alle die sich
    verbunden fühlen alles liebe!! viel Kraft und Vertrauen in sich selbst und in eine positive Zukunft!!

  107. Britta says:

    Meine Mutter ist seit über 40 Jahren Alkoholikerin. Ich war lange co-abhängig und werde mein Leben lang daran arbeiten gewisse ‚Vertuschungsverhaltensmuster‘ abzulegen. Ich habe alles gesehen, Blut, Selbstmordversuche, Polizei, Ambulanz, psychisch gestörte Männer die sonst keine Partnerin fanden, Gewalt, Schusswaffen. Ich habe meiner Mutter vergeben, da ich heute weiss warum sie Alkoholikerin wurde (als Kind vergewaltigt und das wurde vertuscht). Ich und meine Schwester haben uns damit abgefunden, dass die wahrscheinliche Todesursache bei unserer Mutter wohl einmal ‚Sturz im Suff‘ sein wird. Ich kann heute auch gut einfach gehen wenn ich sie sturzbetrunken antreffe – ohne Gewissensbisse! Und trotzdem liebe ich sie und sie liebt mich. Gerne würde ich Kinder unterstützen welche so leben müssen – ich könnte ihnen 100% nachfühlen – denn ich fühlte mich als Kind absolut alleingelassen.

  108. Anna says:

    Hallo !
    JA , es ist wirklich ein jammer . . . wenn man mittendrin ist , und den Ausgang nicht findet !
    Sicher das Verlassen , Fallen lassen des Alko. – Partners ist auch nicht die Lösung . So wie in einem obigen Artikel beschrieben .
    Was ist RICHTIG was ist FALSCH ?
    Bin auch seit fast 5 Jahren in einen Bez. mit einem Alkoholiker , der auch Drogen nimmt .
    Am Anfang war es echt schön in der Bez. , es ist erst vor 2 Jahren extrem geworden !
    Geht fremd ( bin für ein paar Monate von ihm weg gewesen) , beschimpft ( echt arge Sachen ) und demütigt unseren Sohn und mich, Gewalt ist auch ein Thema, entschuldigt sich für überhaupt nichts was er macht , . . . .
    Ich kann nicht mehr sagen ob ich weiblich oder männlich bin . . .
    Bin in einem Strudel ; habe jetzt schon Körperliche – Probleme wie : Magen und Speiseröhrenentzündung , eine dauer Erkältung ( seit 10 Monaten ) !
    Bin auch selber aggresiev , unserem Sohn gegenüber . . .
    Gehen oder bleiben ?
    Bleiben oder gehen ?

    Liebe Grüße, und macht das BESTE !

  109. Anna2 says:

    Liebe Anna,

    ich rate Dir zu gehen. Natürlich sind die Fälle von Alkis nicht vergleichbar, aber Du hast keine Schuld! Nimm Dein Leben selbst in die Hand. Es gibt so wundervolle Männer, die sicher auch Dich auf Händen tragen – und wenn nicht, sei stark und mach dein Ding allein! Und denke bitte an Deinen Sohn. Ich weiß wie er leidet!
    Alles Gute und viel Erfolg!
    Anna2

  110. Anna22 says:

    Liebe Anna,

    ich rate Dir zu gehen. Natürlich sind die Fälle von Alkis nicht vergleichbar, aber Du hast keine Schuld! Nimm Dein Leben selbst in die Hand. Es gibt so wundervolle Männer, die sicher auch Dich auf Händen tragen – und wenn nicht, sei stark und mach dein Ding allein! Und denke bitte an Deinen Sohn. Ich weiß wie er leidet!
    Alles Gute und viel Erfolg!
    Anna22

  111. Claudia says:

    Hallo,
    ich bin seit 7 Jahren mit meinem Lebensgefähten Zusammen. Er hat schon mit 12 Alkohol und andere Drogen konsumiert, er hatte mir versprochen mit dem saufen aufzuhören, der Wille war da aber er hat nicht gelernt Hilfe anzunehmen und meint er müsse als Mann alles alleine schaffen. Tja klappt halt nicht.
    Ich habe ihn am Anfang unserer Beziehung ein Jahr Zeit gegeben, er hats nicht geschafft. An dieser Stelle muß man hart sein mit hundert leeren Drohungen wird man nicht mehr ernst genommen.
    Allerdings verschließe ich die Tür nicht ganz, ich habe ihm gesagt wenn er so weit ist Hilfe anzunehmen bin ich für ihn da.
    Das war sein Tief, er hat versucht sich das Leben zu nehmen, ich habe ihn gersde noch rechtzeitig gefunden.
    Nein ich hatte kein schlechtes Gewissen ! Denn ich bin nicht Schuld an seiner Sucht oder seiner Kindheit. Aber dieser Tiefpunkt hat bewirkt das er einen stationären Entzug gemacht hat. Er war jetzt ein paar Jahre trocken und wir hatten eine schöne Zeit.
    Leider hat er wie gesagt die Einstellung probleme alleine lösen zu wollen und davon hat er viele.
    Er hat nie seine Vergangenheit und seine Verluste von freunden und Famielienmitglieder verarbeitet.
    Und seine Art probleme zu lösen war leider diese mit Drogen und Alkohol zu verdrängen antstatt eine teraphie zu machen oder sich wenigstens bei mir mal auzuheulen…halt ein ganzer Mann !!!
    Jetzt hat sich der Alkohol wieder nach und nach eingeschlichen und ich habe wahninnige Angst das mein Einfluß(die Liebe)heute nicht mehr ausreicht ihn zu überzeugen was zu tun.
    Wir stehen wieder an der selben Stelle wie vor 7 Jahren, und es ist jetzt noch schwerer für mich ihn wieder vor die Wahl zu stellen als damals aber es wird auch jetzt wieder konsequent heißen-entweder du hörst auf oder ich gehe-, und ich werde gehen. ich werde aber auch wieder für ihn da sein wenn er soweit ist. Ich werde nicht zuschauen wie er irgendwann wieder depressiv heulend vor seinem Lagerfeuer sitzt, das Bett einnäßt und irgendwann elendich kaputt geht. dafür liebe ich ihn zu doll.
    Claudia

  112. Henry Hamann says:

    Hallo, ich erlebe seit 6 Jahren was Alkohol anrichten kann. Erst wenig und in den letzten 2 Jahren ist es kaum noch auszuhalten. Wir haben 3 kleine Kinder, meinen Job habe ich auch schon verloren, da meine Frau einen “ schlimmen Bandscheibenvorfall“ hatte ( 3,4 Promille ).
    Jeden verdammten Tag hat man Angst davor das man es nicht mehr schafft, an der Situation zerbricht. Aber was soll ich machen? Mich trennen und versuchen alles hinter mir zu lassen?
    Vor kurzen stand abends die Polizei vor der Tür und wollte mich festnehmen. Die haben meine Frau mit fast 4 Promille auf der Straße aufgefunden, und sie hat behauptet ich hätte sie dazu gezwungen auf den Strich zu gehen. In den letzten Tagen habe ich regelmäßig wenn die Kinder dann im bett waren auf die Fresse bekommen. Aber ich kann doch nicht einfach wegrennen habe eine Verantwortung gegenüber meinen Kindern.
    Also werde ich wohl so lange weiter machen bis ich zerbrochen bin.

  113. Frank says:

    Hallo Henry, tue das nicht, dein Leben zu „opfern“, du hast nur das eine. Und ja, du hast eine große Verantwortung deinen Kindern gegenüber! Abgesehen von den täglichen Erlebnissen mit einer alkoholkranken Mutter, viele Kinder von alkoholkranken Eltern haben später selbst ein Alkoholproblem. Das kann man doch nicht wollen. Zuerst braucht deine Frau ein deutliches Zeichen von dir, dass du nicht gewillt bist, diese Drangsalierereien weiter mitzumachen. Um das zu bekräftigen, könntest du, wenn möglich, mit den Kindern mal für ein paar Tage das Haus verlassen und irgendwo unterkommen. Hol dir Hilfe in einer Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle, die es eigentlich in jeder Stadt gibt. Es gibt keine Allheilmittel, aber vielleicht hilft es, deine Frau zum Nachdenken zu bewegen. Auf jeden Fall ist es ein sehr langer Weg in ein eventuell alkoholfreies Leben. Wäre schön, wenn ihr das gemeinsam schafft. Ansonsten ist eine Trennung von deiner Frau wahrscheinlich besser für dich und deine Kinder.

  114. Christl says:

    Hallo,
    Ich weiß mir einfach nicht mehr zu Helfen . Meine Mutter ist Alkoholikerin und streitet dies absolut ab, sie zeigt keinerlei Einsicht, sondern empfindet es für normal fast jeden Tag, eine oder sogar auch mal 2. Flaschen Wein zu trinken . Ihre Standard-antworten auf die Frage, wieso sie wieder trinkt sind z.B : ja du machst mir das Leben schwer ! Oder als Belohnung „ich habe heute so lange gearbeitet “ meine Mutter wird 50 dieses Jahr und ist klein dünn und zierlich, nur ist ihre Bauchhöhle komplett aufgeschwollen und sie weigert sich zum Arzt zu gehen ! Ich habe schon alles versucht habe mit ihr Deals gemacht, dass ich sie in Ruhe lasse wenn ihr Arzt sagt es sei alles ok , aber sie geht nie richtig drauf ein wenn ich Arzt sich nur erwähne . Mir und meinem Bruder ist es schon klar geworden dass sie, sich keineswegs darüber im Klaren ist ,dass sie abhängig ist von Alkohol , er sagt sie müsste sich tot trinken um zu merken dass es zu viel ist , dann wäre es aber zu spät . Ich brauche unbedingt Rat, ich kann als Tochter doch nicht wehrlos zusehen wie meiner Mutter sich zerstört .kann mir jemand , der Ähnliches Mitgemacht hat Tipps geben oder einen Rat geben, was ich tun kann ? Ich bin wirklich verzweifelt .
    Liebe Grüße

  115. Henry Hamann says:

    Hallo und guten Morgen,
    wie immer sitze ich wieder hier und weiß nicht mehr weiter. Wir sind eine Familie mit drei kleinen Kindern und meine Frau ist stark alkoholabhängig. Jetzt liegt sie schon wieder 4 Tage im Wohnzimmer auf dem Sofa und steht nur auf wenn sie zur Tankstelle geht um sich Nachschub zu holen. Sie ist aggresiv wenn sie getrunken hat, was darin gipfelte das sie sich selbst verletzte und dann die Polizei rief, um denen klar zu machen das ich sie geschlagen hätte.
    Das kam natürlich bei der Polizei gut an und sie verwiesen mich- obwohl meine Frau stark betrunken war- für 10 Tage der Wohnung. Ich erklärte der Polizei noch das meine Frau mit drei kleinen Kindern allein ist und ich mir Sorgen mache das es den Kindern nicht gut gehen wird. Sie sagten mir zu das das JA eingeschaltet wird um dies zu konntrollieren.
    Aber nichts geschah, Das alles zeigt mir das ich als CO-Alkoholiker nicht nur gegen meinen Partner ankämpfen muß sondern auch gegen blinde Behörden. Wo soll man denn noch die Kraft hernehmen zu kämpfen?
    Ich erziehe ja unsere Kinder schon zum größten Teil alleine, aber wenn ich zum Jugendamt gehe und nach Möglichkeiten frage wie die Situation zu ändern wäre, heißt es sie werden die Kinder in Obhut nehmen.
    Warum gibt es nicht die Möglichkeit einen Partner einfach Zwangseinweisen zu lassen.
    Ich habe einfach Angst, liebe meine Kinder und möchte sie nicht verlieren.

    MFG

  116. Sindy says:

    Ich habe meinen Vater kurz vor Weihnachten an dem Korsakow Syndrom verloren.Durch seine jahrelange Alkoholsucht. Er lebte die letzten 2 1/2 Jahre im Pflegeheim und ich war seine Btreuerin. Das habe ich nur gemacht weil ich dadurch noch etwas für Ihn tun konnte.Das in den ganzen Jahren in den er getrunken hatte leider nicht möglich war. Er war nicht einsichtig und auch kein Arzt konnte da helfen.Mann kann nur zusehen wie er sich zerstört.Egal was manche sagen, dass man einen Alkoholiker sich selbst überlassen sollte. Man sollte aber man kann nicht egal was passiert er ist mein Vater. Nächste Woche ist die Beerdigung und ich hätte nicht gedacht das ich meinen Vater (55 Jahre) so früh zu Grabe trage. Ich wünsche allen viel Kraft die diese schwere Zeit mit einem nahestehenden Menschen durchmachen. Einen guten Rutsch ins neue Jahr.

  117. Luma says:

    Hallo zusammen,

    Ich verstehe ganz gut, alle erfahrungen die hier geschrieben sind. Ich komme aus eine Süchtige Familie. Mein Kindheit war alles so schrecklich. Meine Mutter war alkoholiker, mein Vater auch, mein Älterste Brüder war Drogensüchtig, mein Andere Bruder war selbstmord wegen den Drogen.

    Ich kann mich erinnere als ich ganz klein war, meine Mutter sehr verrückt und fast nakt auf der Strasse. Ich schammt mich sehr. Sie war eine sehr gute Frau, sehr lieb, echt gut Mutter als sie trocknet war. Aber sie leidet an Depression.

    Mein Vater war auch sehr lieb, sehr gut Mann, Er trunkt immer ein paar (Caipirinhas – Alkohol mit zucker und Zitrone) aber als er ungefähr 45 war, dann hat sein süchtig schlecht geworden, am ende hat er Delir, zittern, und vielen Störungen.

    Unsere Familie ich und meinen Zwei Scwestern haben wir sehr viel mir unsere Eltern und Bruder geleidet.

    Alle vier sind gestorben.

    heute habe ich ein echtes super Mann, wir haben gar kein süchtig, wir trinken kein Bier, Kaffe, kein Zigarette. Und ich weiss nicht mehr was mit angst leben ist.
    Ich vermisse so sehr meine Mutter Vater und Brudern, ich liebe Sie. Ich bin traurig wenn ich denke wie Sie Ihren leben genossen haben.

  118. Luma says:

    Christl

    ich wollte ganz gerne dir raten, aber es ist eine sehr schwriege Situation. Ich habe auch vielen jahren mit Elternalkoholiker gelebt. Sie wollen kein Hilfe, Sie wissen dass ein Problem war aber wollten so bleiben. Ich weinte weinte und weinte, ich hatte fast kein Hoffnung, nur meine Glaube an Gott.
    Lieb Dein Mutter, zeig dass sie sehr wichtig fur dich ist, zeig deine Liebe !!!!

    Liebe Grüsse

  119. Frank says:

    Hallo Henry, eine Zwangseinweisung ist kompliziert, aber nicht unmöglich. Dazu braucht es den Nachweis, dass deine Frau eine Gefahr für sich oder Dritte (z.B. deine Kinder) darstellt. Das kann ja in bestimmten Situationen durchaus möglich sein. Ohne Hilfe wirst du das kaum schaffen. Ich würde die Unterstützung einer Suchtberatungsstelle in Anspruch nehmen, die dir bestimmt raten können. Die Rolle des JA verstehe ich auch nicht. Letzendlich könntest du das alleinige Sorgerecht für deine Kinder beantragen. Das wird dir aber nur nützen, wenn du dann mit deinen Kindern ausziehst.
    Vielleicht suchst du mal den Austausch in einer Selbsthilfegruppe deiner Stadt. Alles Gute und viel Kraft.
    VG Frank

  120. Frank says:

    Hallo Christl,
    ich habe dir mal einen Link zu einer Doku eingefügt, die in etwa dein Problem aufgreift.
    https://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=826&film=8188
    Kopier den Link einfach in die Navigationszeile deines Browsers.
    Vielleicht findest du dort ein paar Antworten. Ansonsten kann ich auch dir nur empfehlen, die Hilfe einer Suchtberatungsstelle oder Selbsthilfegruppe zu suchen.
    Ich weiß, wie schwer es ist, nur „zuzusehen“ und nichts ändern zu können. Das muss man als Angehöriger leidvoll lernen, sonst geht man selbst kaputt daran so wie der Trinker auch. Umsonst heißt es nicht Co-Abhängiger. „Hilfe durch Nichthilfe“ ist so ein Leitspruch im Zusammenleben mit Alkoholikern. Vermeide persönliche Vorwürfe oder gar Drohungen, teile deiner Mutter lieber mit (nur wenn sie nüchtern ist!), wie es DIR mit allem geht, was es mit dir anstellt. Das hat bei meiner Frau größere Wirkung erzielt, als Fragen, Forderungen, Bitten. Ein Alkoholiker sieht dich als seinen „Feind“ an, der ihm die Droge entziehen will, mit der es ihm doch gut geht. Der Abhängige muss leidvoll selbst erkennen, dass die Droge nicht sein „Helfer“ ist, sondern sein Ruin.
    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut, kümmere dich auch um dich selbst.
    VG Frank


  121. Susie Kersting says:

    liebe Claudia, Dein Kommentar ähnelt sehr meinem Leben und ich würde sehr gern Kontakt zu Dir aufnehmen.

  122. glemn says:

    Liebe Freunde, ich hatte ein Problem mit meiner Freundin 2 Jahre vor, die führen zu unserer zerbrach. wenn sie mit mir brach, war ich mir selbst nicht wieder, ich in mir so leer zu füllen. bis ein Freund meines Walt Stift erzählte mir von einem Zauberkundigen , die zu ihm in dem gleichen Problem geholfen. i Die e-mail Zauberkundigen , und ich sagte ihm, mein Problem, und ich tat, was er von mir verlangt, die lange Geschichte kurz zu schneiden. bevor ich wusste, was war meine Freundin passiert hat einen Ruf mich an und sagte mir, dass sie zu mir kam zurück und war so fröhlich sie zurück zu mir zu haben. wir haben zwei Kinder zusammen, und wir sind sehr zufrieden mit uns selbst. Dank für die Rettung meiner Beziehung zu greatoracletemplesolution@live.com~~V und auch für andere besitzen zu speichern. weiterhin die gute Arbeit der große Zauberkundigen .

  123. margarete says:

    die eigene tochter -33 jahre alt trinkt .ist mit einem älterem mann zusammen der sie nachts weckt und ihr Alkohol zum trinken giebt damit sie nicht nüchtern wird und bei ihm bleibt -was macht mann da als mutter – soll ich ihn anzeigen .die Polizei macht doch nix.sie sagt sie ist erwachsen sie weiss was sie tut.und ich sage sie gefährdet sich selber sie weiss nicht was sie tut sie wird gar nicht mehr nüchtern.jetzt hat sie angefangen -2 tag -eine langzeittherapie zu machen -durch zufall-ich habe sie dachin gebracht .am 2 tag hat ihr der alte mann geschrieben dass er eine andere im bett hat .und meine tochter hat getrunken .warum sie sagt sie trinkt wenn sie Probleme hat .er macht sie verrückt -er schreibt ihr dass er sie betrügt, dass er eine andere hat nur damit sie wider trinkt und die Therapie abbricht .warum reagiert sie so ,er tut ihr nicht gut .sie entfärnt sich immer mehr von uns -was kann ich tun ,wenn ich ihn anzeige -wird sie alles abstreiten.es tut so weh.ich habe keine kraft mehr sie trinkt fast 10 jahre und immer mehr.ich bin einfach müde.

  124. Jenny says:

    Hallo zusammen, meine Mutter trinkt seit vielen Jahrzehnten! nun ist sie 64 Jahre alt! Der Alkoholismus hat seine Spuren hinterlassen, sie ist körperlich sooo kaputt! Im Dezember 2015 hat sie sich aufgrund eines Sturzes im Suff ihren Oberschenkel gebrochen! Über 3 Monate war sie dann trocken, sie war ja ans Bett gefesselt! Es war soo eine tolle Zeit mit ihr! Das ich mir ihr, egal zu welcher Tageszeit, bedenkenlos telefonieren konnte… nun ja, sie kam wieder auf die Beine und der Alkohol kam natürlich auch zurück. Ende April hatte Sie einen Krampfanfall… Elektrolytenhaushalt war im Eimer. Jetzt habe ich das Gefühl, na ja, eigentlich weiss ich es ja, das es wieder mehr und mehr wird!! Schade…. ich hatte so große Hoffnungen in sie gesetzt! und sie hat mir das ERSTE Mal zugesichert das sie nicht mehr trinken wird und sich helfen lassen will- nach ihrem Beinbruch!Es kam sogar eine Frau des Sozialdienstes zu ihr ins Krankenzimmer. Das war vorher noch nie der Fall. Hat sie denn all das NUR gesagt und sich drauf eingelassen um mich zu besänftigen und ruhig zu stellen??
    Meine Mutter ist die Beste Mama, sie hat mir eine 1 a Kindheit bescherrt und mir alles beigebracht und sich vorbildlich um mich gekümmert. Schon ZU gut, ich habe eine krankhafte Bindung zu ihr deswegen. Wie kann man so einen Menschen fallen lassen?? Ich habe mittlerweile Depressionen und muss in Therapie. Ich bin jetzt 32 und mache das Spielchen mit seit ich 15 bin!! Ich liebe Sie so abgöttisch , aber sie hat mir schon so viel Leid angetan, ich hatte eine beschissene Jugend!!!! Sie hat soviel kaputt gemacht! Alkoholiker haben 2 Gesichter…und genau DAS macht es so schwer loszulassen! Jetzt, wo sie immer älter wird, und immer schlimmere physische Dinge passieren, rechne ich jeden Tag mit einem Anruf… Wie kann dieser zerbrechliche Körper das überhaupt noch aushalten?? Wenn man mich fragt was im Leben ich mir wünsche sage ich immer dasselbe: ich brauche nicht meht Geld, kein Haus, keinen Luxus, ich brauche nur eins: eine gesunde MAMA! Die mit mir noch das Leben auf dieser Erde teilt und es mit mir zusammen geniesst!! Das wars.

  125. Emilia says:

    Während ich das alles gelesen habe ist mir eines klar geworden :
    Mein Mann ist Alkoholiker. In kürzester Zeit trinkt er jeden Tag mehr. Sehr wahrscheinlich hat er jetzt alle Hemmungen vor uns fallen lassen.
    Ja, irgendwie habe ich es nicht realisiert, nur geahnt.
    Damit er uns nicht in seinen Sumpf zieht, da er mich und die Kinder sehr schlecht behandelt und denkt, ich kann ihn aus finanziellen Gründen nicht verlassen, werde ich mir Hilfe holen.
    Er sagt sehr gemeine Sachen und will mich und die Kinder raus schmeißen. Er hat alles kaputt gemacht, wir lieben ihn schon lange nicht mehr. Er geht mit uns um, als wären wir der letzte Dreck. Alles sind wir, vor allen die Frauen schuld.
    Er sagte gestern , er schmeißt mich raus, und das vor meinen Kindern.
    Wir wollen hier nur weg, haben aber nichts.
    Aber es wird auch ohne gehen.

  126. yvonne says:

    hallo zusammen,
    in erster linie würde ich sagen es gibt verschiedene alkoholiker. mein vater ist ein agressiver und ich bin jetzt 32 jahre und habe eine beschissene kindheit gehabt,er trinkt seid 45 jahren seid dem mein bruder verstorben ist erst jeden tag ein bier und dann zwischen durch dies und da zum schnluss war es eine kiste bier und schluck ohne ende. Wir sprich meine mutter ,schwester und ich haben jahre lang versucht mit ihm zu reden,aber aussichtslos. Hatte auch nur partner die mich geschlagen und psychisch fertig gemacht haben,weil ich es ja nicht anders kannte. Als ich 2002 an gebährmutterhals krebs erkrankte und weggelasert werden musste lernte ich eine sehr nette frau kennen sie ist heute meine beste freundin und sie mich auch zu sich eingeladen hatte,als ich bei ihr war um zu übernachten fragte ich sie ob sie ihr mann nicht lieben würde weil er sie nicht schlägt und auch nicht agressiv ihr gegenüber war, sie guckte mich damals entsetzt an setzte sich mit mir hin und sprach std mit ihr wie ich liebe kenne und wie es sein sollte. Ich wollte nur mal sschreiben das es sehr schwer als kind vom alkoholiker ist überhaupt zu wissen was richtig und falsch ist,weil man lernt es nicht anders. Mein sohn ist mitlerweile 5 jahre alt und er hat mir das leben gerettet, als ich häufiger in der schwangerschafft mit blutungen zum arzt ging und mir der arzt sagte entscheiden sie sich ein lebendes kind oder ihr partner (der alkoholabhängig und mich häufig geschlagen und getretten hatte) hatte ich mich entschienen ein neues eigendenes leben zu führen. ich war eine zeitlang im frauenhaus und wollte auch ohne männer leben oder überhaupt mit keinen mehr der mir schaden konnte. ich habe 2012 meinen jetzigen mann kennengelernt und er hatte mir auch geholfen meinen vater wieder eine chance zu geben da er sich geändert hat, das vertrauen meinen vater gegenüber ist sehr gebrochen wegen der vergangenheit, wie sagt man so schön es ist was gut man geht einen schritt vor und wenn was schlecht ist 2 oder 3 zurück, es ist auch bei mir so. mitllerweile bin ich glücklich verheiratet und habe zwei kinder, wir sind eigentlich jedes jahr zu meinen eltern zu besuch gefahren dieses jahr aus finanzielle sicht ging es nicht, mein vater rief mich am 9.7.2016 abends an und unter tränen sagte er mir ich bin alkoholiker und gehe in eine entzugsklinik,ich möchte gerne meine enkel sehen können(habe nie gesagt er darf die enkelkinder nicht sehen nur wenn er zu besuch ist und die kinder weg sind möchte ich nicht das er trinkt, er hatte dann ab und an schokolade mit alk gegessen und ziemlich gezittert, sprachschwierigkeiten gehabt,aber er hatte wirklich bis abends gewartet mit dem trinken)) seid dienstag ist er auch da und es geht berg auf mit ihm. wir hoffen alle das er von dem suff weg bleibt. Meine erfahrungen mit alkoholiker sind nicht gut,aber ich habe auch die erfahrung gemacht das es verschiedene alkoholiker gibt und man unterscheiden sollte. Gewalt ist und bleibt scheiße , sowas kann man aber nur wissen wenn man liebe erfährt bzw als kind es einem anders gezeigt bzw vorgelebt wird. Man selber sollte fürsich entscheiden wie es für einen selber besser ist mit einem alkohol kranken zu leben, es gibt menschen die sagen ich schaffe es mit ihm zusammen und es gibt menschen die sagen er muss es alleine durchstehen. ich persönlich kann nur für mich sprechen und sagen es war für mich richtig allem aus dem weg zu gehen mein leben leben und ein stück mein vater in mein leben holen oder auch nicht. Für meine mutter ist es richtig ihn zu unterstützen bei allem was er gemacht hat ode rmachen wird. ich schätze es ist und wird für jeden eine andere meinung geben und man sollte für sich selber im inerren überlegen wie weit man selber mit nen alkoholiker gehen kann und möchte. ich finde es auch verkehrt zu sagen man muss nen alkoholiker im stich lassen es gibt viele alkoholker die sehr liebevoll sind nur den kampf alleine nicht schaffen und jemanden brauchen der die schullter hoch hält bzw händchen hällt. Jeder sollte für sich selber entscheiden wie stark ist man selber um mit nen alkoholiker zu leben. Mit druck erreicht man garnichts und das ist nicht nur mit alkohol so auch im normalen leben. Ich wünsche allen die das lesen ne menge kraft um die richtige entscheidung für sich zu treffen . weil nur die entscheidung die man selber trift ist die richtige und nicht die die andere sagen.
    vlg doreen

  127. Jeannette Wolf says:

    Das ist ein sehr guter Bericht.
    Sehr detailliert geschrieben, und das trifft den Nagel auf den Kopf.
    Wer einmal mit einem Alkoholiker gelebt hat, weiß Bescheid.
    Mann lügt einmal für den Mann den man liebt, zweimal…. Aber dabei macht man es nur schlimmer.
    Mann unterstützt diese Sucht des Partners.
    Nur wenn man los läßt, ihn fallen läßt, nicht mehr für den Partner lügt, und der Alkoholiker selbst seine Taten ausbügeln und gerade rücken muss, erst dann kann er aufwachen, und Hilfe beanspruchen.
    Ich habe 7 Jahre mit einem Alkoholiker gelebt.
    Und übrigens hat das nichts mit Hass zu tun ( was Antwort Nr 1 ) geschrieben hat.
    Es ist Tatsache und reell.

  128. Jeannette Wolf says:

    Jenny sehr gut geschrieben.
    Leider kann man keine volljährige Person einweisen lassen. Das muß die Person in erster Linie für sich selbst entscheiden, und ich wirklich helfen lassen wollen.
    Nicht nur reden, sondern Taten.
    Ihre Mama weiß, dass sie sie, wie sie schreiben abgöttisch lieben, deshalb wird sie weiter trinken. Sie ist sich ihrer Liebe sicher.
    Manche schaffen das gesundheitlich über viele Jahre , trotz des starken Alkoholkonsums einigermaßen gesund zu bleiben. Ist auch von Körper zu Körper verschieden, und natürlich davon abhängig was sie trinkt.
    Haben sie es mal versucht in einem offenen Gespräch ihrer Mutter zu sagen, wie sehr sie Sie damit verletzt, dass sie sich Sorgen um sie machen.
    Ob ihr das alles sch…. egal ist.
    Sie braucht Hilfe, und natürlich eine Therapie.
    Versuchen sie es, ihre Mutter zu einer Therapie zu bringen.
    Ich war wie bereits erwähnt 7 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen.
    Nach den 7 Jahren bin ich weg. Er hat sein Alkohol – Problem nicht eingesehen.
    Wir haben 2 Kinder zusammen. Sogar die hat er vergessen aus der Kita abzuholen.
    Die Kita rief mich auf Arbeit an, und ich mußte meinem Arbeitgeber erklären, dass ich kurz weg muß, die Kinder holen.
    Er hat vergessen, den Kindern Abendbrot zu machen, und lag sturz betrunken auf der Couch um seinen Rausch auszuschlafen.
    Es ist der Albtraum, aber das sollte kein Partner mitmachen .
    Ich versuchte ihn zu bewegen eine Therapie zu machen, erfolglos. Er bräuchte keine, er wäre kein Alkoholiker.

  129. Doreen says:

    Hallo,

    ich bin 32. Jahre alt und habe 2. Kinder im alter von 13 und 4.
    Ich lebe seit 4. Jahren mit einem Alkoholiker. Ich bin erst seit einem halben Jahr aufgewacht und habe gesehen wie schlimm es ist. Abstürze vom Partner zu erleben. Ich er war 3,5 Wochen in Wattwil in einer Therapie.
    Er kam nach Hause und alles war am Anfang gut. Ich dachte wir haben es geschafft. Dann hat er einen Massenbandscheibenvorfall gehabt und musste Operiert werden. Somit fing wieder alles von vorn an.
    Er trank direkt nach der Klinik wieder. Erst ging es noch und wir hatten es mit der Op ENTSCHULDIGT:
    Nein das war ein Riesiger Fehler. Nach dem Absturz war er wieder in einer Klinik für fast 2. Wochen. Entzug.
    Jetzt wollten wir ihn wieder nach Wattwil bringen zur Langzeit Therapie. Er sagt das er seinen Job verliert was dann auch so währe. Der Arbeitgeber weiss vom Alkohol Problem und hat ihm die Zeit in Wattwil gegeben. Wir haben einen Psychologen und eine Ärztin die ihm Antabus gegeben hätten. Die Blutwerte wurden immer schlimmer.
    Er hat keinerlei Einsicht.
    Er sagt das immer andere die Schuld haben. Jeder wollte ihm helfen.

    Nun muss ich für die Kinder und für mich die Konsquenzen ziehen.
    Ich werde mit den Kinder gehen.

    Die Alkoholiker müssen sich selbst helfen wenn sie keine helfende Hand anehmen

  130. Doreen says:

    Der Satz ich habe einen Alkoholiker als Mann liegt sehr im Magen.
    Wo er denn Absturz hatte sind Ärzte zu mir gekommen und haben gesagt: Finden sie schnellst möglich den Absprung.
    Ja auch ich muss mir Hilfe suchen. Aber immer noch besser als mit Unter zu gehen.
    Ich musste mir auch erst von außen stehenden mir die Augen öffnen lassen. ES TAT MÄCHTIG WEH.

    An alle Frauen: AUGEN ÖFFNEN. NICHTS SCHÖN REDEN. NICHTS ENTSCHULDIGEN. UND RECHTEZEITIG DEN ABSPRUNG WAGEN. ES GIBT IMMER HILFE:

    Ich liebe meinen Mann schon lange nicht mehr. Der Alkohol verändert alles mit dem MENSCHEN:

  131. derdumme says:

    Auch ich war über drei Jahre mit einer Alkoholikerin zusammen.
    Auf jeden Fall ist die ganze Sache sehr komplex und aufeinander Aufbauend.
    Das letzte Jahr habe ich mich immer mehr in die Arbeit und absolut unwichtige Sachen geflüchtet und wusste noch nicht einmal warum. Aber es hat damit zu tun, das ich ihre Depots gefunden und sie immer öfter auf ihr Problem angesprochen habe. Zum Schluss wurde ich dann der unangenehme Partner, der arschig zu ihr war und auch keine Zeit mehr für sie hatte. Auch bin ich mit ihr kaum noch ausgegangen, denn man hat sich laufend fremdgeschämt (oder glaubte es machen zu müssen), stand ständig unter Strom und konnte sich nicht wirklich entspannen… denn man stellte sich immer wieder diese quälenden Fragen: Hat sie getrunken? Wie viel mag sie getrunken haben? Merken es die anderen? Werden wir beobachtet? Was mögen die Anderen denken? Was redet man über uns?
    Um diesen Fragen und Gewissensbissen aus dem Weg zu gehen, ist man ihr aus dem Weg und kaum noch weggegangen. An einem gemeinsamen Urlaub war auch nicht mehr wirklich zu denken.
    Nachdem sie um Trennung und Bedenkzeit gebeten hat, habe ich mir Gedanken gemacht ohne Ende. Anfangs habe ich die mir vorgeworfenen Fehler (zu wenig Zeit…) für bare Münze genommen und wollte mich auch ändern. Ich bat um eine zweite Chance, die ein gesunder Menschenverstand einem auch gegeben hätte. Aber sie sagte einfach: „Nein, ich liebe dich nicht mehr.“ Wie kann man so eine Beziehung nach knapp drei Jahren beenden?
    Nach zwei Wochen „Bedenkzeit“ und professioneller Beratung, wusste ich den eigentlichen Grund, warum sie eine Trennung herbeigeführt hat. Aufgrund ihres Alkoholproblems habe ich mich, wie oben schon erwähnt, in die Arbeit und unwichtige Sachen geflüchtet, habe mich ihr gegenüber arschig verhalten, habe sie bei ihrem Alkoholkonsum „kontrolliert“ etc. Somit habe ich mich zu einem Co-Alkoholiker entwickelt, ohne es zu erkennen oder gar wissen. Kannte den Begriff bis vor einigen Wochen noch nicht einmal. Ich bin ihr unangenehm geworden, weil ich sie zu oft auf ihr Problem aufmerksam gemacht habe, denn ich wollte eigentlich, dass sie endlich damit aufhört und einen Entzug macht.
    Nun sind wir seit einigen Wochen getrennt und sie hatte auch gleich einen Neuen (ist dann ja auch einfacher einem einen Laufpass zu geben, weil man einen neuen Mann im Rücken hat, der ja zu ihr hält und sie auch bestärkt). Naja, entweder toleriert er ihre Trinkerei oder er säuft mit. Wünsche ihm auf jeden Fall viel Kraft für den Moment, wenn ihm gewahr wird, auf was er sich da eingelassen hat!!!
    Mein Verstand sagt mir aber jetzt schon, dass es besser ist, das es aus ist, aber das Herz spricht noch eine andere Sprache. Aber ich kann nur jedem raten, der mit einem Alkoholiker zusammen ist, professionelle Hilfe aufzusuchen und wenn das nicht hilft, sich auf jeden Fall zu trennen. So weh es auch tut. Man geht als Partner eines Alkoholikers vor die Hunde und das Schlimmste daran ist, es ist verschenkte Lebenszeit! Einem Alkoholiker kann man nicht helfen!!! Allenfalls nur dann, wenn er ganz unten am Boden liegt und dazu gehört auch eine Trennung…

  132. Elisa says:

    Ich lese ganz oft, das der/die Partnerin den/die Alkoholikerin verlässt.

    Ich bin noch mit einem Alkoholiker verheiratet. Während seiner Alkoholexesse bin ich immer beschimpft worden, wie das wohl jeder kennt und keen gesagt wird, das sollte vom Angehörigen nicht persönlich genommen werden. Im Rausch würden viele Alkoholiker aggressiv und die Partner beschimpfen…..

    Ich bin nach seinen Selbstmordversuch genötigt worden, auszuziehen: räumliche Trennung. Jetzt nach der macht er eine Langzeitgedächtnis und? Er hat mich beschimpft im Suff, ohne Suff macht er mir die gleichen Vorwürfe nur niChat aggressiv. Ich bin schuld, dass er Alkoholiker geworden ist, weil er mir nie sagen konnte was ihm nicht an mir passt: ganze 20 Jahre lang. Gibt es eine Therapie, die mir hilft, mich wieder aufzubauen? Wessen 20 Jahre sind weg? Der Alki hatte GLückerath, er konnte sich vieles weglaufen. Ich habe vieles erlitten und ihn in Unwissenheit immer geliebt. Wer hat das schon erlebt? Im Netz finde ich nur, dass der Partner den Alkoholiker verlässt und nicht der Alkoholiker den Partnern in die Wüste schickt.

  133. Mariechen says:

    Wenn ich all diese Kommentare lese könnte ich gleich los kotzen. Ich habe zu Hause auch so einen Typen und bin schon fast 30 Jahre mit ihm verheiratet. Meine beiden Kinder fanden dass auch ihr ganzes Leben schlimm, ein Sohn ist schon am anderen Ende von Deutschland gezogen damit er nicht immer seinen Vater erleben muss.
    Früher habe ich immer gehofft, er hört mal auf aber dass kann man vergessen. Alle Menschen sind so böse und er ist so ein lieber Kerl.
    Eigentlich will ich nur dass es endlich aufhört. Mittlerweile hat er so seine Ausfälle, da mal ein Krankenhausaufenthalt, Bauchspeicheldrüse kaputte Venen, denn er raucht ja auch täglich seine 2 Schachteln Zigaretten.
    Er trinkt schon früh sein erste Flasche Bier, dann geht er arbeiten anschließend kriecht er von Versteck zu Versteck zu seinen Bierflaschen. Er sagt er trinkt nur 3-4 Flaschen Bier wochentags, aber es sind wohl eher mehr, am Wochenende werden es wohl 10 – 15 Flaschen sein.
    Letztens habe ich mal einen Krankenbrief von seinem Arzt an das Krankenhaus gelesen, da stand drin ca. 1 Flasche Bier und bis zu 10 Zigaretten. So geht es schon immer er belügt mich und seine Umgebung.
    Aber dass schlimmste ist was er mir so antut, früher hat er mich angespuckt, getreten, geboxt, vergewaltigt. Jetzt ist es nur noch physische Gewalt, spucken oder er kommt mit Fäusten auf mich zu gerannt. Heute zum Beispiel macht er ein Foto von mir und schickt mir es mit einer Testbeilage, schau mal wie scheiße du aussiehst. Er vermittelt mir auch täglich wie scheiße ich bin, wie faul ich bin.
    Ich möchte eigentlich nur dass dieses Leben endlich aufhört, ich habe auch kein Mitleid mit irgendwelchen Suffis. Mir tun nur meine Kinder leid.

  134. piratenbraut1974 says:

    Hallo,
    ich bin 42Jahre und meine Mutter ist seit Sie ca. 20 ist eine Qaurtalsalkoholikerin, heute ist sie 76Jahre alt! Also über 50Jahre Alkoholikergeschichte.. Meine Kindheit war ziemlich bescheiden.. Meine Eltern haben sich getrennt als ich klein war und da meine Mutter nicht in der Lage war und wohl auch nicht den willen dazu hatte ein eineständiges Leben zu führen, sind wir zu meinen Großeltern gezogen. Klingt zuerstmal gut, aber ich musste mir das Zimmer mit meiner Mutter teilen!!!!!!! Meine früheste Erinnerung an meine Mutter ist die, als ich ca. 4Jahre war, da haben wir schon bei Oma+Opa gewohnt, dass meine Mutter mitten in der Nacht heimkam, total besoffen, es gab Geschrei und die Großeltern haben meine Mutter ins Bett geschickt. klar wurde ich wach und wußte nicht was los ist mit meiner Mutter sie lallte und schaute mich aus aufgeschwollenen Augen an.. ich habe geheult weil ich Angst hatte aber das hat niemanden interesiert, alle sind ins Bett.. ich dann auch. irgendwann bin ich aufgewacht weil ich einen Schlag gehört hab und sehe meine Mutter auf dem Fußboden im Zimmer liegen. für eine 4-jährige ein enormer Schock.. Oma+opa haben nichts mitbekommen und ich wollte sie nicht aufwecken, warum weiß ich nicht.. also habe versucht meine Mutter ins Bett zu bekommen.. ich weiß nicht wie lange es gedauert hat, aber ich habe es geschafft und war selber nassgechwitzt und habe nur geweint.. Von diesem Tage an begann mein Horror mit meiner alkoholkranken mutter dass könnt ihr euch ja vorstellen.. Was ich alles erlebt habe ist kaum in Worte zu fassen und es ist eigentlich ein Wunder dass ich nicht gestört bin, ich halte mich für „fast“ normal.. ich habe einen Mann, 15Jahre zusammen, vor kurzem haben wir ein Haus gebaut, ich habe seit 25Jahren eine Beruf, Freunde, liebe Schwiegermama.. eigentlich normal oder? das Fast ist halt meine Mutter.. Ich bin bzw konnte erst mit 23Jahren ausziehen, bis dahin habe ich wie erwähnt nur 1 Zimmer mit meiner Mutter gehabt. Meine Mutter hat viele Geschwister die sich anfangs um sie gekümmert haben, als ich dann alt genug war, ( 11 oder 12 Jahre ) haben sie mir immer gesagt, du musst dich um deine Mutter kümmern.. egal was war oder wo ich war, wenn meine Mutter besoffen daheim war haben sie mich angerufen und sofort nachhause gerufen.. als könnte ich was gegen ihren Suff unternehmen.. Wenn sie dann mal wieder im Krankenhaus lag haben auch die bei mir angerufen ich soll meine Mutter abholen.. Leider habe ich das zu lange getan.. Mittlerweilte ist es so, wenn das KH anruft und sagt meine Mutter ist dort, frage ich nur lebt Sie noch? und wenn die dann sagen ja und ich soll doch kommen um sie nach hause zu bringen, lehne ich das ab! Soll sie schauen wie sie heim kommt.. Bis jetzt ist sie immer heim gekommen (Taxi).. vor 1.5Jahre war ihr letzter Absturz und sie kam aufgrund fast täglicher Einlieferung ins KH in eine Psychaterische Antstallt (Zwangseinweisung vom Gericht), natürlich haben die mich angerufen und erklärt dass meine Mutter jetzt eine Entgiftung macht und sie bräuchte ja für die 2-3Wochen Wechselwäsche.. Und auch das habe ich abgelehnt, ich habe ihr nichts gebracht, keine Geld, keine Wäsche kein Besuch nichts!!!!!!!!!!! Der schock saß tief bei Ihr das war ihr danach anzumerken, dass ich diesesmal nichts für sie gemacht habe.. hat es was geändert? leider nein! So wie es aussieht, geht es wieder los.. am Samstag rufe ich Sie an, und die lallt mir ins Telefon. ich kenne die Stimme und die STimmlage von meiner Mutter sobald sie was getrunken hat, jemdan anderem würde es nicht auffallen, aber ich merke es sofort! Also hab ich sie darauf angesprochen ob sie wieder was getrunken hat.. nein war die Antwort blablabla. . das kennt ihr sicher auch.. ich habe dann das Gespräch beendet.. gestern ruft sie mich an und heult ins Telefon, dass sie am Samstag die Treppe heruntergefallen wäre, weil ihr Schwindelig war (sie hat Bluthochdruck und daher wirkl immer mit schwindel zu kämpfen) und sie hätte ein Blaues auge, die Brille sei kaputt und sie sehe furchtbar aus.. tja das kommt vom Saufen habe ich ihr gesagt, und wieder sagt sie nein ich habe nichts getruken.. ich kann ihr nicht glauben und trotzdem und ich hasse mich dafür, tut sie mir leid! sie ist alleine daran ist sie aber selber schuld… wie kann ich nur dieses Mitleid bei mir abstellen?? daher auch mein „fast“ normal… wie fühlt ihr euch wenn eure Angehörigen betrunken sind? ich hasse meine Mutter in diesem Moment, da sie ein total anderer Mensch ist.. bei uns sind die Rollen irgendwie vertauscht ich bin die Mutter und sie ist das Kind.. das fühlt sich so beschissen an, ich würde am liebsten davonlaufen.. Könnt ihr den Alkoholismus als Krankheit ansehen? ich habe da irgenwie meine Probleme damit.. denn wenn eine Alki sich was zu trinken holt, nach lange Abstinenz, ist er in diesem Augenblick nüchtern und herr über seine Sinne also müsste er doch selber zu sich sagen, hey Vorsicht sonst beginnt alles von vorne! Noch zu erwähnen ist, dass meine Mutter noch nieeeeeeeeeeeeeeee eine Therapie gemacht hat, das sie sagt sie hat kein Problem mit dem Alk und dass nach 50Jahren heftiger Alkoholgeschichte… erzählt doch bitte von euch und euren Gefühlen.. liebe Grüße

  135. rebekka says:

    Hallo zusammen.
    Ich bin seit 10 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen, seit 5 Jahren sind wir verheiratet. Dass er Alkoholiker ist, habe ich erst vor etwa einem halben Jahr geahnt und seit letzter Woche erst die traurige Gewissheit.
    Alkohol war oft Thema bei uns, er hat immer abgestritten, damit ein ernsthaftes Problem zu haben, dass er nicht wieder in den Griff kriegen würde. Letzte Woche dann stand die Polizei bei uns vor der Tür – anonyme Anzeige wegen Alkohol am Steuer. Er war mit unserer Tochter Samstag früh unterwegs, Brötchen holen. Ich selbst arbeite Vollzeit, bislang hatten wir die Vereinbarung, dass ich Samstags im Bett bleibe, bis das frühstück fertig ist…
    Er kam dann mit unserer Tochter (4 Jahre alt) hoch ins Schlafzimmer, sagte er müsse was mit der Polizei klären, ich solle mir keine Sorgen machen…
    Ich habe meine Tochter gefragt, was los war. Die hat mir dann alles erzählt. Er hatte bereits morgens getrunken. Ich war entsetzt. Und der kleine Engel stand vor mir und sagte: „Ist doch nicht schlimm Mama, ich habe doch auch ein Ü-Ei bekommen. Ich ein Ü-Ei und Papa ein grünes Fläschchen, das ist doch ok, Mama!“
    Für sie war das bereits völlig normal, kam, so wie sie mir unbefangen erzählte, so schon häufiger vor.
    Ich muss mein Kind schützen – Ausziehen oder Entzug, dass war die Wahl, vor die ich ihn stellte, nachdem ich einige Stunden darüber nachgedacht hatte. Jetzt macht er eine stationäre Entgiftung und daran anschließen wird sich dann wohl eine ambulante Therapie. Ich habe ihm meine vollste Unterstützung zugesichert, wenn er sich zu diesem Schritt entschließt und seine Krankheit endlich einsieht. Dazu stehe ich auch, aber ich werde nicht mit ansehen, dass unsere Tochter unter seiner Krankheit leidet. Inzwischen sieht er endlich ein, krank zu sein und Hilfe zu brauchen. Ich hoffe, das hält an und wir als Familie kommen wieder zur Ruhe…
    Ich bin sehr klar in meinen Gedanken und er weiß um die Konsequenzen, wenn wir seine Krankheit nicht gemeinsam in den Griff bekommen!

  136. Timo Bornträger says:

    Das Kollektiv gefällt sich in der Opferrolle scheinbar. Ich bin trockener Alki….und hab seit meinem 2. Ehejahr getrunken(massiv) . Viele Frauen versuchen, ihren Partner so zu biegen, dass er zum Leben passt. Und mindestens 50% der Schreiberlinge haben ein teilweise ernsthafzes, psychisches Problem. Aber ein Sündenbock ist schnell zur Hand, um die eigene Dummheit zu kaschieren. Naja, reisst noch ein paar Tüten Mitleid auf. Bitte, bitte.

  137. Marion......... says:

    Hallo Timo,

    ich glaube du hast noch immer ein großes psychisches Problem mit deiner Alkisucht. Ich bin der Meinung das ich mich nicht von dir beleidigen lassen muss sowie die anderen Opfer. Du bzw. die ganzen Spritis sind doch das Problem, wenn ihr nicht mit eurem Leben zurecht kommt müsst ihr doch nicht saufen. Wir tun es doch auch nicht, im Gegenteil wir versuchen die Umgebung vor euch zu schützen. Wir verschweigen das Problem bzw. reichen euch unsere Hand und ziehen euch teilweise aus der Gosse.
    Du solltest deinen Beitrag deinem Therapeuten zeigen, damit er weiß, dass noch nicht alles mit dir in Ordnung ist und du nach wie vor ein Problem mit deiner Sucht hast.
    Ich glaube auch nicht, dass deine Frau, dir den Sprit in den Kopf geschüttet hat, das warst ganz alleine du. Du warst das Problem, welches bei Alltagsproblemen zum Alkohol gegangen ist, weil du zu Dumm warst deine Probleme anders zu lösen.

    Mit freundlichen Gruß
    Mariechen

  138. Anja says:

    Wow….Timo – was ist bei dir schiefgelaufen? Immer noch einen Hass auf die Welt?
    Hier gefällt sich sicher keiner in der „Opferrolle“…. hier sind Leute verzweifelt, sie suchen Hilfe bzw. wollen sich einfach den Kummer von der Seele reden.
    Ich dachte, als Ehemaliger sollte man eher verstehen, dass das Umfeld mitleidet.
    Leider kann man als Partner/Kind nicht helfen, so sehr man das auch möchte.
    Mein Dad sagte, man kann nur helfen, wenn Hilfe angenommen werden will. Und wenn nicht, dann bringt alles nichts. Ich habe es dennoch versucht.
    Zum Glück wohne ich nicht wie meine Mum und meine Schwester daheim….ich kann mich etwas abgrenzen. Leider ist es so, dass ich die einzige Bezugsperson von ihm bin. Wenn er sich jemand anvertrauen könnte, dann mir….. ein scheiß Gefühl. Aber ich bin am Aufgeben. Es tut weh, manchmal kann ich ihn auch verstehen, als Rentner ohne Perspektive für die restlichen Jahre….. aber sich die Restjahre ganz kaputt machen?!?
    Er hätte es so schön haben können mit meiner Mum. :-/

  139. Maria says:

    Hallo ihr lieben. ..so manche Kommentare sind schon echt krass. Ich lebe jetzt seit 30 Jahren mit einem Alkoholiker und davon sind wir 26 Jahre verheiratet haben 2 erwachsene Jungs die mittlerweile ausgezogen sind. Um meine Erfahrungen mit diesem Mann zu schreiben sollte ich wohl eher mal ne anfrage bei einem Verlag tätigen. Hier mal ne Kurzfassung. Also angefangen zu trinken hat er vor 26 Jahren. Jetzt ist er 50 Jahre alt unf mit den Jahren wurde es immer mehr . Jetzt ist er angekommen bei circa 4 Liter Bier und dazu ne Flasche wodka täglich.manchmal geht er noch arbeiten aber dauerhaft würde er es nicht mehr schaffen. Da ich vollzeit arbeiten gehe und er nichts weiss mit sich anzufangen geht er in den Park oder die Kneipe und geht seiner sucht nach. Im allgemeinen geht morgens schon die erste Flasche Bier auf angeblich für seinen Kreislauf. ..werden glaubt wird selig. Wenn ich dann abend nach hause komme hat er sein Pegel erreicht und es ist dann wirklich egal was ich mache , es hält ihn nichts davon ab mich zu kritisieren mit allen schlechten Schimpfwörtern zu beballern die ihm grad in denn Sinn kommen. Ich war dann auch nicht arbeiten sondern fremdvögeln und so weiter. Krass gesagt geht mir das ganze schon echt am arsch vorbei und ich belächle das auch nur, wobei ich aufpassen muss das er nicht zu wütend wird, da er betrunken auch schnell mal gewalttätig wird und über lang oder kurz hat er halt mehr Kraft wo ich es schon oft drauf angelegt habe weil ich manchmal mein Mund nicht halten kann und ihn dann auch ziemlich klein rede. Ich muss dazu sagen das er tatsächlich ziemlich dumm ist Legastheniker, nichts gelernt kein Abschluss und im allgemeinen sehr unselbstständig. Ich war ja auch immer da und hab alles gemacht und erledigt. Das das falsch war weiss ich jetzt auch. Also ich habe täglich die gleiche Tortur kann mich aber aus angst nicht trennen. Er droht sehr viel weiss wo ich arbeite und würde mich immer finden und da er eh nichts zu verlieren hat würde er wohl auch töten. Mittlerweile hasse ich diesen Menschen nur noch und wünsche ihn den baldigen Tod. Das klingt hart aber alles reden hat nix gebracht und auch die Jungs hassen ihn ….denn er ist sie auch schon desöfteren angegangen beim letzten mal haben sie sich gewehrt und sind dann auch ausgezogen. Ich habe aber den besten Kontakt zu meinen Söhnen, er wird immer nur geduldet und ignoriert. Ach ich könnte noch so viel schreiben vielleicht ein anderes mal. Zum Schluss fragen sich viele warum trennt sie sich nicht ….ja teilweise aus angst was passiert und teilweise aus Bequemlichkeit. Ich habe alles eine tolle Wohnung meine kinder und arbeit in der nähe und meine freunde . Das alles aufzugeben UND weit weg zu ziehen nur wegen diesem sch…. Typ das sehe ich nicht ein und er würde niemals ausziehen….wie auch der hat ja nix ausser sein Alkohol. Ich wünsche euch allen das beste und bleibt stark.

  140. sherrie says:

    Ich bin so glücklich alles dank großer Mutaba der große Liebe Zauberkundige, die eine Rückkehr Liebe Zauber für meine Ex Freund, komm zurück zu mir, ich bin so glücklich, er kann alles tun, um Ihre Forderung zu erfüllen, für den Fall, dass Sie Ihren geliebten Rückkontakt benötigen diese große Liebe Zauberkundiger an greatmutaba@gmail.com er lösen wird alle Ihre Probleme in Beziehungen und Problem habt ihr im Leben…


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