Aufklärung zum Thema Drogen

Einmal Reichtum und zurück

– Ein anonymer Erfahrungsbericht –

Immer wieder hört und liest man von den armen Menschen, die nach einem Drogenerlebnis nicht mehr ihr altes psychisches Gleichgewicht erreichen. Wie ist dieser Umstand zu erklären?
Die Phase des Reichtums

Wenn man ein angenehmes Drogenerlebnis hat, so ist dies oft in einer gewissen Weise mit geistigem Reichtum verbunden. Man kann sich in alle möglichen Welten versetzen. Träume werden wahr. Grenzen werden gesprengt. Wir überwinden körperliche und geistige Barrieren.

Im übertragenen Sinn sind wir Mulitimillionäre: Omnipotent und glücklich.
Die Phase der Armut

Wenn der Rausch aber wieder nachlässt werden uns unsere (geistigen) Millionen wieder abgenommen. Wir sind so ‚arm‘ wie zuvor. Die körperlichen Gebrechen suchen uns wieder heim und unsere Gedanken verlaufen (fast) wieder in den gewohnten, engen Bahnen.

Mit dieser Rückkehr in die alte Welt wird nicht jeder Mensch fertig. Nicht immer gelingt es in das alte Gleichgewicht zurückzugleiten. Es ist in der geistigen Welt so ähnlich wie in der körperlichen: Den Lebensstandard zu erhöhen ist leicht, ihn zu reduzieren ist verdammt schwer.

Dieses ‚Zurückschrauben‘ ist nicht nur bezogen auf die Gedanken, sondern auch auf die Gehirnchemie. Das chemische Gleichgewicht der gesunden Psyche muss nach einem Trip wiedergefunden werden. Gelingt dies nicht, so wird das Gehirn einen neuen Zustand einnehmen müssen, der vielleicht weniger stabil ist: Die Diagnose „Geisteskrank“ ist dann leider nicht mehr fern.

 

Image: © Alswart / Dollar Photo Club

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