Zigarettenrauch schädigt besonders das Erbgut junger Raucher
Zigaretten schädigen das Erbgut von jugendlichen Rauchern stärker als das von erwachsenen Tabakkonsumenten. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die John Wiencke von der University of California, San Francisco, zusammen mit Kollegen durchgeführt hat. Die Wissenschaftler untersuchten das Erbgut von 143 Krebspatienten auf Schäden, die wahrscheinlich auf das Rauchen zurückzuführen sind. Bei der Analyse des Erbguts von ehemaligen Rauchern stellten die Forscher fest, dass offenbar die meisten Schäden bei jugendlichen Konsumenten auftreten. “Wenn wir recht haben, besagt unser Ergebnis, dass etwas beim jugendlichen Raucher passiert, was ihn offenbar für immer verändert”, erklärte John Wiencke gegenüber der New York Times.
In den USA raucht etwa jeder dritte Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Manche Werbefachleute unterstellen den Tabakkonzernen sogar, mit ihrer Werbung bisweilen gezielt Jugendliche ansprechen zu wollen. Vor kurzem wurde in den USA zudem bekannt, dass den Managern der Tabakindustrie die Gefahren des Rauchens im vollen Umfang bekannt sind.
Mediziner vermuten, dass etwa jeder dritte Raucher an den Folgen seiner Sucht stirbt.
[Quelle: Andreas Wawrzinek, New York Times, dpa]
Kommentar hinzufügen