Was sind Halluzinogene?

Kategorie Psychedelische Drogen - 05/2001

Die Bezeichnung “Halluzinogene” scheint eindeutig zu sein. Es handelt sich um Drogen, die Halluzinationen auslösen. Der folgende Bericht will diese Definition untersuchen. Alle gängigen Drogen werden untersucht, ob sie zu der Gruppe der “Halluzinogene” gehören.

Was sind Halluzinogene?

Wenn man sich aufmerksam umhört, so wird man feststellen, dass es für den Begriff “Halluzinogene” zum Teil widersprüchliche oder unscharfe Definitionen handelt. Folgende Ergebnisse brachte eine Recherche in Literatur und Internet

    “Halluzinogen mit veränderter Wahrnehmung und Empfindung, Störungen des Zeit-, Raum- und Körpergefühls (glaubt, seinen Körper zu verlassen), Illusionen (Verkennungen), Halluzinationen (Wahngebilde), Beschleunigung des Gedankenablaufs, plastische Farbvisionen, kaleidoskopartige Bilder, Geräusche werden deutlicher wahrgenommen, Musik körperlich empfunden.” [Link zur Quelle im Internet]

    “Halluzinogene sind Drogen, die Sinnestäuschungen hervorrufen. Zu ihnen zählt man vor allem LSD, Meskalin und Psylocibin, aber auch Ololiuqui und andere, ebenso die Cannabisabkömmlinge, die wir im vorigen Kapitel gesondert besprochen haben.” [Link zur Quelle im Internet]

    “Halluzinogene spielen mit den Wahrnehmungs-Filtern des Bewusstseins. Die Realität wird verzerrt: innere Bilder, Gedanken und Gefühle fließen chaotisch ineinander und überfluten die Psyche. Das Resultat: Eine radikal verwandelte Erfahrungswelt. In diesem Misch-Masch kommt es zu Halluzinationen (»Hallus«): zu optischen (»Optics«), gefühlten (kinästhetischen) und gehörten (»Hör-Optics«). Ihr Realitätsgrad ist oft nicht (oder nur kaum) einzuschätzen. Je nach Stimmung reicht die Wirkung vom »good trip« (Glücksgefühl, Lachanfall) über Selbstüberschätzung bis zum »bad trip« (Angst, Horror-vorstellungen und Panikanfällen inkl. akuter Suizidgefährdung). Oft kommt es auch zum Schaukeleffekt von Euphorie und Dysphorie. Gerade in dieser unkalkulierbaren Wirkung liegen die speziellen Risiken der Halluzinogene.” [Link zur Quelle im Internet]

    “Bezeichnung für Drogen, die in meist schon geringer Dosierung psychotische (s. Psychose) Symptome hervorrufen können, ohne daß eine stärkere Beeinträchtigung von Gedächtnis und Bewußtsein stattfindet. H. sind z.B. LSD, Haschisch, Mescalin, Kokain. Der psychoseähnliche Zustand ähnelt in seinen Symptomen dem der Schizophrenie: Entfremdungserlebnisse (s. Entfremdung), Delirien, ekstatische Zustände usw.
    H. werden z.B. in der Psychiatrie zum Studium psychotischer Phänomene in sog. Modellpsychosen verwendet. Das bedeutet, daß bewußt akustische und optische Halluzinationen hervorgerufen werden, um damit die Probleme der Psychosen im allgemeinen und der Schizophrenie im besonderen studieren zu können.” [
    Link zur Quelle im Internet]

    “Serotonin ist ein Hirnhormon. Es dämpft die Reaktion auf einlaufende Reize und wirkt überall da, wo es einen übermässigen Reizeinfall zu verhindern und abzuschwächen gilt. Serotonin fördert damit die Gewohnheitsbildung und schützt so vor Informationsüberfluss.
    Halluzinogen wirkende Drogen verzögern offenbar den Beginn der Gewohneitsbildung, indem sie die Serotoninproduktion blockieren. Das Gehirn reagiert nun auf an sich altbekannte Reize, wie auf etwas vollkommen Neues. Die Denkprozesse und das Differenzierungs- und Empfindungsvermögen wowie die sensorische Sensibilität sind über die bekannten Grenzen des Normalbewusstseins hinaus gesteigert.
    [...] Halluzinogene sind Chemikalien, die in nichttoxischen (nicht-giftigen) Dosen Veränderungen in der Wahrnehmung, im Bewusstsein und in der Gemütslage hervorrufen, selten jedoch geistige Verwirrung, Gedächtnisverlust oder Desorientierung in bezug auf Personen, Raum und Zeit bewirken.” {6,14}

    “Adolf Dittrich unterteilt die Halluzinogene in zwei Kategorien. Zu den halluzinogenen I. Ordnung gehören LSD, Meskalin (Peyote), Psilocybin (Pilze), N,N-Dimethyltryptamin (DMT, Yopo-Schnupfpulver) und THC (Haschisch). Diese Halluzinogene werden nach ihrer chemischen Struktur von allem in Phenyläthylamin-Derivate (Meskalin), Indol-Derivate (Psilocybin, DMT) und Dibenzypran-Derivate (THC) unterteilt. Zu den Halluzinogenen II. Ordnung gehören Scopolamin (Mandragora, Bilsenkraut, Stechapfel), Stickoxydul (Lachgas) oder Muscimal (Fliegenpilz). [...] Der Hauptunterschied zwischen den beiden Gruppen besteht nach Dittrich darin, dass diejenigen der II. Ordnung seltener strukturierte optische halluzinatorische Phänomene, dafür aber eine stärkere Bewusstseinstrübung hervorrufen.” {6, 16}

Eine sehr viel speziellere Definition liefert der Buchautor Terence McKenna:

    “Halluzinogene sind eine bestimmte Gruppe chemisch aktiver Verbindungen, nämlich halluzinogene Indolalkaloide, die bei der Selbstreflektion eine entscheidende Rolle gespielt haben. Sie besitzen alle eine mit dem besser bekannten Benzolring verbundene, aus fünf Atomen bestehende Penthxylgruppe. Diese Molekülringe machen die Indole zu sehr reaktionsfreudigen Chemikalien und daher in der hochenergetischen Welt des organischen Lebens zu idealen Molekülen für Stoffwechselaktivitäten. Halluzinogene können psychoaktive und/oder physiologische Wirkungen haben und viele Systeme im Körper ansprechen. Einige Indole sind endogenen Ursprungs; Serotonin ist dafür ein gutes Beispiel. Viele andere sind exogen, kommen in der Natur vor und lassen sich in Pflanzen finden, die wir essen können. [...] Es gibt vier Familien halluzinogener Indolalkaloide, die starke Visionen und Halluzinationen erzeugen und auch in Pflanzen vorkommen: Lysergsäure-Alkaloide (z.B. LSD), halluzinogene Tryptamin-Derivate (insbesondere DMT, Psilocybin), die beta-Alkaloide (Harmin und Harmalin) und Ibogain.” {1,61f}

Terence McKenna legt seinen Schwerpunkt der Definition nicht nur auf die Halluzinationen, sondern auch auf das Potential zur Selbsterkenntnis. Er beschreibt im Prinzip das, was andere Autoren auch als “Sakrale” Drogen bezeichnen {5,329}. Die von McKenna gewählte Definition ist sehr viel schärfer als die sonst übliche Defintion. Allerdings ist seine Meinung vermutlich nicht repräsentativ für den allgemeinen Sprachgebrauch.

Möglicherweise erklären sich die Wirkungen der Halluzinogene auch über den Serotonin-Haushalt im Gehirn.

Welche Drogen sind Halluzinogene?

Die folgende Klassifizierung der Drogen soll keinen offiziellen Charakter haben. Es ist die Meinung des Autoren. Weder im Internet, noch in der Literatur wurde eine Zuordnung gefunden, wie sie nun folgt. Zwar werden alle Drogen nur kurz in Form einer Liste aufgeführt, doch wurde jeder Stoff sorgfältig recherchiert. Die Liste der Quellen am Ende des Textes zeigt auf, wo die zugrundeliegenden Informationen liegen.

Ganz sicher…

Bei den folgenden Drogen spielen Halluzinationen eine wichtige Rolle. Jeder Konsum dieser Drogen wird Bilder und/oder Klänge im Kopf des Konsumenten erzeugen.

  • DMT
  • Fliegenpilz
  • Harmin und Harmalin (Ayahuasca)
  • Ibogain
  • Kokain
  • Lysergsäure (LSD, Ololiuqui (”Trichterwinde”), Stipa robusta (”Schlafgras”))
  • Meskalin (Peyote-Pilze)
  • PCP (und das schwächere Ketamin)
  • Psilocybin (”Zauberpilze”)
  • Salvinorin (Salvia Divinorum) {3,462 und 861} {4,67}
  • Tropan-Alkaloide (Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel, Tollkirsche, Engelstrompete…)

Tendenziell schon…

Die folgenden Drogen erzeugen unter bestimmten Bedingungen zwar Halluzinationen. Doch die Bilder sind nur flüchtig und eher ein psychisches “Nebenprodukt” der Droge.

  • THC (Cannabis. Bei oraler Aufnahme treten ansatzweise Halluzinationen auf.)
  • Opium (Morphium. Visionen treten zwar auf, aber andere Effekte sind wichtiger. Gilt wohl auch für Heroin.)
  • MDMA (Wirkt visualisierungs-steigernd, an der Grenze zu Halluzinationen) {5,247}

Eher nicht…

Die folgende Droge steigert zwar das innere Erleben, wobei der Begriff “Halluzination” viel zu hoch gegriffen wäre.

  • MDA (wirkt emotions-steigernd) {5,245}

Ganz sicher nicht…

Die folgenden Drogen erzeugen bei normalem Konsum eigentlich nie irgendwelche Halluzinationen.

  • Alkohol
  • Amphetamin (Weckamin, Benzedrin, Pep,…)
  • Aufputschmittel
  • Beruhigungsmittel
  • Cola-Nuss
  • Kaffee
  • Kath (enthält Cathin, ist den Weckaminen ähnlich und wirkt etwas stärker als Kaffee)
  • Kawa-Kawa (löst Euphorie und ruhige, friedliche Träumerei aus)
  • Lösungsmittel
  • Tabak
  • Yohimbe

Quellen

{1} Terence McKenna “Speisen der Götter“, erschienen bei Edition Rauschkunde

{2} Jim DeKorne “Psychedelischer Neoschamanismus“, erschienen bei Edition Rauschkunde

{3} Christian Rätsch “Enzeklopädie der psychoaktiven Pflanzen

{4} Bert Marco Schuldes “Psychoaktive Pflanzen“, erschienen im Nachtschatten-Verlag

{5} Schmidtbauer und Scheidt “Handbuch der Rauschdrogen

{6} Alexandra Rosenbohm “Halluzinogene Drogen im Schamanismus“, erschienen im Dietrich Reimer Verlag

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Kategorie Psychedelische Drogen - 10 Kommentare.

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  1. 1. Claas schrieb:

    das ist mist

  2. 2. Alexandra schrieb:

    so a mist so ne scheiße

  3. 3. Jessica schrieb:

    das man überhaupt so was macht kann an nich versthen derjenige der das nimmt muss ech langeweile ham

  4. 4. Theresa schrieb:

    So ne Scheisse

  5. 5. Mutter schrieb:

    gut

  6. 6. NATASCHA schrieb:

    krass .. ist voll gut beschrieben und so.. :D also hast´mir echt geholfen! DANKE!!! :D

  7. 7. Nicole schrieb:

    ja eh gut es is sehr gut das mann soetwas macht enn die was sich nicht auskennen die sind nicht gut über das invormirt also eien GUTE sache passt by bis spädda

  8. 8. freshmasterjay schrieb:

    Deutsche Sprache = schwere Sprache. Der einzig interessante Teil ist der über das Serotonin. Deswegen danke.

  9. 9. Ich schrieb:

    ähm…sicher, dass das Peyote”pilze” sind?

  10. 10. anna-maria schrieb:

    yooooooooooooooooooooooooooooooo

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