Tödliche Gefahr durch neue Partydroge “Liquid X”

Kategorie Designerdrogen - 03/2000

Bei der synthetischen Drogen “Liquid X” handelt es sich um einen vielseitigen Stoff, der in verschiedenen Facetten überall diskutiert wird. Er ist vielleicht das Paradebeispiel dafür, wie man zwei Stoffe mischt und dadurch ein vielseitig potentes Gift herstellt.

Bericht aus der WELT

GHB - Die neue Partydroge

Anonyme Quelle

Links zu Flunitrazepam

Bericht aus der WELT

Billiges Rauschgift lässt sich einfach herstellen – Todesfälle in USA und Frankreich – Lage in Deutschland noch unklar

Von GERHARD CHARLES RUMP am 02.07.1998

Berlin - Einige zunächst rätselhafte Todesfälle vor allem in den USA und Frankreich haben eine neue “Partydroge” ins Rampenlicht gerückt: “Liquid Ecstasy”, auch “Liquid X” genannt. Andere “Tarnnamen” für den Stoff, den die Chemiker Gamma-Hydroxy-Butyrat (GHB) nennen, sind “Grievous Bodily Harm”, “Georgia Home Boy”, “Soap”, “Scoop”, “Easy Lay”, “Salty Water”, “G-Riffick”, “Cherry Meth”, “Nature’s Quaalude”, oder “Somatomax”.

In Deutschland rätseln die Behörden noch und haben keine genaue Übersicht über die Verbreitung der neuen Droge. In Frankreich wird GHB, aus Amerika kommend, hauptsächlich über Marseille eingeführt. Mittlerweile gibt es auch schon eine Reihe von Küchenlabors, in denen GHB heimlich produziert wird.

Der Herstellungsprozess ist erschreckend simpel: Man kippt praktisch am heimischen Herd lediglich zwei leicht beschaffbare Substanzen zusammen. Gerade dies ist aber besonders gefährlich, da man dabei nicht sicher sein kann, welche Wirkstoffkonzentrationen entstehen. Ein Überdosis von GHB, die oberhalb von zirka 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht liegt, führt zu stundenlangem Koma und schließlich zum Tod. Eine Chance zu überleben besteht nur, wenn schnell Antagonisten (Anticholium, Physostigmin) verabreicht werden.

Die neue Partydroge wurde bereits 1960 im Pariser Klinikum Boucicant von Professor Henri Laborit synthetisiert. Sie wurde als verschreibungspflichtiges Medikament (Gamma OH, chemisch HOOC- CH2-CH2-CH2OH) zugelassen, mit Anwendungen als Anästhetikum, Antidepressivum und Wachmacher, aber auch als Entzugsmittel bei Suchtkrankheiten, vor allem bei Alkohol und Opiaten.

GHB stimuliert überdies die Ausschüttung von Wachstumshormonen, was nicht nur Muskelmänner und -frauen zu schätzen wissen, sondern auch Menschen, die versuchen, den Alterungsprozess zu verlangsamen. So fand die Substanz schnell aus den USA ihren Weg nach Europa, wo sie schon länger von Bodybuildern zum Fettabbau und zur Förderung des Muskelwachstums genutzt wird.

Die ersten Todesfälle, die mit einer missbräuchlichen Nutzung von GHB in der “Raver”-Szene im Zusammenhang standen, wurden 1990 in den USA registriert. Daraufhin wurde die Substanz in den USA verboten. Dennoch wird es weiterhin illegal hergestellt und nach Europa exportiert – und das ausgerechnet über Frankreich, wo man GHB bislang noch sogar auf Rezept erhalten kann.

Die französischen Behörden erwägen jetzt ein Verbot der Substanz, was allerdings, so steht zu befürchten, die illegalen Küchen nur vermehren und die Zahl der Todesfälle in die Höhe treiben dürfte. Im Internet finden sich jedenfalls zahlreiche und widersprüchliche Informationen über GHB nebst Adressen, über die man die Substanz beziehen kann, und sogar präzise “Kochanleitungen”.

Die Droge verursacht ganz ähnlich wie “Ecstasy” ein universales Wohlgefühl und intensivierte Wahrnehmungen, ohne aber den Begleitumstand der männlichen impotentia coeundi. Im Gegenteil: Die Droge GHB wirkt bei beiden Geschlechtern stark sexuell stimulierend und potenzfördernd.

GHB ist sehr billig – deutlich billiger noch als Ecstasy. Eine Ecstasy-Pille kostet zwischen zehn und 20 Mark im Straßenverkauf, GHB erhält man für etwa zwei Mark pro Gramm. Doch auch GHB ist nicht frei von Nebenwirkungen. Als sehr schnell auf das Zentralnervensystem wirkendes Mittel greift es ähnlich wie Kokain in den Stoffwechsel des Neurotransmitters Dopamin ein. Der durch die Dopaminanreicherung hervorgerufene “Flash” mündet bei GHB regelmäßig in den “Crash” aus Übelkeit, Schwindelgefühl, Anfällen bis hin zur Amnesie.

Als “Entzugserscheinungen” – obwohl über das Sucht- und Abhängigkeitspotential von GHB nur wenig bekannt ist – sind Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Muskelkrämpfe, Zittern und Angstzustände bekannt gemacht geworden. Lebensgefahr besteht in der Kombination von GHB mit Alkohol – die Wirkungen steigern sich gegenseitig und offenbar stärker als bei anderen Mitteln.

GHB ist eine farb- und geruchlose, leicht salzig (”Salty Water”) schmeckende Flüssigkeit, es gibt GHB aber auch als Puder (zum Auflösen) und in Kapseln. Von einigen Medizinern wird es als Mittel gegen Depressionen aller Art eingesetzt. GHB soll, etwa vier Wochen lang regelmäßig genommen, eine echte Heilung von depressiven Zuständen bewirken können. Der Gebrauch von GHB ist schwer zu entdecken, denn wer GHB zu sich nimmt, fällt, anders als bei den meisten Rauschmitteln, nicht auf.

Es steht zu befürchten, dass die Droge auch hierzulande in der Partyszene populär werden könnte. Eine rechtzeitige Aufklärung über die mit dem Konsum dieser Droge verbundenen tödlichen Gefahren ist daher dringend nötig.

Spannend ist auch, dass GHB mittelfristig das etwa 50fach teurere Kokain vom Markt drängen könnte. Das wäre dann nicht nur das Austreiben des Teufels durch den Beelzebub, sondern würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu einem Krieg zwischen den jeweiligen “Lieferanten” führen und die Polizei in Atem halten.

[Quelle: DIE WELT]

GHB – Die neue Partydroge

Was ist GHB?

Diese Substanz wird auch gammahydroxybutyrate genannt und ist eine farblose, geruchlose Flüssigkeit mit einem markantem salzigem Geschmack. GHB wird geschluckt oder gespritzt, es kommt aber auch in Form von Puder oder Kapseln am Markt vor. Natürlich gibt es, wie bei jeder anderen Droge auch, andere Namen dafür. Beispiele sind: * Flüssiges Extacy * Liquid X * Georgia Home Boy * Soap * Grievous Bodily Harm * Scoop * Easy Lay * Salty Water * G-Riffick * Cherry Met  * Somatomax * Quaalude der Natur

Woher kommt die Droge?

Die neue Partydroge wurde bereits 1960 als verschreibungspflichtiges Medikament zugelassen. Diese Substanz wird vor allem von Bodybuildern zum Fettabbau und zur Förderung des Muskelwachstums genutzt. Sie wird hauptsächlich über Frankreich/Marseille eingeführt. Jedoch gibt es bereits einige “Küchenlabors” in denen GHB heimlich hergestellt wird. Die Herstellung an sich ist erschreckend simpel: Man mischt einfach 2 verschiedene Substanzen zusammen und erhitzt diese. Die Zutaten dafür findet man in jedem Supermarkt und in der Apotheke. Es können jedoch auch Bestandteile wie diverse Lösungsmittel und ätzendes Soda hinzugefügt werden.

Welche Folgen können nach der Einnahme auftreten?

Schädliche Effekte können 15 Minuten bis zu 1 Stunde nach der Einnahme auftreten. Dazu gehören: * Übelkeit * Schläfrigkeit * Atmungsbedrängnis * Gedächtnisverlust * Schwindelgefühl * Koma * Tod. Eine Überdosis von GHB die über 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht liegt, kann zu einem stundenlangen Koma und schließlich zum Tod. Lebensgefahr besteht außerdem bei Verbindung mit Alkohol. Eine Überlebenschance besteht dann nur, wenn rasch Antagonisten (Anticholium und Physostigmin) verabreicht werden.

[Quelle: Heike, die bei Altavista gesucht hatte. Danke!]

Anonyme Quelle

Soweit ich weiß, und gemäß den vorliegenden Info’s im Netz (http://lycaeum.org, http://hyperreal.com) versteht man unter Liquid Ecstasy GHB (Gamma-hydroxybutyrate).

GHB, daß als Salz (Na-GHB oder K-GHB) konsumiert wird, meistens in einer Lösung, daher Liquid E, ist eine Vorstufe des Neurotransmitters GABA. Sie ist in jedem Gehirn von Säugetieren und Menschen vorhanden, und wird nach der Einnahme im Körper in GABA umgewandelt.

Die Berichte über Horrortrips und Gefahren sind IMHO völlig übertrieben. Ich habe nur gute Erfahrungen mit GHB gemacht, daß man als GHB-Kit (zwei Chemikalien, NaOH + GBL, die man zusammenschütten muß, wodurch in einer exothermen Reaktion dann GHB entsteht) bestellen kann.

Alle angeblichen Todesfälle mit GHB traten auf, wenn die Leute vorher intensiven Mischkonsum betrieben hatten. So ist die Kombination GHB + Alkohol oder GHB + Benzodiazepin besonders gefährlich, da beide Substanzen CNS depressants sind (zentral wirksame, dämpfende Mittel), deren Wirkung sich nicht nur addiert, sondern potenziert. Aber von Mischkonsum ist eigentlich bei ALLEN Drogen abzuraten.

Einen schlechten Ruf erwarb GHB auch dadurch, daß die in höheren Dosierungen narkotisierende Substanz angeblich als “date rape drug” verwendet worden ist, ein Issue, der in Europa eher unbekannt ist, in den USA dagegen hysterisch diskutiert wird (ähnlich der Diskussion um Rohypnol bzw. Flunitrazepam).
Die “date rape drug” Nr. 1 ist und bleibt Alkohol.

In den 80er Jahren wurde GHB als Nahrungsergänzung in Läden für Gesundheitskost verkauft, besonders Bodybuilder waren die Kunden, weil GHB das Wachstumshormon stimulieren soll. Später wurde GHB dann aufgrund der Horrorgeschichten in den Medien etc. illegalisiert.

Der Name Liquid Exstasy ist insofern irreleitend, als daß GHB kein Amphetaminderivat ist. In geringen Dosen wirkt GHB wie Alkohol, in mittleren Dosen stimuliert es sexuelle Energie, enthemmt, ist ein Entaktogen wie XTC; in hohen Dosen schläft man schließlich ein. GHB wirkt auch als Antidepressiva, weil es nach Ablauf seiner 4-stündigen Wirkungsdauer die Dopaminproduktion stimuliert, so dass man sich am nächsten Morgen frisch und fit fühlt.

GHB wurde 1963?? von dem französischen Chemiker/Pharmakologen Henri Laborit entdeckt, in Deutschland ist es als Anaesthetikum unter dem Namen “Somsanit”? auf dem Markt. Gute Erfahrungen hat man mit dem Einsatz von GHB bei Alkohol- und Drogenentzügen gemacht.

Zur besseren Information als diese von mir aus dem Gedächtnis zusammengestellten Fakten empfehle ich eine der zahlreichen GHB-FAQs. Einfach “GHB” und “FAQ” in eine Suchmaschine tippen und nachlesen.

[Quelle: Anonym]

Links zu Flunitrazepam

http://www.unizh.ch/wwwikc/vdm/vd_105.htm

http://www.aerztezeitung.de/de/htm/net/naturhei/054a1001.htm

http://foren.medizin-forum.de/articles.public/article_show.html?newsgroup=25&lid=0&id=6961&page=

[Quelle: Psychonaut]

Nachtrag

03/2001 Es gab Leserstimmen, die den Darstellungen dieses Artikels widersprachen. Die Informationen zu Designerdrogen scheinen recht widersprüchlich zu sein. Dies ist sicherlich eine Auswirkung des Verbotes: Die Forschung kommt nicht voran.

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Kategorie Designerdrogen - 2 Kommentare.

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  1. 1. der Ammer87 schrieb:

    Ähm….TEUFELSZEUG, junge Frau…lg

  2. 2. bangeer schrieb:

    ihr penner

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