Pilz-Erlebnis am See
- Ein anonymer Erfahrungsbericht -
Das war das absolut geilste Erlebnis meines ganzen Lebens. Ich hatte schon mal Pilze (2g) gefressen…aber außer Lachkickse und ein bißchen das Gefühl des Neben sich Stehens hatte ich nicht wirklich. Ich war total enttäuscht. Ich dachte echt, ich bin “resistent” dagegen und es würde nicht wirken weil ich zu sehr darauf warte. Aber in dieser Vermutung sollte ich mich mächtig täuschen.
Am Donnerstag den 30.05.2002 erlebte ich etwas, was ich nie für möglich gehalten habe. Ich hatte immer so viel darüber im Internet gelesen, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es bei mir auch so wirken würde. Um 15 Uhr traf ich mich mit zwei Freunden. Wir zerkleinerten 5 g Pilze und aßen sie mit Joghurt. Ich fand es mehr als widerlich. Es schmeckte wie Fisch mit alten Pilzen…ahahahah, könnte jetzt noch kotzen.
Dann fuhren wir zu einem nahen See, der von Bäumen umringt war. In einer Lichtung setzten wir uns hin…wir lagen alle auf’m Rücken und schauten in den bewölkten Himmel…. Nach einer Weile drehte ich mich zur Seite und schaute ins Gesicht meines Bekanntens…und ich musste einfach lachen…ich weiß nicht wieso, aber ich hab mich überhaupt nicht mehr einbekommen…er sah normal und doch anders aus. Ich kannte ihn doch schon so lange und doch kam er mir irgendwie fremd, total verändert vor…ich wollte ihm das sagen, aber ich bekam die Wörter nicht raus. Also schrieb ich es auf….das krasse daran war…ich schrieb ohne zu überlegen..also meine Hand gleitete und es entstand ein Text ohne das ich daran gedacht habe und als ich später darauf sah, las ich genau das was ich ihm sagen wollte…es war total unwirklich…der “Lachanfall” dauerte ungefähr eine halbe Stunde… dann legte ich mich wieder hin und sah einfach nur in den Himmel…und dann ging’s los.
Die Wolken trennten sich in der Mitte und entschwanden in beide Seiten. Aus der Mitte kam eine Gottes ähnliche Figur der seine Arme über mir ausbreitete. Er sah so freundlich aus. Mir wurde richtig warm und ich fühlte mich so geborgen, wie ich mich noch nie in meinem ganzen Leben gefühlt habe. Niemand konnte mir was anhaben. Es war, als wäre ich in einer Blase, die nicht zu zerstören war…Alles Böse dieser Welt hatte sich von mir abgewandt…Alles war nur noch wohlig…Es war wie in diesen Zeichentrick Filmen, wo alles plüschig und weich ist einfach geil…ich war mit mir und allem anderen zu 100% zufrieden…
Dann überfluteten mich tausende von Bildern die sich am Himmel für mich auftaten. Es waren alles schöne Symbole und Menschen – fremde, aber auch bekannte…Es war wunderschön…mit diesem Wohlbefinden steigerte sich aber auch die Lust in mir…ich hatte den Drang zu kuscheln, zu küssen…ich wünschte mir einfach jemanden an meiner Seite..dem ich meine ganze Liebe geben durfte…ich bin ganz ehrlich, mir kam schon der Gedanke mir einen meiner Freunde zu schnappen, nur ich wusste ganz genau, dass ich das später bereuen würde…also stand ich mit einer ruckartigen Bewegung auf und beschloss ein bißchen durch den Wald spazieren zu gehen.
Ein Spaziergang im Wald
Mein Bekannter wollte mich so nicht alleine los gehen lassen, also kam er mir hinterher….ich sag nur eins, Leute die auf Drogen sowieso schlecht klar kommen, sollten es lassen in den Wald zu gehen…aber für mich war es ein irres Erlebnis…beim gehen schaute ich auf den Boden und alles bewegte sich…also ich meine, du sahst auf einmal jedes einzelne Tier…wenn ich früher normal durch den Wald ging, nahm ich die Tiere gar nicht oder kaum wahr…aber diesmal sah ich wie die Tier miteinander lebten, sah wie sie “wohnten”…und am ganze Körper juckte und kribbelte es einen…man dachte der Körper war von Tieren übersät.
Ich ekel mich eigentlich vor solchen Kriechtieren und man sieht mich schon 5 m im Voraus laufen, aber diesmal war es anders. Ich empfand es als angenehm. Es war so, man fühlte seinen Körper…Ich sah alles ganz anders…Blätter waren für mich nie etwas besonderes Gewesen, aber jetzt sah ich wie ein einzelnes Blatt aufgebaut war…wie beschreibt man ein Blatt..? Grün – ovale bis rundliche Form…aber nicht auf Pilzen…man sieht die einzelnen Stränge, wie das Blatt in sich verbunden ist…jedes einzelne Haar auf dem Blatt wird wahrgenommen und es wirkt dick und schwer. Alles, aber wirklich alles war größer, weiter und jedesmal wenn man an einer Stelle vorbeika sah sie anders aus…aber nicht beschreiblich anders.
Sie wirkte einfach anders auf einen…und während man durch den Wald ging, kam es einem so vor, als ob immer jemand bei dir war…(klar, mein Freund was da, aber das meine ich nicht, es war wie ein unsichtbarer Begleiter, der dir immer über die Schulter guckt), manchmal war dies ganz angenehm, man fühlte sich sicher, es war wie ein Beschützer der dich vor allem Bösen beschützt, aber andererseits machte es mir auch Angst, weil man ihn nicht los werden konnte, selbst wenn man es wollte. Man kam sich von einem Moment zum anderen total beobachtet und verfolgt vor…das war schon unangenehm und erschreckend…
Auch die Luft war für einen sichtbar…bei jedem Schritt durchbrach man eine seidige Mauer…man hörte es sogar… Während wir durch den Wald gingen merkten wir gar nicht wieviel wir gegangen waren, aber mit einem Mal waren wir wieder an unserer Wiese und erst da bemerkten wir, dass wir um den ganzen See gelaufen waren. Ich war auch richtig außer Atem und mein Herz raste, aber ich war nicht erschöpft oder kaputt.
Ich spürte meinen Körper gar nicht richtig…Ich winkelte meine Knie an und was ich dann sah war…ach keine Ahnung…mein Bein sah so dünn aus, so richtig Magersüchtig…ich kam mir so zerbrechlich vor…als ich nach meinem Bein griff, griff ich voll daneben, weil ich nicht wusste wo das Bein ist und ob es überhaupt zu meinem Körper gehört. Als ich es anpackte, spürte ich es nicht so als würde ich mich selbst anfassen, es fühlt sich so an, als wenn ich von jemand anderem das Bein halten würde. Total kraß. [Anmerkung von Psychonaut : Leider passieren in diesem Zustand immer wieder mal Selbstzerstückelungen.]
Totenköpfe am Himmel
Ich beschloß mich lieber meine Wolken zu widmen, doch was dann passierte, hätte ich echt nicht gedacht. Monsterköpfe kamen immer schneller auf mich zu, umkreisten mich, griffen nach mir, lachten höhnisch dabei…sie schauten mich mit so erbitternden Augen an…es war alles so real…Der Himmel fing an Totenköpfe nach mir zu schmeißen und Skelette fielen vom Himmel und knallten in den See…Ich empfand das alles überhaupt nicht als beängstigend…vielleicht auch nur, weil ich sowieso so ein Horrorfilm Fan bin….ich ließ mich einfach gleiten und ließ alles auf mich wirken…meine Freunde meinten nachher, dass ich total verängstigt ausgesehen habe…aber als so kraß hab ich das nicht empfunden.
Ich machte mir mit einem Mal Gedanken darüber, wie es wäre, wenn dieser Zustand ein Leben lang anhalten würde…Ich überlegte mir, wie es wohl morgen sein würde, da ich dann arbeiten müsste…in so einem Zustand könnte ich das gar nicht…wollte ich auch gar nicht…ich empfand den Tag als absolut geil und ich wünschte mir er wäre noch lange so weiter gegangen , aber für immer…? NIEMALS….ich glaube dann würde ich meinem Leben ein Ende setzen….
Der Rausch endete mit einem Mal, als ein Bekannter kam und ne Knarre zog…ich hab panische Angs vor Knarren…mit einem Satz war ich aufgestanden und super sauer in den Wald gelaufen..mein Freund kam hinter her und wir setzten uns ruhig hin und fingen an, über das erlebte zu sprechen…das war total toll, weil wir fast beide das selbe erlebt haben…als wir zurückgingen, waren wir wieder unten…na ja, was heißt unten…ich nahm die Welt wieder normal war…ich sah die Luft nicht mehr, es kamen keine Gestalten aus dem Himmel und auch die Leute sahen wieder normal aus…aber es war ernüchternd…die Welt wirkte total klein, beengend…die Leute sahen langweilig und driste aus….es war total ernüchternd….leider…davor hatte ich immer Angst, dass die Welt danach langweilig ist und ma keinen Spaß mehr daran hat…ich war total müde und ich wollte nur noch in mein Bett.
Im Bett machte ich mir dann noch tausende Gedanken…Es klingt vielleicht lächerlich, aber ich musste über jeden Scheiß heulen…es kam mir vor als würde die Welt mich erdrücken, sie engte mich ein…ich kam mir überall gefangen vor, so als würde mir jemand die Luft abschnüren…ich hab mir dann Musik angemacht, die Augen geschlossen und habe relaxt…danach weiß ich nur noch das ich morgens um halb 7 aufgewacht bin…Heute ist alle ganz normal…ich komme mir nicht vermatscht vor und die Welt ist auch wieder ganz normal, obwohl man sie jetzt mit ganz anderen Augen sieht….
Es mag vielleicht verrückt klingen, aber ich glaube, dass was ich gesehen habe, gibt es wirklich..(nicht das ich jetzt verrückt werde…), wir sind bestimmt nicht alleine hier und wird es nur nicht deutlich…ich bin dankbar, dass ich dieses Erlebnis hatte und freue mich auch schon aufs nächste Mal…viele sagen, es ist Schwachsinn, aber für mich hat sich die Welt verändert. Aber nicht zum negativen…auch die negativen Sachen am Ende, können nicht mit den guten mithalten. Iich habe Dinge gesehen und erlebt, welche anderen oft verborgen bleiben…



10/2009 um 22:56
Wow, das ist 1:1 so, wasich früher (etwa 1976 – 1982) unter LSD erlebt habe. Genau so.
03/2012 um 22:56
ich hab das alles mit 14 erlebt, nur hat der wald mir dinge erzählt, die mir eigentlich mein vater beibringen sollte. Ich kann hiermit behaupten, dass ich meine manieren, mimik, vorstellungen von allgemeineinstellungen und menschenkenntnisse vom tripgelernt hab. es war ne schöne zeit. einen horrortrip hatte ich auch schon. nur hab ich es heraus provoziert. ich wollte es nahezu. ich dachte mir, wie sei es. und es war da. also NIE DARAN DENKEN. am anfang lacht man, auf dem trip sollte man “hängen bleiben”. Wenn ihr den trip ausprobiern wollt, macht es mit reinem gewissen, aus jucks, in einem gewohnten raum oder gebiet und mit guten freuden, die man als vertrauenspersohn sieht… und ich sage ich habe in jedem einzelnen trip was anderes gesehen. falls ihr es ausprobiern wollt, seit nicht negativ bewertet, wenn es zum horrortrip wird, es wird euch selbst zu zuschreiben…
03/2013 um 23:00
lieber nicht nachmachen. kann zu psychose und angststörung führen. das wird man sein leben lang nicht mehr los.