Die Rolle der Angehörigen von Alkoholikern
Dieser Artikel kann nicht die Situation von Angehörigen in ihrer ganzen Tragweite erfassen. Darüber wurden schon viele Bücher geschrieben. Aber ich möchte versuchen, für Verständnis für die Situation der Menschen zu werben, die in der scheinbar ausweglosen Situation sind, mit einem Suchtkranken leben zu müssen.
Diese Menschen sind oft über Jahre hinweg in ein Leben hinein geraten, das sie nicht sicherlich nicht gewünscht haben, und das anfangs in ihrer Tragweite gar nicht zu erkennen war. Vielleicht erkennt der eine oder andere Leser seine eigene Situation und bekommt das Gefühl, dass es doch nicht hoffnungslos ist. Oder einer erkennt die Lage einer Nachbarin oder Kollegin, und kann ihr einige Hinweise geben.
Es wird viel geschrieben über den Alkoholiker, über Therapiemöglichkeiten, über die Folgen der Krankheit, über die Situation im Allgemeinen. Dabei wird leicht vergessen, dass auch andere Menschen in das Leben eines Alkoholkranken eingebunden sind, in aller erster Linie die Familie, aber auch andere nahe Verwandte und nicht zuletzt Arbeitskollegen.
Die am stärksten Mitbetroffenen sind die Familienangehörigen. Wer einmal das Leben eines Alkoholikers, vielleicht auch nur auszugsweise, miterleben durfte oder musste, kann sich ein Bild machen von seinen Problemen. Feiern, Verlust des Arbeitsplatzes und/oder des Führerscheins, Krankenhausaufenthalte wegen Entzug sind nur die Spitzen eines Eisberges. Das tägliche Leben spielt sich in Bahnen ab, die oft nur wenig nach außen dringen. Es sind Lügen, weil man mal wieder am Montag nicht zur Arbeit konnte, weil der Magen zu sehr rebellierte, es sind Wutausbrüche, kaum vorstellbare Aggressionen allen Menschen gegenüber, es ist Übergeben, weil der Alkohol doch mal wieder zu viel war. Dazu kommen Zittern, Schmerzen, Selbstmitleid, Krankheit und vieles andere mehr.
Und wenn man sich das einmal innerhalb einer Familie vorstellt, auf wenigen Quadratmetern Wohnfläche, mit vier oder fünf Personen, Ehepartner und Kindern, kann man sich vorstellen, dass alle Familienmitglieder unter diesen Umständen leiden. Ein guter Nährboden für ein harmonisches Familienleben ist das auf gar keinen Fall. zudem dann noch sehr oft akuter Geldmangel hinzukommt, da der Suchtkranke das meiste in den Alkohol investiert.
Der Ehepartner oder die Ehepartnerin
Diesen Ehepartnern kommt fast immer eine entscheidende Rolle zu. Die Krankheit bricht nicht plötzlich mit aller Macht aus, Alkoholismus entwickelt sich schleichend. So fängt der Suchtkranke langsam an, immer mehr zu trinken. Die Krisen durch zu viel Trinken sind anfangs nicht so schlimm, und werden oft leichtfertig übergangen. So wird ein Vollsuff entschuldigt, das peinliche Benehmen wie Übergeben oder stark auffälliges Verhalten werden vergessen. Irgendwann aber wird es zuviel, eigentlich ist es nicht mehr zu ignorieren. Trotzdem macht der Partner oder die Partnerin weiter. Schließlich soll dem anderen ja geholfen werden. Es folgen Ermahnungen, es wird beim Chef gelogen („Rufst Du bitte mal an, ich wäre beim Arzt, mir ist heute so schlecht!“. Und der Partner oder die Partnerin ruft dann an, gegen das eigene schlechte Gewissen. Der Grund, dem geliebten Mann oder der Frau doch nur helfen zu wollen, reicht aus. Ich habe einige Frauen kennengelernt, die das jahrelang gemacht haben. Andere haben ihren Partner aus dem Rinnstein aufgehoben, drei Etagen nach oben geschleppt, gewaschen, den Schlafanzug angezogen und ins Bett gelegt. Die Palette des Helfens ist unendlich. Diese Verhaltensweisen werden als Co-Alkoholismus bezeichnet.
Co-Alkoholismus
Diese Verhaltensmuster sind auf der einen Seite nur zu verständlich, auf der anderen Seite unterstützen sie den Kranken, und können, wenn sie nicht aufgegeben werden, mit zum Tode führen.
Es ist nur natürlich und auch richtig, einem Kranken helfen zu wollen. Wenn der Lebensgefährte eine Grippe hat, steckt man ihn ins Bett, reibt ihm die Brust rein („Liebe und W…WaPu.. J), macht die Wärmflasche heiß und vieles andere mehr. Aus den gleichen Gründen wird man natürlich auch jemanden pflegen, der zu viel Alkohol getrunken hat. Wenn es ein einmaliger Ausrutscher ist, würde ich es übrigens auch genauso machen und lachend verzeihen. Das kann ja mal passieren, wir sind alle nur Menschen.
Aber wenn diese Ausfälle sich häufen, sind dies immer Alarmzeichen. Auch alle Jahre wieder würde meine persönliche Toleranzschwelle überschreiten. In Alkoholikerfamilien geht das aber über viele Jahre, oft regelmäßig treten schlimme Situationen ein. Aus einem einmaligen Ausrutscher wird eine Regel und diese Regel zerstört die Menschen. Der Nicht–Alkoholiker steht seinem Partner, den er ja eigentlich liebt, machtlos gegenüber. Endlose Schwüre und unzählige Versprechungen, die Hände vom Sprit zu lassen, werden immer wieder enttäuscht, oft schneller, als sie ausgesprochen wurden. Das Leiden verstärkt sich durch Streitereien, aus denen Zornausbrüche entstehen, die oft genug zu Gewalt dem anderen gegenüber führen. Aber auch ohne Schläge wird der oder die Angehörige täglich zermürbt durch die unerträgliche Situation mit seinem oder ihren Partner. Aber aus dem fehlenden Wissen um eine andere Art und Weise des Helfens entsteht eine Machtlosigkeit und das Leben geht immer weiter. Oft haben die Frauen, die solches Leben mit ihrem Mann erdulden müssen, das gleiche oder Ähnliches bereits im eigenen Elternhaus miterlebt und die eigene Mutter hat es vielleicht bis zum Tod des Vaters ertragen. Dann weiß die Frau auch nichts anderes, als es gegebenenfalls auch bis zum Tod des Ehemannes auszustehen.
Vielleicht staunt jetzt der Leser, dass so etwas in unserer Zeit überhaupt noch möglich ist. Aber vergessen wir nicht, dass sich das alles hinter geschlossenen Türen abspielt, über Alkoholismus redet man auch heute noch nicht, die Betroffenen schämen sich. Und so sehr unsere Zeit auch aufgeklärt zu sein scheint, sie ist es nicht! Solche Dinge spielen sich tagtäglich hinter unseren Fenstern ab, in allen sozialen Schichten. Auf dieser Site werden Zahlen genannt von 2,5 Mill. bekannten Alkoholkranken. Diese Zahlen stammen meines Wissen nach von vor 20 Jahren. Dann kamen die neuen Bundesländer dazu, und wir haben eine erhebliche Dunkelziffer. Mann kann problemlos von 5 – 7,5 Mill. Alkoholkranken in unseren Ländern sprechen. Das bedeutet mindestens genauso viele Familien. Und wir haben 36 Mill. Haushalte in der Bundesrepublik! Also jeder sechste oder siebte Haushalt ist vom Alkoholismus betroffen!
Eine positive Entwicklung
Die ersten Abstinenzlergruppen kümmerten sich nur um den Kranken selber. Was ja auch richtig ist, denn um ihn geht es ja aus seiner Sicht in erster Linie. Das Trockenwerden und das trockene Leben wird den Betroffenen sehr zum Positiven verändern und er wird vieles, das im Suff zerstört wurde, vielleicht wieder aufbauen können. Aber vielleicht kann sich der Leser ein wenig in die Situation einer Ehefrau hineindenken, die den Zerfall ihres Mannes und der eigenen Familie über viele Jahre miterleben musste. Auch bei diesen Frauen ist vieles zerstört worden und sie benötigen genauso viel Hilfe wie der Alkoholiker selber. Die Ehe und die Familie wurde von beiden gelebt und kann auch nur von beiden wieder aufgebaut werden. Und die Frau kann nur sich selber wiederaufbauen. Denn das Vertrauen in den Partner wurde zerstört, das Vertrauen in sich selber und das Leben im Allgemeinen. Sexuelle Probleme, seelische und psychosomatische Krankheiten sind nicht selten.
Aus diesen und vielen anderen Gründen kümmern sich moderne Selbsthilfegruppen um die Angehörigen, auch um die Kinder, die ich bisher leider völlig außen vor gelassen habe. Mittlerweile sind es oft die Angehörigen, die den Hausarzt ansprechen, was sie tun können und der gibt ihnen Ansprechpartner der Gruppen, die ihm bekannt sind. Und so kommen sie dann in eine neue Welt, die ihnen hoffentlich alternative Wege aufzeigen können, aus diesem Dilemma hinaus zu kommen.
Als erstes wird eine solche Gruppe versuchen, den oder die Angehörige selber zu stärken. Das Selbstbewusstsein wird das Jahre andauernde Chaos sehr angeknackst sein, die Ratlosigkeit ist meistens grenzenlos. Aber der erste Prüfstein kommt in dem Moment, wenn die Frage beantwortet wird: „Wie kann meinem Partner helfen?“.
In Liebe loslassen
Dann nämlich werden die Angehörigen lernen müssen, nicht mehr hinter dem Kranken her zu helfen, ihm nicht immer wieder das Leben, das er selber zerstört, so weit es geht gerade zu rücken. Denn genau dadurch, dass nach außen hin der Alkoholiker keine Verantwortung übernehmen muss, weil der Co – Alkoholiker für ihn lügt, putzt, wäscht und alles andere macht, funktioniert sein Leben im Suff ja so gut es geht. Erst wenn er merkt, dass er selber für den Schaden gerade stehen muss, den er im Suff anrichtet, wird er selber spüren, was er wirklich anrichtet. Aber wie gesagt, das ist ein enormer Schritt, vom zuerst normalen Helfen, das sich zum Co–Alkoholismus weiter entwickelt hat, zum Fallenlassen zu gelangen.
Dazu gehört, dass der Angehörige seinen Schuldgefühle erkennt und ebenfalls lernt, dass diese Schuldgefühle nicht seine eigenen sind, sondern sie vom trinkenden Partner eingeredet bekam. „Ich trinke, weil Du so doof bist“ „Ich trinke, weil Du so hohe Ansprüche stellst“. „Ich trinke, weil Du nicht mit mir ins Bett gehst“ „… weil Du nicht arbeitest“, „…weil wir so viele Schulden haben.“ „… weil Du mich nicht mehr liebst.“ und so weiter und so weiter. Das über Jahre eingetrichtert, zeigt bei vielen Frauen und Männern Wirkung.
Dazu gehört aber auch, dass der Betrunkene eben nicht aus der Gosse geholt wird, dass der Angehörige nicht am Montag morgen beim Chef anruft, dass er nicht zur Bank geht und sich den Anpfiff vom Filialleiter anhört, der eigentlich dem Trinker gilt. Und viele andere Dinge, die der oder die Angehörige macht, um den Schaden zu begrenzen.
Der Tiefpunkt
So ist es eine Regel, dass jeder Alkoholiker so lange trinkt, bis er seinen eigenen Tiefpunkt erreicht hat. So kann der Verlust des Führerscheins oder des Arbeitsplatzes bei dem einen ausreichen, eine Entgiftung anzufangen oder sogar eine Therapie dran zu hängen. Andere müssen die ganze Palette durchmachen, Führerschein weg, Arbeit weg, Familie weg, Haus weg, alles weg und erst dann sind sie bereit, vor dem Alkohol zu kapitulieren und eine Therapie anzufangen. Andere schaffen das nie und sterben am Sprit.
Aber für viele in der Therapie und den Selbsthilfegruppen war die Drohung, dass der Partner sich scheiden lässt, der auslösende Faktor, ein Leben ohne Alkohol zu beginnen.
So ist der Tiefpunkt für den Trinker natürlich auch ein Tiefpunkt für die gesamte Familie. Aber in einer gut funktionierende Gruppe wird den Angehörigen entsprechend geholfen werden, Die Menschen dort kennen ihr Fach, die Leiter sind ausgebildete Suchtkrankenhelfer und haben oft über Jahre hinweg Erfahrungen. Abgesehen von ihrem eigenen Leben, dass irgendwann einmal an dem gleichen Punkt stand und dann später zum Guten gewendet werden konnte. Darin liegt auch der Erfolg dieser Gruppen, dass alle genau wissen, wovon sie reden und gerne bereit sind, ihre Erfahrung mit anderen zu teilen.
Arbeitskollegen
Die „Angehörigen“ sind oft eine ganz eigene Gruppe. Oft können sich Menschen vor den Augen aller tot saufen und alle schauen weg. Keiner sagt was, der trinkt ja nur ein bisschen viel und eigentlich geht es mich ja nichts an. Warum soll ich ihm seinen Beruf kaputt machen? Wenn einer was sagt, fliegt ja der oder die Kollegin und ist dann arbeitslos.
Diese Meinungen sind weit verbreitet, sie zeugen aber nur von Desinteresse, bequemlich und mangelndem Wissen. Erstens: Der Arbeitgeber hat sehr gute Möglichkeiten, einen Mitarbeiter abzumahnen, und sogar zu entlassen, wenn sein Alkoholkonsum auf die Arbeitsleistung und vielleicht sogar auf die Sicherheit im Unternehmen geht.
Aber der Arbeitgeber kann auch eine Wiedereinstellung in Aussicht stellen, für den Fall, dass eine Therapie begonnen und erfolgreich beendet wird. Großunternehmen wie Daimler Benz, Opel, Deutsche Bahn AG und viele andere haben extra soziale Einrichtungen geschaffen, um Kolleginnen und Kollegen mit Alkoholproblemen zu helfen.
Diese Sozialstellen haben Kontakte zu örtlichen Krankenhäusern, Selbsthilfegruppen und Therapieeinrichtungen. Auf diesem Weg wurde schon vielen geholfen, ein Leben Alkohol zu beginnen. Nur muss irgendwann ein Kollege oder eine Kollegin oder ein Vorgesetzter den Mut haben, auf den Betroffenen zu zu gehen und entsprechende Schritte einzuleiten.
Bild: © J.Bredehorn / PIXELIO
08/2009 um 22:17
Guten Tag
Dieser Artikel ist leider viel zu einseitig geschrieben und setzt nur und absolut auf Eskalation. Nicht alle Fälle sind gleich, nicht überall sind arme Frauen und Kinder, in vielen Fällen ist Alkoholismus eine ernstzunehmende Krankheit. Man kann doch nicht in der Kirche die “guten und schlechten Zeiten” absegnen, und dann den Partner – oder auch die PartnerIN (!!!!!) einfach abstürzen lassen. Es sind ja nicht nur Männer, was in diesem Artikel aber so scheint. Hier hört es sich so an, dass alle selbst schuld sind und man sie abstürzen lassen muss, bis sie endlich parieren oder schlussendlich verrecken. Das ist extrem unethisch. Nicht zu sagen, dass es viele Partner und Partnerinnen gibt, die das nicht wollen und ihre(n) Partner(in) wirklich lieben. All das kommt hier nicht vor. Einfach eskalieren lassen ist hier das Allheilmittel. Bis in den Tod. Wer das geschrieben hat, dem oder der ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ich vermute, dass da eine grosse Portion Hass im Spiel ist oder war, und dass der Schreiberling bzw. die Schreibse vermutlich selber psychiatrischer Hilfe bedarf. Bitte nochmals durchdenken und dann lieber nichts mehr schreiben.
03/2010 um 21:25
ANTON MIRBAL….. ANTWORT:
SORRY ABER ICH GLAUBE DU SOLLTEST DEN TEXT NOCH EINMAL LESEN!!!
EINEM/R ALKOHOLIKER/IN ODER SUCHT KRANKEN IST NUR ZU HELFEN WENN DER KRANKE CHECKT DAS ER KRANK IST!!!!
WIE SOLL DER ALKOHOLKRANKE MENSCH MERKEN DAS ER KRANK IST, WENN SEIN/E PARTNER/IN DAFÜR SORGT DAS ALLES AM NÄCHSTEN TAG IN ORDNUNG IST?
SCHON MAL BESOFFEN?
WENN ES WIRKLICH GUT WAR , WEIST DU NIX MEHR … UND SO GEHT ES DEM ALKI…
MEIN VATER HAT ZB. GESOFFEN , UND UNS NACHTS ANGEKOTZT UND MEINE MUTTER HAT ALLES BIS ZUM FRÜHEN MORGEN BESEITIG!
ICH FINDE DEN BEITRAG GUT UND ER ZEIGT NICHT EINMAL ALLES…. DA FEHLT NOCH SO VIEL!!!
03/2010 um 09:22
Anton: Ich geb Icke Recht!
Meine Mutter war ihr Leben lang Alkoholikerin, mein Vater hat es stets versucht zu vertuschen, auch vor mir! Als ich mit 14 durch Zufall erkannt habe, was mit meiner Mutter ist, ist in mir eine Welt zerbrochen! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass sowohl meine erste als auch meine zweite Ehe am Alkohol zerbrochen ist! Als ich mit 29 vor den Scherben meiner zweiten Ehe stand, habe ich immer noch die Schuld bei mir gesucht, habe eine Therapie angefangen, weil ich dachte ich sei *beziehungsunfähig* ! Ich hatte Glück, bin an einen guten Therapeute geraten, der sehr schnell mein Problem erkannt hat! Endlich habe ich die Zusammenhängen begriffen.. Ich habe dann einen Mann kennengelernt, der keinen Alkohol getrunken hat, wir waren eine Zeitlang glücklich – bis ich gemerkt habe, dass er heimlich Kredite gemacht hat und dennoch nie Geld hatte….. Er war spielsüchtig! Ich weiss nicht, was für mich schlimmer war! Heute bin ich 49, Single…. einsam….. Ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten, habe bis heute immer mal wieder Schübe! Es ist ein ewiger Kreislauf – dieser sch*** Alkohol hat mein Leben zerstört! Ich hätte mir gewünscht, mein Vater hätte anders gehandelt, hätte meine Mutter zum Teufel gejagt – es wäre uns viel erspart geblieben, aber er hat eben auch “liebend” gehandelt – und ist letztendlich an gebrochenem Herzen gestorben!
Doch, Anton – ALLE Fälle sind gleich!!!! Du hast das richtige Wort benutzt: verrecken lassen – ja, das ist es was man/frau tun sollte! Denn tun wir es nicht, zahlen wir Co-Alkoholiker eine Rechnung, die wir nicht verursacht haben!
Hast Du denn noch nicht erkannt, dass Du genauso vom Alkohol abhängig bist, wie Deine Partnerin? Der einzige Unterschied ist, dass Du Deine Anhängigkeit bei “klarem Kopf” durchlebst, was aber durchaus auch die Sinne vernebelt!
W.H.
05/2010 um 21:33
Den Alkoholiker verlassen ist die einzige Möglichkeit sich selber zu retten. Man kann einem Alkoholiker nicht helfen. Er muß selber kämpfen. Man erlebt soviel Leid, Enttäuschungen und Verletzungen wenn man bei einem Alkoholiker zu lange bleibt. Alkoholiker lieben auch niemand anderen ausser sich selbst. Manchmal wenn ich solche Kommentare lese wie oben und teilweise im Internet, das ja die Alkoholiker die armen kranken sind und wir Angehörigen die Schuldigen.
Ich erwarte ein Baby von einem Alkoholiker das natürlich nicht geplant war und nur durch seine Unachtsamkeit im Alkohol entstanden ist. Ich habe ihn trotz der Schwangerschaft verlassen als mir die ganze Tragweite seines Alkoholkonsums klar war.
06/2010 um 12:54
hallo meine schwägerin ist alkoholikerin, und wen sie besoffen ist benimmt sie sich furchtbar,sie beschimpft meinen Bruder stellt behauptungen auf die nicht stimmen die kinder sind die leidtragenden und das geht schon seit jahren so ich habe meinem bruder geraden sie fallen zu lassen mit den kindern weg zu gehen das sie aufwacht und ihre situation erkennt, ich finde das ist das einzige was ihr hilft den wen sie nüchtern ist ist sie ein liebenswerter mensch und es wäre schade wen sie ganz zu grunde geht