Aufklärung zum Thema Drogen

Alkohol als Medizin

– Ein Bericht von Martina –

Alkohol als MedizinAlkohol hat auch seine guten Seiten! Schon seit dem Mittelalter ist er als Medizin bekannt; und auch in der Gegenwart wird seine heilsame Wirkung medizinisch nachgewiesen.

Alkohol ist eine Droge, die mit Vorsicht und bedacht genossen sein will. Zu häufiger Konsum und zu hohe Mengen führen schnell in die Abhängigkeit, die auf Dauer gesundheitliche Schäden (chronische Magenentzündung, Leberzirrhose, Nervenentzündungen, Impotenz, Angstzustände etc.) hervorruft.

Weiterreichende Folgen sind finanzielle und gesellschaftliche Probleme wie Isolation, Arbeitslosigkeit, Armut. Die Anzahl Abhängiger wird in der Bundesrepublik Deutschland (alte Bundesländer) auf mindestens 500.000 geschätzt!

Aber auch eine einmalige Alkoholaufnahme in einer zu hohen Dosis (ca. 2-2,5 Promille) kann zu einer Erkrankung führen, nämlich zur Alkoholvergiftung, die durch einen Angriff auf das vegetative Nervensystem und damit auf die lebenswichtigen Körperfunktionen wie Herztätigkeit, Kreislauf und Atmung in manchen Fällen sogar tödlich verläuft.

Die positiven Seiten des Alkohol

Das heißt jedoch nicht, dass das Gläschen Wein beim Abendessen, das Bier in geselliger Runde oder der Schnaps zur Verdauung tabu sein müssen. Denn hat auch Alkohol seine, schon sehr früh erkannten, positiven Seiten. Doch immer nur in geringen Mengen, ein Zuviel verwandelt schnell das Positiven in das Negative.

Auf emotionaler Ebene hat der Alkohol seine positive Wirkung im Abbau von Spannungs- und Angstzuständen. Bereits bei einer für die meisten nicht wahrnehmbaren Menge von 0,2 Promille verringern sich Angst- und Spannungszustände – die Person wird lockerer und Situationen, die vorher noch Angst verursachten und daher gemieden wurden, können nun vielfach angegangen und bewältigt werden.

Ihr Maximum erreicht diese Wirkung bei einer Menge von 0,3 Promille. Ab 0,6 Promille wandelt sich diese positive Wirkung jedoch in eine negative. D.h. es kommt leichter zu Angst- und Beklemmungsgefühlen, die schon von sonst eher belanglosen Sachen ausgelöst werden können, und zu viele Hemmungen und damit natürliche Schranken fallen, was für die Umwelt äußerst unangenehme Folgen (Prügeleien, sexuelle Belästigung bis hin zu Gewaltverbrechen) haben kann.

Bereits der gute Hippokrates, auf den sich unsere westliche Medizin begründet, erkannte im 5. Jahrhundert vor Christus den Wein als Heilmittel bei Fieber und Infektionen sowie zur Hebung des Allgemeinzustandes des Kranken. Auch heute noch sind viele Arzneimittel mit Alkohol angereichert, und das nicht ohne Grund!
Allerdings führte diese Erkenntnis auch zu einigen Stilblüten im Laufe der Geschichte. So war der Erlass im mittelalterlichen Städtchen Beaune in Burgund, nach der jedem Kranken täglich sieben Liter Wein zustanden, sicherlich nicht mehr im Sinne des Hippokrates.

Bei einigen uns weit verbreiteten Zivilisationskrankheiten wirkt der gezielte Genus von Wein entgegen, indem er die Aufnahme von Vitamine C beim Essen unterstützt, die Verdauung erleichtert, entspannt, psychosomatische Heilungsprozesse begünstigt und die Bildung von schädlichem Cholesterin verhindert.

Denn was von Vielen über Jahre nur für ein Gerücht bzw. für eine Ausrede der Weintrinker gehalten wurde, wird nun durch wissenschaftliche Studien zur Gewissheit: Alkohol in kleinen Mengen hat eine schützende Wirkung vor koronaren Herzerkrankungen (Folge Herzinfarkt). Ob dabei der Wein und besonders der Rotwein besser als andere Alkoholika wirkt ist jedoch noch unklar.

Die Studien kommen dabei zu der Vermutung, dass bei einer Menge von bis zu 20g Alkohol täglich bei einer Frau und bis zu 30g bei einem Mann (das entspricht ca. 0,2-0,3 l Wein) die positiven Wirkungen überwiegen.
Die französische “Académie de médecine” hat die unschädliche Alkoholaufnahme sogar mit 1g pro Kilogramm Körpergewicht und Tag festgelegt, wobei für eine Frau um 20-30% niedrigere Werte gelten. Dies wäre bei einem Mann ca. 1 Flasche Wein täglich.
Da beiden Angaben etwas unterschiedlich sind, sollte man vorsichtshalber lieber die erstgenannte Angabe als Richtwert nehmen, denn wie heißt es doch so schön: sicher ist sicher!

Hinzu kommt, dass die persönliche Fähigkeit Alkohol zu verarbeiten und damit das obere Limit, bis zu dem der Genus keine schädlichen Auswirkungen zeigt, einer jeden Person unterschiedlich ist und von vielen Faktoren wie Körpergewicht, Gesundheit oder der aktuellen täglichen Form abhängt. Also: auch wenn der Abend noch so gesellig und das Bier gut gekühlt ist, spätestens wenn man die ersten Anzeichen einer Bewusstseinstrübung wahrnimmt, sollte man aufhören!

Bild: © Ibefisch / PIXELIO

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4 Kommentare

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  1. Dein Name says:

    halli hallo.

  2. Unser Name says:

    Ich trink Uozo und was trinkst du so?

  3. AUUUUAAA says:

    Wodka und BIIER AUUUAAA

  4. Alex von Mühlen says:

    Ich trinke Wodka pur

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